Wie kann ein Vermieter eine Nachzahlung seines Mieters fordern, nachdem der Vermieter mehrfach das Einsichtsrecht verweigert hatte?

5 Antworten

Dass der Mieter keinen Bock mehr hat ist belanglos. Wenn der Vermieter die Belegeinsicht gewährt kann der Mieter seinem Recht auf Prüfung nachkommen.

Tut er dies nicht geht das eben NICHT zu Lasten des Vermieters.

Der Vermieter soll beweisbar zwei Terminvorschläge machen und wenn der Mieter diese ignoriert davon ausgehen, dass die Abrechnung anerkannt wird (konkludentes Handeln). Zahlt der Mieter nun immer noch nicht, kann er sich das Geld von der Kaution holen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

... das Ding hätte ich aktuell verloren, wenn ich nicht anerkannt hätte die Auskehrung der kompletten Miesi.

AG Dortmund sagt auch, geht nicht mehr so wie bisher.

Forderungen aus BK-Abrechnung muss ich jetzt davon losgelöst einfordern, was bei Hartzern nichts wird, also abschreiben.

Warum hat der Vermieter nicht reagiert, als dieser 2x zur Belegeinsicht durch den Mieter aufgefordert wurde? Wie nennt man denn ein solches Verhalten? Und wofür gibt es eigentlich Fristen? Nur für den Mieter oder auch für Vermieter????

Die Frage ist doch, wann kann ein Mieter davon ausgehen, dass eine Belegeinsicht verweigert wurde????

Erst hatte der Vermieter kein Bock! Wie belanglos ist das?

Erst war der Vermieter im Verzug, jetzt der Mieter.

Wenn die Nachzahlung rechtlich gesichert ist, muss der Mieter zahlen. Wenn er von seinem Recht keinen Gebrauch mehr machen möchte, darf er aber immer noch seiner Pflicht nachkommen.

Verstehe ich nicht vollständig. Wann ist die Nachzahlung rechtlich gesichert? Der Mieter kommt seiner Pflicht dann nach, wenn ihm das Recht zur Einsicht auf sein Wunsch hin gewährt wurde. Das war hier nicht der Fall. Der Mieter lässt sich nämlich auch nicht durch seinen Vermieter denunzieren. Die Frage ist doch, wann kann ein Mieter davon ausgehen, dass eine Belegeinsicht verweigert wurde????

Die Verjährungsfrist für Forderungen dieser Art sind 3 Jahre. Der Vermieter kann in dieser Zeit die Forderung noch geltend machen, sofern er das Recht zur Belegeinsicht gewährt.

Wenn du als Mieter dieses Recht nun nicht mehr in Anspruch nehmen möchtest, dann muss du die Nachzahlung leisten. Keine Lust mehr darauf zu haben, hilft dir nicht weiter.

... ist das deine Meinung (Bauchgefühl) oder kannst du das irgendwo rechtlich ableiten? Hier geht es nicht um die regelmäßige Verjährung! Es geht darum, dass einem Mieters sein Recht auf Einsicht zunächst verwehrt wurde. Nun hat der Vermieter gemerkt, dass ihm die Nachzahlung nicht überwiesen wird, und aufgrund dessen wird er jetzt erst aktiv. Also eine solche Vorgehensweise muss sich ein Mieter ja wohl auch nicht gefallen lassen.

Die Frage ist doch, wann kann ein Mieter davon ausgehen, dass eine Belegeinsicht verweigert wurde????

@Weissmanu

Das habe ich schon verstanden, dass es dir etwas anderes geht als die Verjährung. Aber die Verjährung spielt für die Beantwortung mit hinein.

Denn der Vermieter hat ja eine Forderung. Und für diese gilt die Verjährung. Und innerhalb dieser Zeit kann er die Forderung geltend machen. Durchsetzen kann er die Forderung aber nur, wenn er die Belegeinsicht gewährt hat.

Es ist aber nun falsch, wenn du denkst, der Vermieter hat sein Recht auf die Forderung verwirkt, wenn da er die Belegeinsicht zuerst verweigert hat. Das ist definitiv so. Er kann es nachholen, dir das Recht zu gewähren. Die anfängliche Verweigerung ist nicht endgültig.

