Wie bzw. woran kann ein Kunde erkennen, ob es sich um einen guten oder schlechten Versicherungsmakler handelt?

5 Antworten

Doch er meinte auch, dass es bei den Versicherungsmaklern gute und schlechte gibt.

Das gilt für jede Branche.

Woran erkenne ich als Kunde, ob ein Versicherungsmakler in meinem Interesse handelt

  • Die Zeit die er sich für dich nimmt
  • Ob er Bestandsverträge in die Betreuung nimmt oder vermehrt Neuabschlüsse zu platzieren versucht (manchmal ist aber ein Neuabschluss tatsächlich besser, vor allem im Sachbereich).
  • Wie gut er seine Vorschläge begründet und anhand deines Bedarfs ausrichtet.

Der Makler ist von der Rechtsstellung her Sachwalter des Kunden. Er steht rein rechtlich auf der Seite des Auftraggebers (tut der Vertreter zwar auch, aber, Auftraggeber des Maklers ist der Kunde, nicht eine oder mehrere Versicherer).

Makler die mit Pools arbeiten haben gemittelte Courtagen, heißt es spielt für seine Vergütung überhaupt keine Rolle wo ein Vertrag geschlossen wird oder den Vertrag welcher Gesellschaft man in den Bestand nimmt.

Beide müssen eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung haben um tätig werden zu dürfen. Der Vertreter hat diese meist im Gruppenvertrag bei dem Unternehmen für das er tätig wird. Der Makler nicht. Heißt er ist einem höheren Haftungsrisiko ausgesetzt.

Am Ende des Tages haben beide nur einen guten Ruf und sollten alles daran setzen, dass dieser bestehen bleibt.

Hallo, ich würde immer mit Versicherungen zu einem Finanzberater oder Versicherungsberater gehen. Die Arbeiten unabhängig und marktübergreifend.

@alexOfficial

Richtig, stellen aber die Beratung in Rechnung (Honorar).

Die Frage ist natürlich berechtigt, aber von der Sichtweise her ist dort ein Misstrauen formuliert, das so nicht berechtigt ist. Natürlich gibt es schlechte Makler und Berater, aber es gibt auch schlechte Anbieter und Dienstleister in allen anderen Bereichen des Lebens.

Wer grundsätzlich davon ausgeht, dass alle andern ihn/sie nur ausbeuten und über den Tisch ziehen wollen, der muss wahrscheinlich im Bett bleiben.

Wie komme ich dahinter? Indem ich auf das Bauchgefühl achte, einmal Vertrauen fasse und es versuche. Lasse Dir einen Vermittler / Vermittlerin empfehlen.

Was ich grundsätzlich für kritisch halte, sind alle Anbieter, die ihren Status verschleiern. Dazu gehören die "Vergleichsportale" im Netz oder sogenannte "Optimierer", die mir alles billiger machen wollen. Klarheit und Wahrhaftigkeit sind zwei wichtige Grundsätze im kaufmännischen Miteinander und wenn diese misachtet werden, merkt man das ziemlich schnell.

Die Frage, die erst mal beantwortet werden sollte ist, wieso du scheinbar einen Wechsel deines Versicherungsmenschen vor hast? Es dürfte ja was vorgefallen sein. Ansonsten gibt's für die Beauftragung eines anderen Versciherungsmenschen ja eigentlich keinen Grund.

Denn: Jeder Versicherungsmensch kann zu (fast) allen Versicherungen, die nicht über ihn abgeschlossen wurden, immer ein "besseres" Ersatzprodukt nennen.

Ob dann ein Versicherungsvertreter (eine Gesellschaft) oder ein Makler (mehrere Gesellschaften) das durchführt ist völlig egal. Beide verdienen nur an der Provision. Und da gibts eben gute und weniger gute.

Das Überprüfen sollte man eigentlich einem unabhängigen Finanzexperten überlassen. Das klappt meistens gut. Denn der verdient nicht an der Provision, sondern wird für das Überprüfen bezahlt. Obwohl es da auch schwarze Schafe gibt.

Problem: sowas kostet oft richtig Geld. Für den Privatmenschen oftmals zu viel.

Woran erkennt man jetzt ob ein Makler oder Vertreter gut oder weniger gut ist? Schwierig für einen Laien. Vorsicht ist geboten, wenn er so ziemlich alle bestehenden Versicherungen oder den aktuellen Versicherungsmenschen schlecht macht. Gute sagen dir auch, wenn eine bestehende Versicherung gut ist.

