Wie am Besten von Innen dämmen?

3 Antworten

Hallo C. Schuhmann. Ich habe nicht alles ganz genau verstanden, aber ich probiere mal was ich kann. Zu der Wand im EG: Wandaufbau sollte okay sein, nur eine Klimamembran halt ich nicht für nötig. Dafür sollte man aber wissen was für eine Bestandswand die Aussenwand ist. Eigentlich ist eine Dampfbremse/sperre an einer normalen Außenwand nicht nötig (ne nach Fassade). Du solltest mindestens einen halben Meter unter "Fußbodenniveau" im EG dämmen, damit keine Wärmebrücke besteht. Das Gleiche gilt für die EG Decke, da sollte man ringsrum eine Dämmung anbringen aussenseitig.

Zum Bad fällt mir nur ein, dass diese Purenplatten bestimmt sehr teuer sind, da sie für Detaillösungen gedacht sind und nicht zur Flächendämmung. Aber mit diesen Platten kenne ich mich nicht aus, kann also auch anders sein. Die Wände im Bad müssen nicht mit einer Dampfsperre versehen werden. Am besten verwendest du im Bad eine Latexfarbe damit kaum Feuchtigkeit durch die Decke kommt und achtest auf ausreichende Lüftung, dann wirst du nie ein Problem mit Schimmel bekommen. Ihr solltest euch mal überlegen ob ihr die Steinwolle offen im Dach einbauen wollt, denn Steinwolle verträgt sich nicht so gut mit Wasser und wenn das Dach alt ist und viel Feuchtigkeit reinkommt ist es auf Dauer nicht so toll für die Steinwolle!

Ich hoffe ich konnte dir helfen und es kommen noch ein, zwei gute Postings zu deinen Fragen!

Vielen Dank banderLok. Die Außewand die wir von innen dämmen möchten, besteht aus einem 25er Ziegelmauerwerk. Was meinst Du genau mit EG-Decke "außenseitig" ringsum Dämmung anbringen? Du meinst innen, oder? Sprich, in die Decke etwas rein und die Seitenwände etwas rein...

Die Purenplatten sind 60 cm breit und dieser Streifen ist an der Decke genau an der Außenwand geklebt, es bleibt bei diesem Streifen, es gibt keine Flächendämmung der Decke.

Bei uns hat es gestern und heute geschneit und ich war auf dem DG-Boden und da sind tatsächlich vereinzelt Schneeplacken auf den Holzdielen. Kann man die Steinwolle denn einfach mit OSB-Platten verlegen, dass sie gegen Wasser geschützt sind?

Danke und LG C. Schumann

Du hast da alles zwar gut beschrieben aber Ferndiagnosen sind immer schwierig-.. ich würde mich zusätzlich mit einem sowie einem der alten erfahrenen Bauunternehmer / Architekten oder konkred Altbausanierungsbetrieben eures Dorfes oder der Stadt sowie einem Schimmelexperten beraten der aus Eurer Gegend ist.

Die feuchtigkeit die menschen ausdünsten wird häuffig sehr unterschätzt . die Fachwelt behauptet zwar das die Dichtheit möglichst absolut sein sollte heist in einer Plastiktüte zu leben wa entweder ein inteligenten Belüftungssystem voraussetzt oder sehr konsequentes Lüften. das ist aber in der ealität häuffig schwieriger als man vermutet.

Einem alten Haus ( meins ist aus 1925 ) sollte man Rechnung tragen indem man die alte Baubiologie nutzt und bestenfalls unterstützt.. ich hab auch Duplexfolie unterm Dach jedoch einen Streifen zwischen Panelen und zum Giebel hin offen gelassen damit sich die warme meist feuchte Luft sammeln und ausdiffundieren kann. in der Energiebilanz dürfte sich das nur minimal auswirken..

Das Risiko in einen Altbau aus diesen Baujahren von innen zu dämmen halte ich für sehr hoch wenn nicht grenzwertig.. Diese Häuser sind selten dafür geeignet und es gibt auch andere Methoden wie man schon aus Denkmalgeschützten Häusern weis. bzw gelernt hat. Das muß nicht die teuerste lösung sein aber durchdacht und berechnet sollte das schon sein..

klar werden mich her wieder einige zerreissen weil die anderer meinung sind aber ich sehe das eben so.. auch wenn von aussen gedämmzt wird so ist es erforderlich von innen die wände zu öffnen bzw diffunssionsoffen zu gestalten.. Bedeutet im schlimmsten Fall oberputz Wandverkleidungen und oder tapeten runter und die wand so anschleiffen das die putzstruktur offen ist .

Dann mit mineralischen Rauputz ( noblo marmorit hab ich genommen ) verputzen und ggf mit diffusionsoffener Farbe streichen.. das marmoritmaterial ist so gut das nachträgliche streichen erst nach einigen jahren mit Sillikatfarbe eforderlich sein dürfte.

Da Fenster und Aussentüren nach Din abgedichtet sein sollten versteht sich von selbst bei Holzmaterialien / beibehaltung der alten Holzfenstern sollte jedoch auf aushärtende dichende kunststoffe verzichtet werden weil dei durch Aushärtungen eben auch an flexibilität und somit Dichtheit verlieren ( dazu gehören auch billige Bausilicone und acryl aus der billigsorte..) sondern mit zB kompriband sie Dehnfugen abgedichtet werden.

Ich will nicht sagen das ich alles richtig gemacht habe, aber ich äussere hier ledigliche meine Meinung und möchte damit bestenfalls Denkanstöße geben

Joachim

noch etwas was ich vergessen habe es gibt nix dümmeres nur Teile einer Aussenwand zu Dämmen ob nun von aussen oder innen den das führt zwangsläuffig zu Wärmebrücken oder Kältebrücken was wiederum kondensat entstehen lässt.. Folge der Schimmel kommt bestimmt nur eine frage der Zeit... Auch nicht alle PU schäume sind für fenstrabdichtungen tauglich denn schäume sind nicht alle gleich .

Glas oder steinwolle trocknet Nieh oder nicht völlig aus wenns mal feucht wurde und beginnt selbst Schimmel zu bilden.. sieht man an der schwarzen Färbung... da hilft wenn überhaupt nur ablüften ohne Ende.,.. ein weiteren problem in alten Häusern sind Wespen die insbesondere aus PU schäumen gernbe ihre Nester bauen.. bei Mir haben die mittels PU klebeschaum Notlösungsbedingt befestigte Dachziegel vor neueindeckung meines Daches so den Schaum Weggefressen / entfernt das ich nur noch gestaunt habe.. die Ausbeute einer ganzen dose war innerhalb von zwei / drei Monaten völlig verschwunden.. also immer schön nach aussen und wenn nicht ausgebaut auch innen mit zB. Putzmaterialien befestigen oder verschließen... .. Joachim

@jloethe

Danke Jloethe für Deine Tipps. Ich denke ich werde nochmal mit einem Schimmelexperten durchgehen...

In die Hohlräume würde ich Steinwolle-Dämmung empfehlen (z.B. http://www.ecofibre.de) Haben wir bei uns auch vor Jahren geacmcht und das ist bis heute super. Auch auf dem Dachboden offen kann mann die Steinwolle Einblasdämmung in der Dämmstärke gut verbauen.

Annsonsten sind die Tipps schon sehr gut, die von den anderen kamen.

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