Wie errechnet man die Höhe der Betriebskosten-Vorauszahlung?

5 Antworten

Die Betriebskostenvorauszahlung kann immer nur geschätzt werden. Niemand weiß wie sich die Energiekosten tatsächlich entwickeln. Sie soll so bemessen sein, dass es nicht zu Nachzahlungen kommt. es handelt sich bei dir also NICHT um eine Mieterhöhung, sondern um eine ANPASSUNG deiner Vorauszahlung.

Also, wenn denn eine AR ordnungsgemäß ist, darf/muß der Vermieter die Abschlagszahlungen anpassen. Ich gehe davon aus, daß die AR also ordnungsgemäß und somit fällig ist. Bezahlt wurden/werden 6 x 49 zzgl. 126 EUR Nachforderung also 420 EUR für 6 Monate. Somit sind in 12 Monaten 840,00 EUR zu erwarten und monatlich 70,00 EUR. Alles doch ganz einfach und viel Glück.

Die neue Vorauszahlung wurde anhand des Jahresbrauchs berechnet. Mein Vormieter muss für die erste 6 Monate ca. 1000 Euro nachzahlen. :((

@Nikky12

Also, der Vermieter hat damit doch nichts zu tun. Hier geht es um die eigene AR und nur die zählt, so jedenfalls der BGH. Nicht berücksichtigt werden dürfen die höheren Abschläge etc. des Vermieters an seine Vertragspartner. Es zählt allein die eigene AR und dadurch bedingt 70 EUR/Monat ab übernächsten Monat nach Zustellung einer ordnungsgemäßen und inhaltlich richtigen AR.

Die Vorauszahlung richtet sich nach Erfahrungswerten aus vergangenen Jahren und der Größe der Wohnung, von der Du nichts angibst. Das wäre aber wichtig. Weiter richtet sich die künftige Vorauszahlung nach der Preissteigerungsrate. Jedes Jahr werden Energiekosten/Strom-u.Wasser zur Zeit bei uns teurer. Darüber hinaus sind 49 EU Vorauszahlung recht wenig. Gehe mal davon das es sich um ein od. zwei Zimmer handelt.

Die BK inkl. Heizkosten liegen bei ca. 2 - 3 €/m². Davon allein für Heizung und WW-Aufbereitung ca. 1 - 1,30 € /m².

Bei Deiner Wohnfläche, knapp 46 m², hättest Du monatlich mindestens, wenn Heizkosten dabei sind, ca. 100 € monatlich zahlen müssen.

Wenn man dann noch berücksichtigt das Dir 2 Vorauszahlungen für Heizkosten aus den heizfreien Monaten Mai und Juni gefehlt haben kommt das fast hin.

Fazit, die monatlichen Vorauszahlungen waren mit 49 € einfach zu niedrig angesetzt, so das es zu der Nachzahlung und BK-Erhöhung, nicht Mieterhöhung, kommen mußte.

.Hallo liebe Helferlein, ich habe heute bei der Abrechnungsfirma angerufen. Ich habe für den Nutzungszeitraum vom 01.07.2010 bis 31.12.2010 eine Nachzahlung von 126,5€ zu leisten. Mein Vormieter muss für die erste 6 Monate ca. 1000 Euro nachzahlen. Die neue Vorauszahlung wurde anhand des Jahresbrauchs berechnet. Diese Methode ist vorprogrammiert. Was jetzt??? Ich bin nicht in der Lage die berechneten Heizkosten zu zahlen.

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