Werde ich exmatrikuliert? HILFE!?

3 Antworten

Was bei einem Täuschungsversuch passiert, ergibt sich aus dem Hochschulgesetz des Bundeslandes bzw. aus der Prüfungsordnung der Hochschule. Es kommt meist auf die Schwere des Täuschungsversuchs an. Grundsätzlich wäre es schon möglich, dass ein so gravierender Täuschungsversuch festgestellt wird, dass der Prüfungsanspruch aberkannt wird. Das war es dann mit dem Studium, also wird man danach auch exmatrikuliert.

Als Beispiel ein entsprechender Hinweis der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg: https://www.ph-ludwigsburg.de/8633.html

Wie es an deiner Hochschule bzw. in deinem Bundesland aussieht, müsstest du mal nachlesen.

Danke für die Antwort! Jedoch, ist es in meinem Fall doch kein direktes Ermogeln einer besseren Note, wie es in dem von dir verlinkten Text steht, wie z.B. durch Plagiate oder Spickerei...

@Kimonoritter

Was man juristisch alles unter dem Begriff des Täuschungsversuchs verstehen kann, kann ich dir nicht genau sagen. Dazu kenne ich mich mit Hochschulrecht nicht gut genug aus. Aber immerhin hast du versucht, die Klausur nachträglich zu verändern, ob zum positiven oder zum negativen.

Ich würde an deiner Stelle am besten morgen mal das Gespräch mit deiner Hochschule suchen. Versuch herauszufinden, wer für die Angelegenheit zuständig ist und kläre mit dieser Person, wie die genauen Folgen dieser Aktion aussehen könnten und was die Rechtsgrundlage dafür ist. Falls sich eine Möglichkeit ergibt, das wieder auszubügeln, dann solltest du darüber nachdenken. Ob es tatsächlich zur Exmatrikulation käme oder ob es bei einem sehr, sehr bösen Blick bliebe - letztendlich wirst du für diese Aktion grade stehen müssen. Durch die Flucht nach vorne siehst du zumindest bald klarer und machst dich nicht noch zusätzlich verrückt.

Falls es wirklich zur Exmatrikulation käme, solltest du dich vielleicht mit einem Rechtsanwalt (vorzugsweise einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht) zusammensetzen und klären, ob das alles so seine Richtigkeit hat. Wenn du kein Geld für einen Anwalt hast, könntest du beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen (geht aber soweit ich weiß nicht schon mal vorab, sondern erst mit Zustellung eines Bescheides).

Wie das entschieden wird, liegt letztlich beim Prüfungsausschuss. Ich gehe persönlich nicht davon aus, dass ein einmaliges Vergehen in dieser Richtung als besonders schwerwiegender Täuschungsversuch gewertet wird, der den Abbruch des gesamten Studiums rechtfertigt.

Sollte es in diesem Fall zu einer Anhörung kommen, dann zeige dich auf jeden Fall einsichtig und wälze die Verantwortung nicht auf deine Kommilitonen ab.

Zudem hast du natürlich bei jeder Entscheidung der Universität ein Widerspruchsrecht.

Mit Täuschungsversuchen ist einfach nicht zu spaßen. Damit eröffnet man sich keine Türen, die sonst verschlossen blieben, ganz im Gegenteil. Das nächste Mal, wenn du dich nicht ausreichend vorbereitet fühlst, tritt die Prüfung nicht an und kassiere den Fehlversuch oder melde dich erst gar nicht für sie an.

Du hast Recht, ich danke dir für deine Antwort!

Mach nur immer schön das was dir andere erzählen und einreden und bloß nicht selbst den Kopf einschalten. Der "Aufsichtstyp" der wohl vom Prüfungsamt ist hat mit Sicherheit mehr zu reden und Ahnung als der Kollege.

Ja natürlich hat er mehr zu sagen, jedoch interessiere ich mich hier für das Rechtliche, also inwiefern das möglich ist mit dem Verweis.