Wie ist es mit der Gütertrennung und Unterhalt nach Trennung?

5 Antworten

    1.Hat die Ehefrau einen Anspruch auf die Hälfte des Hauses ? Ja
    2. Hat die Ehefrau einen Anspruch auf die Hälfte des Geldes auf dem Einzelkonto des Mannes ? Auf die Hälfte des Zugewinnes.
    3. Hat die Ehefrau einen Anspruch auf das Trennungsgeld ? Ja, Trennungsunterhalt muss immer gezahlt werden (aber nur nach Antrag)
    Oder muss er das Haus verkaufen, um ihr Unterhalt zu zahlen ? Nein, das nicht.
    4.Darf sie überhaupt in Deutschland bleiben, obwohl sie erst 6 Monate hier lebt ? Nach der Scheidung nicht mehr.

Zum letzten Satz, das ist nicht sicher, ob sie nicht in Deutschland bleiben darf.

@lindgren

ok, hängt davon ab, wie lange sie verheiratet sind/waren.

@lindgren

ok, das wusste ich nicht. Dann darf sie bleiben.

Wer das Haus bekommt, hängt dann davon ab, wer Eigentümer ist. Der einfachste Fall: Es steht nur ein Partner im Grundbuch. Dann nämlich ist klar, dass dieser auch den Zuschlag erhält. Finanzielle Einbußen, die die Gegenseite dadurch erleidet, werden im Zugewinnausgleich berücksichtigt.

@Antwortapparat

Und das wird teuer für den Mann.....aber wer von 2700 Euronen 1500 für das Haus zahlt, der hat sich wohl gewaltig verkalkuliert.

Eine ganz wichtige Frage die sich stellt ist, wie lange denn die Ehe besteht? Das ist wichtig für die Höhe des evtl. Unterhaltes und für dessen Dauer. Gütertrennung ist offensichtlich nicht vereinbart worden (ein Fehler). Die zum Haus gehörenden Rechnungen sind hoffentlich von der leidtragenden Person bezahlt und überwiesen worden. Und ja, es gehört ihr die Hälfte des Hauses (Wert der Wertermittlung, abzgl. der Kosten und der Rechnungen). Also der Nettobetrag zu 1/2 aus dem Gebäude, zeitanteilig während der Ehe. Bei einer Ehedauer von 1/2 Jahren bekommt sie nichts und nur für kurze Zeit einen Übergangsunterhalt und das auch nur wenn sie nicht arbeiten kann. Aber, es gibt entsprechende Fachanwälte und dabei sollte man sich wirklich einen Speziallisten suchen um nicht über den Tisch gezogen zu werden. Auf jeden Fall ist ein Selbstbehalt von 7/10 vorgesehen. In dem Fall sind es also 70% vom Einkommen, das dem gehörnten verbleibt, zzgl. weiterer Kosten zur Aufrechterhaltung des Jobs, wie gesagt ein Anwalt ist dringend erforderlich!

lt. der letzten Frage sind sie 4 Jahre verheiratet.

@lindgren

Tja, ein guter Anwalt ist wirklich nötig. Er sollte nicht am verkehrten Ende sparen. Die Hilfreichen Antworten hier sind Leider nur selten wirklich hilfreich als Blaupause gelten und können wohl oft nur ein gedanklicher Anstoß sein.

Deinem letzen Satz zum Trotze....ein Anwalt wird unbedingt notwendig sein und zu deinen anderen Fragen: Auch wenn er alleine im Grundbuch steht und das Haus während der Ehe gekauft worden ist, hat sie Ansprüche daran. Sie hat Anspruch auf Trennungsunterhalt und Anspruch auf einen Versorgungsausgleich. Anspruch auf das Konto - nämlich die Hälfte des Zugewinnes! Da kann es schon passieren, dass er sein Häuschen verklopfen muss.


Warum? Weil sie eine Gütergemeinschaft bilden. Ganz einfach. Aber genaueres sagt der Anwalt gerne.


Unabhängig davon, wie lange beide verheiratet sind..., gilt:

Wurde kein extra Ehevertrag geschlossen (Gütertrennung oder Gütergemeinschaft), ist die Ehe eine "Zugewinngemeinschaft" in der generell das Prinzip der Gütertrennung gilt:

Jedem gehört das, was er vor der Ehe besessen hat, auch während der Ehe und auch danach allein (Möbel, Geräte, Auto, Haus, Ersparnisse).

Nur vom Zugewinn - also das, was beide während der Ehe gemeinsam erwirtschaftet haben - erhält jeder am Ende der Ehe die Hälfte.

(Jeder kann auch während der Ehe allein über sein Einkommen/ Konto verfügen, ist aber ggf. dem anderen Ehepartner im Rahmen des "Familienunterhaltes" unterhaltspflichtig.)

  • Das Haus, wenn es vom Geld des Mannes gekauft wurde (auch während der Ehe..), gehört ihm nach der Ehe allein. Nur die "Wertsteigerung", die es während der Ehe erfahren hat, gehört zum Zugewinn und muss geteilt werden.

Während des Trennungsjahres, das einer Scheidung vorausgehen muss, hat der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen ggf. Anspruch auf "Trennungsunterhalt" vom anderen Ehepartner.

  • Der Mann wird der Frau also bis zur Scheidung Trennungsunterhalt zahlen müssen. (In der Regel 3/7 der Differenz ihrer "unterhaltsrelevanten Einkommen", das dürften hier ggf. 1000 Euro sein, wenn die Frau gar kein Einkommen erzielt...).
  • Ginge die Frau eine Beziehung mit einem Anderen ein (zieht zu diesem o.ä...), würde ihr Anspruch verwirken.... 

Nachehelicher Unterhalt wird nur noch in Ausnahmefällen zugesprochen, da in der Regel beide ihren Lebensunterhalt nach der Scheidung selbst bestreiten müssen.

  • Der Ausnahmefall "lange Ehedauer" trifft erst nach 8-12 Jahren Ehe zu...
  •  Ggf. könnte der Frau aufgrund der "besonderen Umstände" ein befristeter Unterhaltsanpruch nach der Ehe zugesprochen werden, z.b. für eine Ausbildung o.ä.... - vorausgesetzt, ihr "Aufenthaltsstatus" lässt das zu. Darüber könnte die Ausländerbehörde Auskunft erteilen...

Irgendetwas stimmt in deinen Angaben nicht:

Sie ist Hausfrau und wird nur von ihrem Mann finanziert, da er genug verdient.

Von diesen € 2.700 bezahlst du € 1.500 für das Haus. Ist das die Monatsrate für die Bank oder kommen noch Nebenkosten wie Heizung, Grundsteuer, Versicherungen usw hinzu? Bewohnt ihr das Haus?

Von den restlichen € 1.200 finanzierst du deine Ehefrau und dich selbst??

Bitte nur antworten, wenn ihr euch damit auskennt ! Antworten wie geh mal zum Anwalt o.Ä könnt ihr euch sparen

Bei solchen unnötigen Bemerkungen verlieren viele - und meistens gerade die wirklich kompetenten -  dies Lust zum Antworten.

Im übrigen ist eine Beratung von einem Berufsjuristen besser als von Hobbyjuristen im Internet!

Treffender hätte ich es nicht formulieren können.....der Fragesteller hat schon mal zu diesem Thema gefragt.

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