Wer trägt die Kosten für fehlenden Bodenbelag in einer Wohnung?

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Jetzt zum eigentlichen Punkt. Ich musste im Schlafzimmer und Abstellkammer die Böden neu verlegen, weil schlichtweg der Vermieter wegen unzumutbarem Zustand der alten Teppichböden diese herausgerissen hat. Jetzt ist die Frage wer kommt für die Kosten der neuen Böden auf ?

Ist der Bodenbelag Bestandteil eines Mietvertrages, dann ist der Vermieter zuständig.

Hier gilt zwar, das mündliche Mietverträge auch gültig sind und ein Bodenbelag drin war, aber sie haben ohne Erlaubnis und ohne vorherige Mängelanzeige den Bodenbelag erneuert und somit muss der Vermieter auch nichts zahlen.

Als ich die Wohnung angefangen habe zu renovieren war kein Boden im Schlafzimmer und Abstellkammer. Nur blanker Beton. Der Vermieter kann mir ja nicht eine Wohnung ohne Bodenbelag überlassen. Er müsste doch für einen Belag sorgen müssen oder Kosten/teilkosten übernehmen oder nicht ?

@Crashdummy87

Die Anmietung findet so wie besichtigt und übergeben statt, das ist der vertraglich vereinbarte Zustand, alles andere muss ausdrücklich individuell vereinbart werden. Und wenn die Wohnung mit nacktem Estrich angemietet wurde und es keine weiteren Vereinbarungen gibt, ist das so, dann ist das Deine Sache...

Also (ein fehlender Bodenbelag verursacht eigentlich keine Kosten und) der Vermieter sollte doch für einen erforderlichen Belag auch die Kosten übernehmen, wenn es bisher dort so üblich war. Ich kenne viele Vermieter, die aus verständlichen Gründen die Mietgegenstände ohne so einen Belag vermieten und dadurch bedingt natürlich viel Geld sparen. Rede also mit dem Vermieter, weil ja schon eine Menge investiert wurde.

Es ist durchaus üblich, dass Wohnungen ohne Bodenbelag vermietet werden. In Deinem Fall waren die Teppichböden wohl auch die Böden, die irgendwann der Vormieter hat verlegen lassen und diese wurden mit der Räumung raus gerissen.

Vorteil für Mieter: Sie wählen sich die Böden nach ihrem Geschmack und Qualitätsanspruch aus und können sie erneuern, wann immer sie wollen.

Nachteil: Kosten müssen sie selbst tragen und falls sie irgendwann nach nicht allzu langer Zeit ausziehen, finden sie womöglich keinen, der ihnen noch was für die Böden gibt. (Es gibt auch Böden, die man wieder rausnehmen und woanders neu verlegen kann.)

Falls der Vermieter die Kosten nicht übernehmen will, wenigstens eine Vereinbarung treffen, dass der Vermeiter bei Auszug in Abhängigkeit von der Wohndauer weitgehend unbeschädigte Böden ablöst. Z. B. Abschlag 15 % pro Jahr.

Diese Frage kann Dir nur der Vermieter beantworten, da ihr noch keine schriftliche Abmachung getroffen habt.

wenn Du Pech hast bleibst Du auf den Kosten sitzen.

Offensichtlich ist der alte Fußbodenbelag fest verlegt gewesen und herausgerissen worden. In diesem Zustand haben sie die Wohnung übernommen. Entweder sieben fordern den Vermieter auf, das zu ändern (auf seine Kosten) oder sie machen das selbst. Wenn sie das selbst machen und keine schriftliche Genehmigung des Vermieters dafür haben, dann müssen sie das selbst bezahlen.

Außerdem sollten sie sich umgehend um einen schriftlichen Mietvertrag bemühen. Denn weder die mündliche Absprachen auch die Übergabe des Schlüssels berechtigen sie, in der Wohnung zu wohnen. Der Vermieter kann sie also innerhalb von 1 Minute vor die Tür setzen.

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