Werden Miterben beim Erbe ausschlagen benachrichtigt?

5 Antworten

Zunächstmal zur Wirkung der Ausschlagung, da hier falsche Antworten gegeben wurden. Schlägt ein Erbe aus, dann fällt das Erbe den an, der berufen wäre hätte der Ausschlagende den Erbfall nicht erlebt.

Der neue Erbe wird, sofern bekannt vom Nachlassgericht angeschrieben. Man beachte, das für die Ausschlagungsfrist des neuen Erben aber nicht (allein)  entscheidend ist, wann man da einen Brief bekommt. Die Frist beginnt vielmehr mit der Kenntnis. Diese Kenntnis kann man durch einen Brief von Nachlassgericht erhalten, aber eben auf auf vielen anderen Wegen. 

Außerdem haften die Erben a priori als Gesamtschuldner, d.h. es ist egal wie hoch der Erbteil ist, ein Gläubiger kann sich an jeden Erben halten.

Erben können die Haftung durch einen Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz auf den Nachlass begrenzen. Ist die Überschuldung aber bereits bekannt, ist die Auschlagung die einfacherere, billigiere, stressfreiere und sicherere Variante nicht für die Schulden haften zu müssen.

Ja.

Der Erbteil desjenigen, der ausschlägt, verteilt sich dann zu gleichen Teilen auf die anderen Erben. Und zwar positiv (also wenn es was zu erben gibt) genauso, wie negativ (also wenn Schulden da sind).


Muss nochmal nachhaken: Gesetzt der Fall, das Erbe ist überschuldet und die anderen Erben schlagen aus, wie und von wem wird dann der verbleibende Erbe in Kenntniss davon gesetzt (der ja sonst die ganzen Schulden bekäme), dass die anderen Erben ausgeschlagen haben, wenn sie es ihm nicht mitgeteilt haben? Bewerkstelligt das das Notariat, dass die anderen Erben ausgeschlagen haben?

Ja das Erbe verteilt sich ja auf die verbleienden Erben.

Díe Antwort ichweisnix ist richtig, jedoch kann er doch jetzt sein Erbe ausschlagen.

Mit freundl. Gruß

Bley 1914

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