wer trägt die kosten für einen pflichtverteidiger?

4 Antworten

sicher, du hast keinen RA benannt, damit wird dir ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Der arbeitet auch nicht umsonst.

Du kannst Prozeßkostenhilfe beim Amtsgericht beantragen.

Die gibt es nicht in Strafverfahren und auch nicht im Nachhinein.

Bei einer Verurteilung muss der Verurteilte den Pflichtverteidiger bezahlen bzw. genauer gesagt, der Landeskasse die Kosten erstatten, da diese in Vorleistung geht. Bei einem Freispruch trägt die Staatskasse die Kosten alleine.

In deinem Fall handelt es sich um einen Teilfreispruch. Du musst also die Kosten tragen, die auf den Teil der Anklage fallen, wegen dem du verurteilt worden bist. Dazu wird vom Gericht intern eine Differenzberechnung angestellt.

Eine Zahlungspflicht besteht also, allerdings besteht auch die Möglichkeit eine Ratenzahlung/Stundung zu erreichen, worauf sich das Land oft einlässt. Im schlimmsten Fall drohen dir Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, die aber beim Leben von Sozialhilfe relativ schnell eingestellt werden würden. Eine Haftstrafe o.ä. droht nicht. Lediglich wenn du die Geldstrafe nicht bezahlst.

so isses

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