Der Schuss geht nach hinten los, wenn du jetzt sagst, es gibt keine Belegeinsicht und keine Zahlung mehr. Denn dann bist du es, der die angebotene Belegeinsicht verweigert. Das hat zur Folge, dass der Vermieter seine Forderung durchsetzen kann.

@Renick

Ok, ich kann dir folgen. Aber wie will denn der Vermieter einen Mieter zur Einsicht zwingen? Es gibt doch nur diese „eine“ „“Kann-Bestimmung““, Wenn der Mieter es verlangt, muss der Vermieter vorlegen, aber doch nicht umgekehrt.

@Weissmanu

Doch, gewissermaßen auch umgekehrt. Schau, der Vermieter möchte von dir Geld. Du zahlst nicht, also klagt der Vermieter vor Gericht. Du sagst zum Richter, ich zahle das nicht, weil ich Zweifel habe, ob der Betrag stimmt. Dann fragt dich der Richter, ob du dein Recht auf Belegeinsicht wahrgenommen hast, welches dir ja der Vermieter gewährt, wenn auch verspätet. Du sagts zum Richter Nein. Dann sagt der Richter, okay, wenn du die Abrechnung nicht durch Belegeinsicht prüfen möchtest, dann steht es dir auch nicht zu, die Zahlung zu verweigern. Und du würdest zur Zahlung verurteilt werden.

@Renick

Ja, klar, leuchtet mir irgendwie ein.

Wie kann der Vermieter nun noch die Nachzahlung fordern?

Mündlich, schriftlich, telefonisch, per Fax, per E-Mail... Da gibt es haufenweise Möglichkeiten. Er könnte auch einen Boten schicken, der die Forderung singend vorträgt.

Sorry, du hast das Thema verfehlt...

... und somit verliert der Mieter das Verfahren und trägt die Kosten dafür auch noch.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

das entscheidet der Richter und kein Anderer ...

Eigentümerwechsel durch Hausverkauf. Mieter Zahlt zwischen Besitzübergabe und Grundbucheintrag keine Miete.?

Ich habe mein Haus verkauft (Notarvertrag Anfang Februar) und die Besitzübergabe für das Vertragsobjekt erfolgte bereits zum 01.01.2018 (Steht auch so im Notarvertrag). Weiter steht im Notarvertrag einen Paragraph zu dem Mietverhältnis:

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Vermietung, Verpachtung

1. Am Vertragsobjekt besteht ein Mietverhältnis.

Der Käufer übernimmt das bestehende Mietverhältnis, deren Inhalt ihm bekannt ist. Im Innenverhältnis tritt der Käufer mit Besitzübergabe in das Mietverhältnis ein.

Der Verkäufer erklärt:

- Mit den Mieter bestehen keine weiteren Vereinbarungen als die dem Käufer

bereits vorgelegten und ihm bei Besitzübergabe im Original zu übergebenden

Mietverträge.

- Derzeit bestehen keine Mietrückstände. Kein Mieter macht eine Mietminderung

oder einen Mieteinbehalt geltend.

- Mietstreitigkeiten werden derzeit weder außergerichtlich noch gerichtlich geführt.

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Der Grundbucheintrag wird im April erfolgen fertiggestellt. Der Mieter hat nun seit Februar weder an den neuen Besitzer (Besitzübergabe wurde dem Mieter im Februar Mitgeteilt) noch an den Alten Vermieter Miete Bezahlt.

Fragen:

Muss der alte Vermieter(Verkäufer) gegenüber dem neuen Besitzer(Käufer) für nicht gezahlte Mietzahlungen des Mieters in der überganszeit (von der Besitzübergabe bis zum Grundbucheintrag) einstehen (wie ein Bürge)?

Also muss der alte Vermieter(Verkäufer) dem neunen neuen Besitzer(Käufer) die ausstehenden Mieten zahlen (von der Besitzübergabe bis zum Grundbucheintrag) und diese dann von dem Mieter auf dem Rechtsweg einfordern.

Oder muss der neue Vermieter(Käufer) nach der Grundbucheintragung die ausstehende Miete vom Mieter fordern?

PS.: gezahlte Miete vom Mieter wird selbstverständlich an den Neuen Besitzer weitergeleitet. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung waren keine Rückstände des Mieters zu verzeichnen.

Mir ist diese Sache unklar. Vielleicht kann mir wer helfen wie die Rechtslage dazu aussieht.

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