Wie hoch muss die Zahlung sein um eine Privatinsolvenz vorzeitig zu beenden?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn sie 35% aufbringen kann, ist sie  in drei Jahren Schuldenfrei und braucht dann nochmals drei Jahre bis die Schufa das Konto löscht.

Je nachdem wie hoch der Saldo ist, sollte sie  abwägen ob sich das rechnet.

Würde z.B. bei 100.000 € keinen Sinn machen.

Mit drei Kindern und geringen Einkommen kann sie das sicher vergessen.

Selbstständigkeit geht, muss aber beim Insolvenzvervalter angemeldet werden,da dem Schuldner nichts mehr gepfändet werden kann, was auch über der Freigrenze bleibt oder bleiben wurde.

Vermögen, welches für die Selbstständigkeit nötig ist oder wird, gehört nicht in die Insolvenzmasse  § 35 Abs.2 Satz 1 InsO ( hoffe war die Richtige)

Ein Geschäftskonto braucht man nur mit einer GbR oder höher und ist auch Quatsch, da die Banken richtig Geld daran verdienen.

Es sollte aber möglich sein ein zweites Konto für diesen Zweck zu eröffnen und wenn es da Probleme gibt, ist eine gute Adresse auch die Fidor Bank.

Dort bekommt man ein vollwertiges Konto inklusive einer Prepaid Master Card mit dem man getrost arbeiten kann. Eine Bonitätsabfrage erfolgt dort nicht.

Mein Tipp: Auch mit Gewerbe nicht zuviel über die Freigrenze verdienen und die fünf Jahre durchstehen.

Eine solche Erklärung werden die Gläubiger nur abgeben, wenn sie im Gegenzug wenigstens einen Teil ihrer Forderung erfüllt bekommen. Da nach Eröffnung des Verfahrens, spätestens nach dem Schlusstermin, in den weitaus meisten Fällen feststeht, dass es wahrscheinlich nicht zu einer Ausschüttung an die Gläubiger kommen wird, sind die Gläubiger in diesem Verfahrensstadium häufig bereit, gegen die Zahlung vergleichsweise geringer Vergleichsquoten von um 5% solche Zustimmungen zu erteilen.

http://www.isb-insolvenzberatung.de/vorzeitige-beendigung-des-insolvenzverfahrens/

Theoretisch denkbar ist das mit den angeblich immer wieder beschworenen 5 %. Diiese Ratschläge kommen aber meist von irgendwelchen "Insolvenzberatern", die für Ihre Tätigkeit erst mal nen ordentlichen Vorschuss abrechnen.

Du solltest bedenken, dass eine vorzeitige Beendigung zumindest die Zustimmung von mehr als der Hälfte der Gläubiger (summenmäßig und zahlenmmäßig) erfordert. Und wenn man nur 5 % anbietet, wird meistens einer dabei sein, der sich sagt, wenn ich ehh nur 5 % kriege, dann soll er doch lieber noch ein paar Jahre schmoren - vielleicht kommt doch noch ne Erbschaft, dann hätten wir deutlich mehr.

Ich habe sehr häufig mit Insolvenzschuldnern zu tun. Sehr viele würden das Verfahren gern so schnell wie möglich beenden - aber mir ist keiner bekannt, bei dem eine Einigung mit den Gläubigern für 5 % erzielt werden konnte.

Sicherer - und dahin zielte Deine Frage wohl auch - ist die Möglichkeit, die Restschuldbefreiung nach 3 Jahren gem. § 300 I 2 Nr. 2 BGB - zu beenden. Dafür müssten die Verfahrenskosten und 35 % der Gläubigerforderungen gedeckt sein.

Mit § 300 BGB war natürlich InsO gemeint...

Hatte leider übersehen, dass Deine Freundin das Verfahren schon vor 2,5 Jahren beantragt hatte. Dann geht die Verkürzung leider nicht, da die Änderung erst für Verfahren gilt, die ab dem 01. Juli 2014 beanntragt wurden.

Es ist wohl eher eine Frage der Psychologie. Warum sollte die Mehrheit da zustimmen? Erst recht, wenn erst 2,5 Jahre der Wohlverhaltenszeit abgelaufen sind.

Wieso sollte sie kein Geschäftskonto bekommen?

Natürlich wird keiner etwas gegen das Gründungsvorhaben sagen. Schließlich gibt es die Verpflichtung alles zu tun, was ermöglicht Schulden zu bezahlen. Und genau da kommt meine Skepsis.

Sie kann nur die Aufträge annehmen und eigene erteilen, wenn für sie keine Risiken dabei sind. Also Betriebsausgaben nur dann, wenn klar ist Geld ist auf dem Konto. Print- oder Internetwerbung überhaupt nicht, weil nicht sicher ist, dass dieses Geld durch Kunden wieder rein kommt.

Ohne jeden Spielraum zu arbeiten ist zwar richtig spannend. Aber ob das so erwartet wird? Vorsicht kann ich nur sagen, es anders zu machen!

Was möchtest Du wissen?