WG-Mitglied als Haushaltshilfe/Minijob?

4 Antworten

Ich bin verheiratet, dennoch wird uns beiden eine Bedarfsgemeinschaft von der Arbeitsagentur unterstellt.

Für diese wäre die Agentur beweislastig, wenn die gemeinsame Meldeadresse noch keine 12 Monate besteht und selbst wenn sollte man einer solchen Einstufung fristwahrend widersprechen.

Gegen Bescheide gibt es Rechtmittel, die man einlegen sollte. Auch vor dem Sozialgericht kann man umsonst klagen.

Sie braucht vor allem mal sozialrechtliche Beratung.

Gegen deinen Vorschlag ist nichts einzuwenden. Nur muss sie von dem Gehalt was du ihr zahlst auch ihre Krankenkasse selber bezahlen (ca. 175,- €) und 13,7% RV-Beitrag.

Daher verstehe ich nicht welchen Sinn für sie eine geringfügige Beschäftigung haben sollte.

Ich verstehe nicht, warum euch eine Bedarfsgemeinschaft angerechnet wird. Dagegen würde ich auf jeden Fall Beschwerde einlegen

Ich denke das es schwierig sein wird das einem zu erklären. Insbesondere den Behörden.

Das du sie beschäftigen möchtest ist ja an sich gut. Aber eure gleichen Adresse wird wohl das Problem sein. 

Prinzipiell kann es ja vorkommen das die Adresse in so einer Konstellation gleich ist, aber nicht wenn es dann auch ein und die selbe Wohnung ist.

Niemand wird euch das abkaufen.

Und warum nicht?

Allein die "Bedarfsgemeinschaft" ist doch schon in Frage zu stellen, wenn er verheiratet ist. Selbst Verwandte darf man geringfügig anstellen, das hat mit der Wohnadresse gar nichts zu tun.

Die Wohnbereiche werden hier ja irgendwie getrennt sein, denke ich jedenfalls.

Entscheidend ist, dass die Beschäftigung einem Fremdvergleich standhält (d.h. sie wirklich für für den Fragesteller tätig ist, also auch seinen Wohnungsbereich reinigt etc.) und das Arbeitsverhältnis auch wirklich ausgeführt wird, also auch, dass das Geld wirklich gezahlt und nicht irgendwie verrechnet wird.

@Zappzappzapp

Nun, im Prinzip gebe ich da vollkommen recht. Meine Erfahrung mit denen ist jedoch eine völlig andere.

@AlterHaudegen75

Ja, ist wohl möglich, dass sich da mal ein Sachbearbeiter ein wenig abarbeiten möchte, aber die Rechtslage ist denke ich eindeutig.

Es wird dann eben nur leider etwas mühsamer, sein Recht durchzusetzen.

"...wird uns beiden eine Bedarfsgemeinschaft von der Arbeitsagentur unterstellt."
=> Es obliegt den Betroffenen, die behördliche Vermutung zu widerlegen. 
     Für das Vorliegen der Vermutungs-Tatsache ist die Behörde darlegungs-
     und beweispflichtig.
Pflicht zur Krankenversicherung für alle bedeutet, dass auch die WG-Mitbewohnerin seit 2009 KV-Beiträge entrichten muss.Nachzahlung max. für 16 Monate. Das sind dann schon mal leicht 3000 €. 
Die Nachzahlung wird auch bei neuem Minijob nicht hinfällig.
Ob eine (vermutete) Bedarfsgemeinschaft ein Arbeitsverhältnis (mini) ausschließt, sollte hier ein Jurist beantworten.

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