Weshalb benötigt man einen Rechtspfleger?

4 Antworten

Du als Privatperson "brauchst" überhaupt keinen Rechtspfleger. Allein schon, weil es nicht deren Aufgabe ist, für dich Texte zu verfassen. Rechtspfleger werden zwar auch an der Rechtsantragstelle eingesetzt, um Schriftsätze aufzunehmen, aber solch eine umfassende Betreuung, wie es scheinbar beim älteren Herr üblich war, ist nicht vorgesehen. Denn dafür gibt es Rechtsanwälte. Aus diesem Grund frag ich mich auch, wieso deine Rechtsanwältin dich an die Rechtsantragstelle verweist. Für dich den Prozess zu führen und Schreiben zu formulieren ist schließlich ihr Job. Notfalls kannst du die Schriftsätze auch selbst einreichen. Dass diese ein Rechtspfleger oder Rechtsanwalt verfasst hat, begründet keinen Mehrwert.

Also braucht man keinen Rechtspfleger? Warum schafft man die dann nicht ab?

Du kannst einem Rechtspfleger zwar Sachverhalte usw. zur Niederschrift erklären, aber das Aufsetzen von Schriftsätzen ist Aufgabe deiner Rechtsanwältin, nicht des Rechtspflegers bzw. der Rechtspflegerin.

Falsch. Schriftsätze kann man selber aufsetzen.

@lachs4709

Sicher kann man das. Man kann als juristischer Laie damit aber auch furchtbar auf den Bauch fallen. Das ist dir doch anscheinend passiert.

@PatrickLassan

Nein, es ist passiert weil Sie das was ich richtigerweise sagte nicht aufgenommen hat.

Wie ich sehe, hast du studiert und bist also der deutschen Sprache mächtig. Da stellt sich für mich die Frage: Warum läßt du einem Rechtspfleger den Schriftsatz aufnehmen. Besonders, wenn du mit dem Inhalt dann so nicht einverstanden bist. Da würde ich es doch gleich selber machen.

Rechtspfleger haben auch noch sehr viel mehr Aufgaben als nur Schriftsätze aufzunehmen. Kannst du ja einfach mal googeln. 

Bei der Ausbildung zum Rechtspfleger handelt es sich um ein duales Studium und das ist schon recht umfangreich. 

Warum ich es aufnehmen lies. Meine Rechtsanwältin hat mir das geraten. Früher habe ich das immer selbt gemacht, war besser. Aber hab halt auf die Rechtsanwältin gehört. Beratung der Rechtsanwältin hat Versicherung übernommen. Hat mir aber ehrlich gesagt nichts genutzt. Ich musste ihr Dinge erklären, die Sie später eingesehen hat und hat gesagt ja stimmt, können Sie so machen. Ich habe mich im WEG-Recht besser ausgekannt als Sie. Wäre besser gewesen meine Versicherung hätte keine Beratung bezahlt, wäre ich nicht auf dumme Gedanken gekommen und zu einem Rechtsanwalt gegangen und ich hätte alles selbst gemacht. Und natürlcich wäre ich auch nicht zu einer Rechtspflegerin gegangen.

Weil es meine Rechtsanwältin gesagt hat, dass die Rechtspflegerin das aufnimmt. Die hat es einfach nicht geschrieben und gebacken bekommen, da Sie es einfach nicht verstanden hat. Hätte Sie es aufgenommen, hätte ich auch alles gewonnen, so nur die Hälfte, eben das was sie aufgenommen hat.

Wäre besser gewesen ich wäre nicht zur Rechtsanwältin und hätte alles selbst gemacht so wie früher auch. Da ich aber zur Beratung dummerweise auch noch Rechtsschutz versichert war, bin ich logischerweise zur Rechtsanwältin, da ich nichts bezahelen musste für Beratung und diese hat sich im WEG-Recht auch nicht ausgekannt. Ich musste ihr alles vorkauen und sagen, ob man das so nicht einklagen kann. Erst nach längerer Diskussion ist ihr eingefallen, dass man das so machen kann. War halt ne Familienrechtsanwältin und sowas ist gleich schlecht.

Wäre besser gewesen, ich hätte überhaupt keine Versicherung gehabt.

@lachs4709

Ich lasse mich auch schon mal von einem Rechtsanwalt beraten, suche mir dann aber immer die entsprechende Fachrichtung heraus. Kein Anwalt kennt sich überall aus. Das ist auch normal.     Da musst du dir schon den richtigen heraus suchen. 

Die Versicherung hat aber ja sicher nicht gesagt, dass du zu einem Anwalt musst. Du kannst so etwas doch gleich alleine machen.

Der Fehler liegt hier sicher nicht bei der Versicherung.

@Heidrun1962a

Mir wurde die Rechtsanwaltskanzlei von der huk empfohlen. Zuerst ging ich in die kanzlei zu einem Anwalt. Der sagte dann, dass er sich im WEG-Recht nicht so gut auskennt und dass die sache sehr verzwickt ist, hat wohl da neu angefangen. Dann sagte er, dass es noch eine andere Rechtsanwältin gibt, welche man dann zu Rate zieht. Dann hatte ich noch zwei weitere Termine mit der Rechtsanwältin und dem Rechtsanwalt. Er wurde wahrscheinlich eingelernt. Leider hat sich die rechtsanwältin noch schlechter ausgekannt wie der einzulernende Rechtsanwalt.