Im Grunde ist es aber eine Vertrauensgeschichte. Lass dir einfach mal alles erklären. Frage nach, wenn du etwas nicht genau verstehst. Da muss man sich nicht schämen, die Materie ist oft sehr kompliziert und auch abstrakt. Lass dir bildhafte Beispiele geben. Und: unterschreibe nichts beim ersten Besuch. Auch keine Vollmacht oder einen Auftrag.

Es schadet ja auch nichts, wenn du da noch einen zweiten oder dritten mal drüberschauen lässt. Sei aber dann auch so ehrlich und sag das den Leuten, dass du da auch andere dranlässt, weil du dich da noch nicht so auskennst dun du dir erst mal einen Überblich schaffen willst. Denn für den Makler oder Vertreter ist das reine Beraten eine brotlose Kunst. Sprich: er arbeitet da komplett umsonst, hat dadurch sogar Kosten, die er alleine tragen muss.

Liebe Sophie,

Ich finde es super, dass du dich mit dieser Frage beschäftigst.

Grundsätzlich kann man nicht sagen, dass die Vertreter schlecht sind, weil sie nur Geld machen möchten. Es gibt hier genauso schwarze und weise Schaafe wie bei mir und meinen Maklerkollegen.

Der große Unterschied ist nur, dass Vertreter meist nur für einen Versicherer arbeiten. Als unabhängige Maklerin habe ich aber den Luxus auf alle Sparten sämtlicher Versicherer zu zugreifen, um meinen Kunden das Bestmögliche bieten zu können. 

Denn kein Versicherer ist in allen Versicherungssparten der Top- Anbieter. (Und jeder der was anderes behauptet lügt-> auf den letzten Satz bezogen) 

Hallo Sophie1235,

guter Rat von deinem  Freund.

Ein Ver. Makler  stellt in jeder Situation den besseren Partner für dich da.

Ich finde,  ein guter „Berater“ sollte sich Zeit für seine Kunden nehmen und auf Wünsche eingehen, BEVOR  eine Produkt-Empfehlung ausgesprochen wird. Ein guter Makler sollte   zuverlässig sein, sich an Absprachen halten und auch von Gesellschaften und Produkten abraten.

Ich erlebe es täglich in meinem Berufsleben, dass Menschen die
falschen Versicherungen haben. Oft ist es auf die Provisionsgeilheit der Ausschließlichkeit und deren Geschäftsplandruck zurückzuführen.
Manchmal  aber auch auf die mangelnde Ausbildungsqualität die in der Ausschließlichkeit herrscht. Vermutlich ist es ein Mix aus den verschiedensten Dingen.  

Stell dich bitte darauf ein, dass insbesondere Ausschließlichkeitsvermittler sehr viel Mist über Ver.Makler erzählen. 

Manchmal habe ich den Verdacht, dass diese Leute Angst vor einem fairen Vergleich haben, da sie sehr genau wissen, dass sie einem Versicherungsmakler in jeder Disziplin unterlegen sind.

Oft erzählen diese Leute, Makler empfehlen Kunden immer die
Gesellschaft, bei denen die meiste Provision gezahlt wird. Dabei solltest du
wissen, die Provisionshöhe ist so gut wie identisch bei den Unternehmen.  Dieser Punkt ist ein Märchen welches sich hartnäckig hält.  

Auch wird oft erzählt, ein Ausschließlichkeitsvermittler kann  Nachlässe vergeben. Was jedoch stets „vergessen“ wird zu erwähnen ist, Makler 
bekommen die gleichen Produkte für einen viel geringen Preis.
Preisunterschiede von 20-40% sind keine Seltenheit.  Die Ausschließlichkeit MUSS Rabatte vergeben, damit sie überhaupt konkurrenzfähig sind.  Ich könnte dir ein Produkt der WWK Versicherung zeigen, dies darf ich  ( ich = Ver.Makler)   knapp 70% günstiger anbieten als die „Verkäufer der WWK selbst!“ . Und ganz nebenbei, ein Makler kann auch Nachlässe vergeben
;-)

Insbesondere im Schadensfall bist du bei einem Versicherungsmakler besser aufgehoben. Ein Makler hilft dir die Schadenszahlung zu bekommen. Notfalls mit seinem Netzwerk an Anwälten! Vor allem hat er stets deine „Schadenquote “ im Auge und empfehlt dir rechtzeitig deine Versicherungen zu kündigen und woanders zu versichern,  BEVOR DICH ein
Versicherungsunternehmen kündigen kann.

