Widerspruch gegenüber dem Gutachten von Amtsarzt der AfA möglich?

5 Antworten

hallo,

ja, der sozialmedizinische dienst ist durchaus in der lage aufgrund der aktenlage zu entscheiden.

da die reheberichte sehr umfassend sind, ist es oft nicht nötig, jemand persönlich zu begutachten, das ist nun mal so, seit vielen jahren.

du musst erst einmal neue medizinische befunde seit der reha nachweisen, das sich deine erwerbsfähigkeit verschlechtert hat.

ansonsten geht es nach stunden, die du noch täglich (5tage oche) irgeneine tätigkeit arbeiten kannst. und nicht in deiner letzten tätigkeit.

was du noch arbeiten kannst, dazu ist die rentenversicherung nicht verpflichtet zu schauen.

beste grüßsse

dickie59

Dein Problem besteht darin, dass für die Erwerbsminderungsrente nur noch darauf abgestellt wird, ob du weniger als 3 Stunden täglich IRGENDEINE Tätigkeit ausüben kannst. Bei einer Arbeitsleistung zwischen 3 und 6 Stunden täglich bekämst du die halbe EM-Rente.

Wenn das Krankengeld ausgelaufen ist (höchstens 78 Wochen) bleibt dann nur noch die originäre Sozialhilfe.

Ja ich meinte auch die Teil- Erwerbsminderungsrente. Ich habe ja nichts dagegen 3-5 Stunden zu arbeiten. Aber 6 Stunden und mehr bei einer 5-Tage-Woche schaffe ich nicht. Ich verstehe einfach nicht, wie der Amtsarzt so entscheiden kann ohne mich gesehen zu haben und ohne dass er den Reha-Entlassungsbericht anscheinend komplett durchliest...Meine Erfahrungen in den Praktika sind darin ja geschrieben. Das eine war 3x die Woche 5 Stunden, was gut lief! Das andere war 4x die Woche 6 Stunden, was völlig daneben gegangen ist und dann abgebrochen werden musste nach 3 Wochen, weil ich die Leistung nicht erbringen konnte (geplant waren 4 1/2 Wochen). Und wie gesagt: Ich wurde arbeitsunfähig entlassen und kann nicht von heute auf morgen 6-8 Stunden jeden Tag arbeiten. Bin auch schon über 2 Jahre krank.

Wie gesagt: Es geht mir gar nicht darum gar nicht zu arbeiten! Ich möchte nur ein gesundes Maß, was ich auch leisten kann. Deswegen verstehe ich dieses Gutachten nicht und ich möchte da irgendwie gegen vorgehen. Widerspruch erheben geht das? Mein Ziel sind diese 3-5 Stunden täglich und dabei möchte ich dann in die Nahtlosigkeitsregelung.

Hallo hanni90,

Sie schreiben unter anderem:

Widerspruch gegenüber dem Gutachten von Amtsarzt der AfA möglich?

Antwort:

Ein Widerspruch gegen Bescheide und Gutachten macht in der Regel nur dann einen Sinn, wenn Sie entsprechende Gegenbeweise in Form von aktuellen, glasklaren, detaillierten, aussagefähigen Arzt- und Entlassungsberichten präsentieren können!

So wie Sie Ihre Situation beschreiben, sind Sie derzeit arbeitsunfähig,nicht belastbar und somit dürfte Ihr Ansinnen, eine berufliche REHA anzugehen, nicht zielführend sein!

Ihre finanzielle Situation auf Grund der Ausschöpfung Ihres Krankengeldanspruchs (78 Wochen) haben Sie ggf. auch sich selbst zuzuschreiben, weil Sie nicht schon sehr viel früher bei Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt einen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente eingereicht haben!

Es ist an dieser Stelle auch nicht nachvollziehbar, warum Sie von Ihrer Krankenkasse nicht schon sehr viel früher kontaktiert worden sind, um eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen!

Ohne einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente werden Sie ggf. nicht weiterkommen!

Erwerbsminderungsrenten werden heutzutage ohnehin meistens zeitlich befristet gewährt (In der Regel maximal 3 Jahre) und dann muß ein Antrag auf Weiterbewilligung bei der DRV eingereicht werden!

In diesem Zusammenhang kommt Ihre gesundheitliche Situation erneut auf den Prüfstand!

Nebenbei habe ich bei der DRV einen Antrag auf berufliche Reha gestellt.

Antwort:

Es ist nicht nachvollziehbar, was Sie mit einem Antrag auf berufliche REHA bezwecken wollen, wenn Sie nicht arbeitsfähig und nicht belastbar sind!

Ein Gutachten vom ärztlichen Dienst des Arbeitsamtes wurde erstellt, OHNE dass der Amtsarzt mich selbst gesehen hat. Sondern nur aus Arztberichten heraus.

