Werbungskosten Kleinunternehmer, Steuererklärung

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei Gewerbetreibenden gibt es keinen Betriebsausgabenpauschbetrag, du mußt eine Einnahme-Überschußrechnung machen.

Vielen Dank - das war eigentlich da Einzige, was ich wissen wollte (ob so einen Betriebsausgabenpauschbetrag gibt).

Der Rest war mir völlig klar - Ich glaube die Antwort von Imker2306 die ganze Diskussion in eine falsche Richtung geleitet hat ;) Trotzdem nochmals vielen Dank an Alle!

Werbungskosten ist in diesem Zusammenhang zwar nicht der richtige Begriff. Es sollte schlicht Betriebsausgaben heissen. Das Prinzip ist aber das gleiche, nämlich das die Ausgaben für Werbung von Ihren Einnahmen bei der Gewinnermittlung abgezogen werden und daher den Gewinn mindern.

Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG spielt dabei keine Rolle.

Ihr Gewinn ermittelt sich nach § 4 Absatz 3 EStG durch sog Einnahmen-/Überschußrechnung. Sie ermitteln also ihren Gewinn indem sie die betrieblich veranlassten Ausgaben von den Einnahmen abziehen.

Das richtet sich danach, ob Sie Gewinn erzielt haben und dafür Steuern gezahlt haben:

  1. Im laufenden Geschäftsjahr wird der zu versteuernde Gewinn ermittelt, indem Sie

- Ihre Einnahmen ermitteln - davon Ausgaben wie zum Beispiel die für die Werbung abziehen

Falls das Ergebnis positiv ist haben Sie Gewinn. Der ist zu versteuern. Die Höhe der Einkommenssteuer hängt von der Höhe des Gewinns ab.

  1. Das Finanzamt zahlt Ihnen kein Geld zurück, es sei denn, Sie haben für das laufende Jahr Vorauszahlungen auf die zu zahlende Einkommenssteuer entrichtet.

Quelle:

http://www.luebeckonline.com/forum/topic/930-kann-ich-als-kleinunternehmer-werbungskosten-geltend-machen-und-wenn-wie-muss-ich-die-ausweisen/

Würde ich auch sagen. EÜR mit Kosten der Klasse 3-4, Erlöse mit Kontenklasse 8. Abschreibungen AfA auf Investionsgüter mit Minderung der Steuerlast

Alle Ausgaben schmälern den Gewinn.

Bei Bedarf auch die Buchungen mitschicken & Belege, sonst extrahiert man aus der laufenden Buchhaltung die EÜR

Wenn man zusätzlich als Arbeitnehmer tätig ist & noch Werbungskosten hat & dies nur als Nebengewerbe betreibt, fließen Gewinn oder Verlust aus dem Gewerbe noch in die Einkommenssteuer ein

Unabhängig von der Anwendungvon § 19 UStG muss jeder Gewerbetreibende mindestens eine EÜR erstellen, aus der seine Ein- und Ausgaben sowie natürlich der zu versteuernde Gewinn hervorgehen. In diesem Rahmen sind alle betrieblich bedingten Ausgaben als Betriebsausgaben aufzuführen, und mindern so den Gewinn (Anlage G und Anlage EÜR). Übrigens ist auch die Abgabe einer USt-Erkärung Pflicht!

Hallo zusammen, ist es nicht so, daß man bei der Kleinunternehmerregelung bis 17000€ keine Steuer abführt. Deshalb auch keine Mehrwertsteuer ausweist? Auf der anderen Seite aber auch keine Steuern erstattet bekommt? MfG

Was hat die Anwendung von §19 UStG mit der Einkommensteuer zu tun? Wer die Sonderregelung nutzt, darf in seinen Rechnungen keine MWST ausweisen und führt auch keine USt an das Finanzamt ab. Im Gegenzug kann er aber auch keine VSt geltend machen. Das ändert aber doch nichts daran, dass der Gewinn aus der Unternehmung steuerpflichtig ist.

@FordPrefect

Ja alles richtig, es ging doch primär darum ob er Werbungskosten erstattet bekommt. Wenn man jedoch nach §19 veranlagt wird, also keine Umatzsteuer abführt kann man sicher auch keine Werbungskosten zurück bekommen. Bin aber auf dem Gebiet kein fachmann und will mich nicht streiten, war nur so mein Gedanke! MfG

@ imker 2306:

Du verwechselst Umsatzsteuer und Einkommensteuer. Bei der Einkommensteuer gibt es keine 'Kleinunternehmerregel'. Übrigens haben Gewerbetreibende auch keine Werbungskosten, sondern Betriebsausgaben, und das Finanzamt erstattet bei einer Überzahlung Steuern, aber weder Werbungskosten noch Betriebsausgaben.

Was möchtest Du wissen?