Widerspruch täglich Pendlerfahrt zwischen Arbeit und Heimweg

5 Antworten

Hier gilt ganz klar der §121 SGBIII Zumutbarkeit

(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen. (2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt. (3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld. (4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben. (5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt hat.

Da es bei dir weit unter dem Pendelbereich liegt, sehe ich da nicht viel Möglichkeiten.

Der ''Zumutbarkeits-Paragraph'' hilft bezüglich Fahrkostenerstattung nicht weiter. Er will ja nicht die Stelle ablehnen, er will gerne die Fahrkosten. Fahrkosten (wie auch Bewerbungskosten) unterliegen Kann-Bestimmungen. Dass heißt, sie können (unter bestimmten Bedingungen!) gezahlt werden. Der Fragesteller erfüllt aber diese Bedingungen nicht (''... da die einfache Wegstrecke bei 50km liegen muß; die trifft in ihrem Falle nicht zu.''). Mal davon abgesehen, dass ich mich noch immer frage, wie er in seiner Berechnung auf so horrende Fahrkosten kommt.

Hier http://www.buzer.de/gesetz/6003/a82894.htm noch der §, der für die Fahrtkosten einschlägig ist.

Du veranschlagst ja horrende Fahrtkosten von 50 Cent pro KM! Ich verrechne meine Kunden gerade mal 30 pro Anfahrts-Kilometer als Selbständiger.

Vermutlich berechnet das AA also auch nur die Hinfahrt, und nicht mit 50 Cents, sondern auch eher mit 30. Dann wirds für die schon wieder nachvollziehbarer.

Forsch da mal nach

Mal abgesehen davon, dass Du die Voraussetzungen nicht erfüllst (einfache Strecke muss mind. 50 km betragen) ist Deine Rechnung unmöglich richtig. Super Plus kostet aktuell 1,40 €/Liter. Wenn Dein Auto 10 Liter verbraucht und Du im Monat 1200 km fährst sind das 168 € Benzinkosten je Monat. Ich habe jetzt auch noch mal Dein Bruttogehalt von 1600 € in einen Internetgehaltsrechner eingegeben. Ich habe angenommen, dass Du Steuerklasse 1 hast, keine Kinder hast und noch Kirchensteuern bezahlst. Dein Nettolohn liegt bei ca. 1110 €. Wenn Du hiervon Deine Benzinkosten abziehst bleiben Dir ca. 940 € übrig, also ca. 320 € mehr als bisher durch Dein Arbeitslosengeld. Und Du kannst Dank der Rückkehr der Pendlerpauschale Deine Fahrtkosten bei der Steuererklärung mit 1200 km à 0,30 € geltend machen. Was willst Du mehr?

es gibt die Pendlerpauschale, aber ich glaube, dass bekommst du erst nach der Einkommensteuererklärung erstattet.

Ich bekomme doch sowieso nicht 600.-€ für die fahr ich würde max. 270.-€ im Monat bekommen....

@moonrise1975

Ok, wenn du also diese Förderung bekommen würdest, dann max. 270.- €? richtig? Aber die wollen dir keine geben. Dennoch kannst du von deinem ca. Nettolohn keine 600.- € abziehen. Wie schon gesagt wurde viel zu viel. Worauf beziehen sich deine 25.- € Benzinkosten? Aufn TAG? peterkaosas rechnung ist schon plausibel!

Ich fahre mit meinen Auto in die Arbeit... 24 Arbeitstage im Monat mal durchschnittlich 25.-.€ Benzinkosten = 600.--€

Das ist aber immer noch viel zu viel berechnet. Der Literpreis benzing liegt bei 2,00 €, ja? Auf 100 km brauchst Du 10 Liter der Einfachheit halber.

Monatlich fährst du 24 mal 50 km = 1200 km, brauchst also 12 mal 10 Liter = 120 Liter, kostet also 120 mal 2€ = 240 €.

Nur mal so grob und teuer gegengerechnet...

Oder fährst du nen 5-Liter-Schlitten? Im zweiten gang? Vollgas?

''25.-.€ Benzinkosten'' <- pro Tag? Wie kommste da drauf?

@bitmap

Für 25€ fährt man gute 150 Kilometer. Und nicht nur 50km. Irgendwas passt da nicht!!

@Snapshot

Der Liter Super Plus kostet aktuell 1,40 € ...

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