Antwort:

Es ist nicht ungewöhnlich, daß der Amtsarzt ein Gutachten an Hand der Aktenlage erstellt!

Die Nahtlosigkeitsregelung gilt nicht und ich muss mich dem Arbeitsmarkt voll zur Verfügung stellen um normales Arbeitslosengeld zu erhalten.

Antwort:

Sie müßen sich für einen Weg entscheiden, denn mehrere Wege zusammen, das funktioniert in der Praxis nicht!

Wenn Sie arbeitsfähig und voll belastbar sind, dann können Sie ggf. auf einer beruflichen REHA bestehen!

Wenn Sie nicht arbeitsfähig sind, dann kommt eigentlich nur der Antrag auf Erwerbsminderungsrente in Betracht!

Ein Zwischending gibt es definitiv nicht!

Mein Problem ist, ich erhalte schon jetzt 2 Monate kein Geld, weil der Antrag für alg I bei Nahtlosigleit heute entschieden worden ist- und der antrag für die berufliche Reha ist noch nicht bewilligt worden.

Antwort:

Um einen Anspruch auf diese sogenannte Nahtlosigkeitsregelung geltend machen zu können, müßen Sie natürlich auch erst einmal die Voraussetzungen dafür schaffen und das gelingt Ihnen in der Regel nur mit einem Antrag auf Erwerbsminderungsrente!

google>>

ra-buechner.de/meldungen/M121-Arbeitslosengeld-nach---125-SGB-III-muss-solange-gezahlt-werden,-bis-die-Rentenversicherung-Erwerbsminderung-positiv-festgestellt-hat-.php

Auszug:

Arbeitslosengeld nach § 125 SGB III muss solange gezahlt werden, bis die Rentenversicherung Erwerbsminderung positiv festgestellt hat.

9.9.1999 : Gesetzliche Rentenversicherung

B 11 AL 13/99 R

Die Nahtlosigkeitsregelung des § 125 SGB III begründet gegenüber der Bundesagentur für Arbeit eine Sperrwirkung;

sie verbietet der Arbeitsverwaltung, die objektive Verfügbarkeit von Arbeitslosen wegen nicht nur vorübergehenden Einschränkungen der gesundheitlichen Leistungsfähigkeit zu verneinen, bevor der zuständige Rentenversicherungsträger volle oder teilweise Erwerbsminderung  festgestellt hat.

Die subjektive Verfügbarkeit (Arbeitsbereitschaft) hat die Arbeitsverwaltung eigenständig auf der Grundlage der tatsächlichen gesundheitlichen Leistungsfähigkeit zu beurteilen und darf sich dabei auch nicht auf die Feststellungen im (ablehnenden) Rentenbescheid der Rentenversicherung berufen.

Erwerbsminderungsrente habe ich nicht beantragt, da ich ja dieses Jahr noch in eine berufliche Reha möchte und mir die med. Reha davpn abgeraten hatte, weil es dann schwer wird eine berufliche Reha zu erhalten, wenn man berentet wird. Nebenbei bin ich auch zu einem GdB von 60 schwerbehindert

Antwort:

Was Sie gerne möchten, das steht auf einen ganz anderen Blatt Papier!

Wenn Sie Leistungen aus dem Sozialsystem beziehen wollen, dann müßen Sie sich an bestimmte Spielregeln halten, sonst geht der Schuß nach hinten los!

Die Schwerbehinderung hat allerdings auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente so gut wie keinen Einfluß!

Wenn Sie nach dem 1.1.1961 geboren sind, müßen Sie glasklar nachweisen, daß Sie auch leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt auf Dauer nur noch unter 3 Stunden ausüben können!

google>>

erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

Fazit:

Schaffen Sie Fakten und beantragen Sie volle Erwerbsminderungsrente!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Ich habe einen aktuellen Bericht eines Arztes, der bescheinigt, dass ich nicht voll arbeiten kann...und geht hier um den allgemeinen Arbeitsmarkt . Das ist nochmal was ganz anderes als eine begleitete Umschulung (berufl. Reha) Außerdem hat die Reha-Einrichtung die 6 Stunden und mehr auf die Reha-Maßnahme bezogen. Steht auch im Text auf dem Bericht des Leistungsvermögenbogens.

Da ich einen Antrag auf die berufl. Reha gestellt habe, kann die Nahtlosigkeitsregelung auch greifen. da brauch ich keinen Antrag auf EMR. Das weiß ich bereits

Ergänzende Tipps zum Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente:

https://youtu.be/lT893J4l_Co

Wende Dich doch mal mit allen Unterlagen an Dein Integrationsamt, evtl. können die Dir weiterhelfen   viel Glück

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