Ein Ausschließlichkeitsvermittler  würde dich in solch einer „Kündigungssituation“ fallen lassen oder würde von seinem
Versicherungsunternehmen angewiesen werden dir 
A ) eine höhere Prämie aufs Auge zu drücken oder B) eine
Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Egal wie, du würdest verlieren.   

Ich könnte dir noch zig andere Dinge schreiben,doch dies würde
hier den Rahmen sprengen.

Viel Glück

Hallo MoechteAWissen,

über diesen Kommentar von dir, muss ich jetzt etwas schmunzeln:

Stell dich bitte darauf ein, dass insbesondere Ausschließlichkeitsvermittler sehr viel Mist über Ver.Makler erzählen. 

Dies kann natürlich so sein.

Aber gerade hier im Forum, wird doch überwiegend viel Mist über Versicherungsvertreter erzählt, von machen netten Versicherungsmaklern.

Manchmal habe ich den Verdacht, dass diese Leute Angst vor einem fairen Vergleich haben, da sie sehr genau wissen, dass sie einem Versicherungsmakler in jeder Disziplin unterlegen sind.

Kein Angst - trifft bei mir nicht zu.

Jeder gute Versicherungsvermittler (ob Makler oder Vertreter) sollte die Möglichkeit haben seinen Kunden fair und gewissenhaft zu beraten um die erforderlichen  Verträge abschließen zu können.

Nur gibt es in beiden Gruppen einige Scharlatane die nur aufs Geld aus sind.

Und dies habe ich bei Maklern, wie auch bei Vertretern erlebt. Wenn man sich manche Verträge der Kunden anschaut stellen sich die Haare zu Berge.

Eine kleine Geschichte die ich erst dieses Jahr von einem angeblich fachkundigen Versicherungsmakler erlebt habe:

Berufsfeuerwehrbeamter (Ausbildung) Rheinland-Pfalz kommt mit einem Angebot dieses Maklers bei mir vorbei und bittet mich um Prüfung ob das Angebot passt - da er sich über den Beitrag gewundert hat.

Er hatte jedoch ein Angebot für eine Anwartschaftsversicherung  (truppenärztliche Versorgung) eines Zeitsoldaten vorliegen.

Ist ja kein großer Unterschied?

Gruß Norbert Uhrig.

PS:  in beiden Lagern findet man gute wie auch schlechte Vermittler.

@Apolon

Hallo Norbert,

schlechte „Arbeiter“ findet man leider überall. Doch  dies ist nicht das Thema.

Es geht doch vielmehr um die Frage, wer ist der richtige Berater und da kann es nur zwei Antworten geben. Zum einen der Versicherungsberater und  zum anderen den Versicherungsmakler.

Ein Versicherungsagent, kann einen Kunden niemals fair beraten.
Denn früher oder später muss auf ein Produkt verwiesen werden. Da ein Versicherungsagent nur auf ein Produkt zurückgreifen kann, muss er es schön reden. Ein Makler  kann auf fast jedes Produkt
am Markt zugreifen und dadurch abwägen welcher Anbieter am besten zur Risikosituation des potentiellen Versicherungsnehmers  passt.

Gute Beratung hat für mich viel mit Fairness zu tun.

Dazu gehört, dass man Kunden die Unterschiede der einzelnen Tarife und Unternehmen zeigt.

 Ein Versicherungsagent kann dies wie bereits festgestellt aus mehreren Gründen nicht.

Was hinzukommt ist, der Geschäftsplan.
Der Geschäftsplan setzt sehr viele Versicherungsagenten unter enormen Druck. Dies führt immer und immer wieder dazu, dass Agenten ihr Eigeninteresse befrieden und die Kunden auf der Stecke bleiben.  

Für mich ist der Versicherungsagent etwas, was die Branche
nicht braucht.  Vor allem aber kein Kunde.

An den stark wachsenden Zahlen der Nutzer von Vergleichsportalen, kann man ableiten das die Menschen vergleichen wollen.

Sie wollten Transparenz und  unabhängige Beratung.

Beides kann  der Versicherungsagent nicht bieten... 

@MoechteAWissen

Das ist natürlich vollkommener Blödsinn, was du da schreibst. Und nein, ich bin kein Ausschließlichkeitsvermittler.

@qugart

Was stört dich denn genau ? 

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