Wie bekommt der Geschädigte unsere Selbstbeteiligung?

10 Antworten

Hallo Matthi1976,

so wie ich es sehe, geht es um deine Privathaftpflicht.

Je nach Tarifoption gibt es darin einen Zusatz für "deliktsunfähige Kinder". Die Versicherung zahlt bis Summe X, obwohl es laut Gesetz keine Verpflichtung dazu gibt.

Bei der Privathaftpflicht gibt es im Gegensatz zur Kfz-Haftpflicht keinen Direktanspruch. Gäbe des diesen Direktanspruch, müssten wir den Schadenerstz in voller Höhe an den Geschädigten auszahlen und uns die Selbstbeteiligung dann von unserem Kunden zurückholen.

Die DEVK zahlt den Schaden abzüglich der Selbstbeteiligung aus. Über die Selbstbeteiligung müsstest du dich dann mit dem Geschädigten einigen.

"Müssen" ist allerdings wieder so eine Sache, denn wenn die oben beschriebene Klausel greift, gibt es laut deiner Versicherung scheinbar gar keinen rechtlichen Anspruch auf Schadenersatz.

Du könntest es dann auch nicht zahlen und wärst rein rechtlich wohl auf der sicheren Seite;) Zwischenmenschlich steht das wohl auf einem anderen Blatt ...

Viele Grüße

Lydia vom DEVK Social Media-Team

Wenn die Versicherung aus Kulanz bezahlt, obwohl der Geschaedigte gar keinen Anspruch gegen euch als Versicherte hat (was hier wohl der Fall ist), aendert das natuerlich nichts daran, dass weiterhin kein Anspruch des Geschaedigten besteht. Ihr braucht dem gar nichts zu zahlen und die Versicherung kann von euch auch nicht den Selbstbehalt einfordern.

Es ist die freie Entscheidung der Versicherung, den Geschaedigten auch dann zu entschaedigen, wenn dieser gar keinen Anspruch auf eine Entschaedigung hat. Aus einer solchen freiwilligen Zahlung kann aber nicht ploetzlich ein Anspruch gegenueber dem Versicherten erwachsen.

Hallo und vielen Dank, das ist uns klar, dass wir theoretisch nicht bezahlen müssen. Anspruch hin oder her, unsere Tochter hat den Schaden nunmal begangen (auch wenn es natürlich keine Absicht war) und den wollen wir auch begleichen! Was kann der "Geschädigte" dafür. :-)

Es läuft wie folgt ab:

Die Versicherung bezahlt dem Geschädigten die volle schadenssumme.

Die Versicherung stellt dem Versicherten eine Rechnung über die SB aus (bzw. zieht diese per Lastschrift ein - je nach Absprache)

Zwischen Versicherten und Geschädigten gibt es nie einen direkten Geldfluss, sobald die Versicherung im Spiel ist.

Also Dich werde ich nicht als 500 Euro Joker einsetzen! :-) Das muss tatsächlich untereinander geklärt werden, die Versicherung hält sich da raus. Habe heute dort angerufen. Und nein, es ist keine "unbekannte" Versicherung, sondern eine der größten des Landes! ;-)

Da könnt ihr euch doch mit dem Geschädigten einigen, ob ihr die 250€ nun bar oder per Überweisung bezahlt. Auf jeden Fall mit Quittung.

Ihr habt eine gute Privathaftpflicht, bzw. den richtigen Tarif. Man kann die Klausel: "Schäden durch deliktunfähige Personen" auch offiziell einschließen.

Die Versicherung reguliert den gesamten Betrag und du zahlst den Selbstbehalt an die Versicherung (bzw. sie buchen es ab).

Warum sollte sie das tun? Das ergibt für die Versicherung doch null Sinn...

Genau das ist aber wie die Schadensregulierung funktioniert. Im Fokus steht der Geschädigte, welcher schnellstmöglich entschädigt werden soll. Das ist der Job der Versicherung.

Wie die Versicherung das Geld vom Verscherten bekommt ist nicht das Problem vom Geschädigten.

@Gaskutscher

Nein, so funktioniert das in der Privathaftpflicht nicht.

Dann scheinst du nicht in Deutschland zu leben. :)

Les dich mal lieber ins Thema ein. Auch zum Thema "Direktregulierung". Scheinst du auch nicht zu kennen nehme ich an? Hat nichts mit Verivox zu tun. ;)

@Gaskutscher

Der Versicherer ist dem Versicherungsnehmer gegenüber zur vertraglichen Leistung (also unter Abzug der SB) verpflichtet und dem Geschädigten gegenüber zu absolut überhaupt nichts.

Ich glaube du verwechselst das mit dem Direktanspruch des Geschädigten gegenüber dem Kfz Haftpflichtversicherer. Für die PHV gibt es einen solchen Anspruch nicht.

@Gaskutscher

und wo lebst du?

Eine Privathaftpflicht erstattet in Deutschland dem Geschädigten den Schaden abzüglich Selbstbehalt.  Den Selbstbehalt darf der Schadensverursacher dem Geschädigten überweisen.

Bitte nicht schreiben, wenn du keine Ahnung hast.

Alternativ bitte ich um die Rechtsquelle  oder entsprechenden Auszug aus den Versicherungsbedingungen.

Also Dich werde ich nicht als 500 Euro Joker einsetzen! :-) Das muss tatsächlich untereinander geklärt werden, die Versicherung hält sich da raus. Habe heute dort angerufen. Und nein, es ist keine "unbekannte" Versicherung, sondern eine der größten des Landes! ;-)

Dann hau doch mal den Namen raus.

Ich habe stets den vollen Betrag von der gegnerischen Versicherung erhalten (Unfallgegner hatte SB) bzw. bei einer Reparatur mit SB (TK) nicht extra was an die Werkstatt überweisen müssen.

@Gaskutscher

Das hab ich dir doch bereits erklärt. Du redest hier von Schäden an Autos und somit von der Kfz Haftpflichtversicherung. Dort ist es in der Tat so wie du schreibst, der Geschädigte hat einen Direktanspruch gegenüber dem Haftpflichtversicherer, dieser muss ihm den vollen Schaden erstatten und sich anschließend Regress vom Kunden zurückholen. (Dass ein Unfallgegner eine SB in seiner Kfz Haftpflicht hatte glaube ich übrigens nicht...)

In der PHV gibt es diese Regelung aber nicht.

Dass bei einem TK Schaden deine eigene Versicherung die volle Summe an die Werkstatt überweist und anschließend die SB von dir zurückverlangt glaube ich dir schlichtweg nicht. Das hab ich noch nie erlebt, dass eine Versicherung so vorgeht und ich sehe hier jedes Jahr dutzende von Kaskoschäden. Ergibt ja auch keinerlei Sinn, warum die Versicherung das machen sollte. Hier gibt es ja nicht mal einen geschädigten Dritten der das Geld bekommt. Du bezahlst mir doch auch kein Geld (wenn du dazu nicht verpflichtet bist) nur um dir dann die selbe Summe von mir zurückzuholen (und dann das Risiko einzugehen, dass ich das Geld nicht mehr habe).

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