Was kann mann da schon machen. Hätte ich nicht auf die huk gehört und gleich meinen eigenen Anwalt genommen. Konnte ich aber nicht wissen und wenn man merkt, dass sich der erste Rechtsanwalt nicht so gut auskennt und es wird einem nur ein Rechtsanwalt bezahlt kann man auch schlecht den Rechtsanwalt wechseln.

War völlig unverschuldet von mir.

@lachs4709

na ja unverschuldet?! Wenn ich einen Anwalt aufsuche, dann schaue ich schon hin was für ein Fachgebiet er hat.

Wenn mir ein Freund einen Dermatologen empfiehlt, dann gehe ich mit einem Beinbruch auch nicht zu ihm.

Soweit bin ich schon erwachsen und weiß wohin ich gehen muss.

Ist recht umfangreich.

Und die Rechtspflegerin wusste nicht einmal dass wenn der AG beim Vorstellungsgespräch keine Fahrtkosten bezahlt, dass das Arbeitsgericht zuständig ist. Sie meinte, dass das Amtsgericht zuständig ist und schickte es fälschlicherweise dorthin.

Und die behauptest jetzt, die hätten eine umfangreiche Ausbildung und wissen nicht einmal die Zuständigkeit. Desweiteren behauptete die Rechtspflegerin, dass sie mich rechtlich nicht beraten darf und ich mir das Geld sparen kann und sie mir aber soviel sagen kann, dass ich das Verfahren verlieren werde.

Ich habe aber das Verfahren gewonnen und es wurde vom Amtsgericht an das Arbeitsgericht geschickt.

Weshalb warst du denn widerholt bei einem Rechtspfleger? Er hat ja eigentlich nicht die Aufgabe Schriftsätze aufzunehmen und die dem Gericht  vorzulegen. Die kannst du - wie der Inhalt auch sein soll - selber aufsetzen oder auch über deinen Rechtsanwalt aufsezten lassen. Rechtsanwalte machen das auch gerne, denn dafür werden sie bezahlt. Für Rechtspfleger brauchst du allerdings nichts zu bezahlen.

Begründungen schreiben für das Gericht gehören nicht dazu, jedenfalls nicht, wie du sie hier darstellst.

Rechtspfleger haben folgende Aufgaben:

  • Nachlassrecht,
  • Betreuungsrecht,
  • Vormundschaftsrecht,
  • Familiensachen,
  • Grundbuchrecht,
  • Registerrecht bestehend aus:Handelsregister,Genossenschaftsregister,Vereinsregister, etc. 

Das sind ihre Hauptaufgaben und dafür sind sie auch wichtig. 


Wenn du eine Klage verloren hast, dann liegt es bestimmt nicht an einem Rechtspflegers.

Ja, Rechtsanwälte machen das gerne, denn dafür werden Sie bezahlt.

Weißt Du eigentlich, dass ich das dann bezahlen muss?

Es ist sehr wohl die Aufgabe eines Rechtspflegers Schriftsätze aufzunehmen, dafür sind Sie da und haben auch extra dafür Sprechstunde.

@lachs4709

und wieso schickt der Rechtsanwalt dich dann weg und macht es nicht selber?

Wieso setzt den Schriftsatz nicht selber auf, wenn du genau weißt, was du da drin haben willst?

@webya

Die Rechtsanwältin machte das deshalb nicht, da ich mit der Versicherung nur eine Beratung bezhalt bekommen habe.

@lachs4709

Also wollte das die Rechtschutzversicherung das nicht bezahlen.

Du kannst aber ja selber den Schriftsatz selber aufsetzen. Das sollte doch kein Problem sein. 

Hahaha. Weshalb wird dann von den Rechtsanwälten und Richtern gesagt dass man einen Schriftsatz aufnehmen lassen kann beim Rechtspfleger? Du bist doch überhaupt kein Rechtspfleger, woher willst du das wissen?

@atlas100

Als Rechtspfleger nehme ich genau das auf, was man mir diktiert. Ich darf nicht meine eigenen Gedanken oder Zusammenfassungen dort hin bringen. Dazu ist der Antragsteller (also du) zuständig. Ansonsten musst du zu einem Rechtsanwalt gehen und der ist dann dafür verantwortlich, dass genau das in dem Antrag drin steht, was du auch drin haben möchtest. Der ist ggf. auch dafür haftbar.

Ein Rechtspfleger ist kein kostenloser Anwalt für dich. Dafür ist er nicht da. Dazu hat er auch keine Ausbildung.

Warum schreibst du denn den Schriftsatz nicht selber und gibst ihn bei Gericht ab. Sollte doch leicht für dich sein. Dann muss es auch nicht 10 mal ausgedruckt werden.

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