Werden Privatversicherte wirklich bevorzugt?

5 Antworten

Ich privat versichert und kann die kleinen Vorteile bestätigen. Es ist aber nicht so, daß Ärzte FÜR Privatpatienten mehr Geld bekommen für die gleiche Leistung, sondern VON ihnen. Denn private Krankenversicherungen arbeiten Gewinnorientiert. Ein wenig entgeht mir da der Sinn. Warum bezahl ich so viel, obwohl kaum etwas besser ist? Im Krankenhaus ist das Essen nur teilweise besser. Die Ärzte nehmen sich nicht viel mehr Zeit, aber Sie versuchen einem verstärkt Behandlungen anzudrehen, die vielleicht garnicht sinnvoll sind, aber kostspielig. Ich habe keine Ahnung warum es so ist, und ich muß sagen: Es ist falsch. Gleiche Leistung, gleiches Geld. So wie es jetzt aussieht, finanzieren die privat Versicherten die Gesundheitsreform. Ich zahle rund 1000 Euro für meine Familie im Monat für Gesundheitskosten, wenn ich alles zusammenrechne. Dafür kriegen tue ich bestimmt nicht das doppelte, was ein Kassenpatient bekommt. Ein Kinderarzt bekommt beispielsweise für ein gesetzlich versichertes Kind im Quartal 30 Euro. Ein privat versichertes kostet die Eltern pro Monat 70... das sind 210 im Quartal ... wobei die meisten Kinder auch wirklich nur beim Kinderazt Kosten verursachen. Aber mit 30 Euro kommt man nicht weit... da hat man gerade mal guten Tag gesagt, oder telefonisch sich 5 Minuten was erklären lassen. Eine freiwillige Versicherung bei der AOK kostet für die ganze Familie 500-600 Euro monatlich... wie machen die das, wenn doch die Leute die das bezahlen müssen, die ausgleichen müssen die zu wenig verdienen um das aufbringen zu können? Antwort: Sie zahlen weniger an die Ärzte und Krankenhäuser... VIEL weniger. unter 50% von dem was ein privat Versicherter zahlen muß. Denn sie zahlen Faktor 1 und ich zahle meist Faktor 2,2 Kann mir wer sagen warum? Weil ich früher dran komm? Der Arzt netter ist? Die Zähne besser aussehen? Sicher nicht. Kann ich zurück in eine gesetzliche Kasse? Nein. Nicht ohne unterbezahlte Arbeit. Warum? Wo doch die gesetzliche glücklich sein könnte einen maximal Zahler zu bekommen? Oder? Falsch gedacht.

Ohne privat Versicherte würde das System nicht funktionieren. Da bin ich mir recht sicher. Keiner würde freiwillig Arzt werden. Außer er hat einen Helferkomplex ;)

Machen wir uns nichts vor - klar ist das so! Da kann man dazu stehen wie man will. Der Arzt kriegt mehr Geld für Private Patienten und deswegen liegt es nahe, dass Private besser behandelt werden. Wenn es nur um eine halbe Stunde warten geht, kann ich damit leben. Aber meine Befürchtungen für die Zukunft gehen da erheblich weiter, speziell was teurere Behandlungen angeht.

Ja, ich bin selst ein "PKV". Das wirkt sich bei fast allen Ärzten, Praxen, Hospitalen so aus. Aber es gibt auch Ärzte, welche (fast - vielleicht aber einen kleinen Unterschied machen) - aber in der Regel standfest bleiben, und "gesetzlich Versicherte" wie auch "PKV´s" GLEICH behandeln/bevorzugen. Habe ich selbst erlebt und ziehe vor diesen Ärzten wirklich den Hut (sind wir nich Alle gleich? JA!) Aber- es gibt eine 2-Klassen-Gesellschaft, leider

Bei einem Privatversicherten kann der Arzt für die gleiche Leistung mehr Geld verlangen. Ausserdem werden auch Untersuchungen bezahlt, die die gesetzliche Kasse nicht übernehmen würde. Die Abrechnung erfolgt zeitnah. Viele Ärzte schicken dem Privatpatienten gleich nach der Behandlung eine Rechnung. Das könnten mögliche Gründe dafür sein, dass in der Praxis Private bevorzugt werden damit diese nicht auf die Idee kommen den Arzt zu wechseln.

Gestern erst passiert. Ich wollte einen Termin bei einem Facharzt. Anfang August. Zum Test hat meine Kollegin angerufen und sich als Privat versichert ausgegenben. Termin nächste Woche. Find ich echt toll. Heute hab ich meine Kasse informiert.

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