Wer trägt die Kosten bei einem Mahnbescheid.

5 Antworten

Die Kosten für den Mahnbescheid trägst erst einmal der Antragsteller. Diese können aber (falls berechtigt) auch dem Schuldner auferlegt werden. Einen Mahnbescheid zu bekommen bzw. zu erlassen ist absolut kein Problem. Zum Gericht gehen, Faormulare holen, ausfüllen, abgeben! Das wars. Ob das ganze nun sachlich und juristisch korrekt ist, wird erst einnal nicht geprüft. Deswegen kannst du ja Widerspruch gegen diesen einlegen!

Man kann das Formular herunterladen. 35€ Postversandfreimachung kostet es.

ja das geht, wenn du die ware bekommen hast. hast du da nichts bestellt oder bekommen kannst du da widerspruch gegen einlegen. dann muss der antragsteller klagen und beweisen das du etwas bekommen hast. kann er das wird das dann aber teuer

In diesem Fall ist keine Rechnung gekommen und auch keine Mahnung, wie gesagt das ist 2 Jahre her und wir sind sicher, dass da nichts offen ist. Das wird aber noch geprüft. Die Frage war halt allgemein, ob man etwas Liefern kann ohne Rechnung und ohne Mahnung und dann dem Kunden irgendwann mal nen Mahnbescheid zustellen kann, ohne vorherige Fristsetzung oder Erinnerung. Vielen Dank

@Verheugen

Das mit den Kosten könnte tatsächlich zum Problem werden für die Gegenseite, nämlich dann, wenn du noch gar nicht in Verzug gesetzt wurdest. Kannst du dich denn gar nicht daran erinnern, um was für eine Sache es da ging? Vielleicht hast du einen Vertrag mit AGB abgeschlossen, wo etwas zu Zahlungsbedingungen geregelt war?

@karo13

In den Verzug wurden wir auf keinen Fall gesetzt. Es geht auch nur um einen (für uns) sehr kleinen Betrag von unter 150 Euro. Ein explizierter Vertrag mit irgendwelchen AGB's wurde nicht geschlossen.

Wie bereits mitgeteilt wurde, muss der Antragsteller erstmal die Gerichtskosten für den Mahnbescheid tragen. Die Kosten für die Anwälte trägt der Antragsteller bis dahin auch selbst, genauso wenn du jetzt einen Anwalt nimmst. Im Ideafall hast du eine Rechtschutzverischerung und kannst damit zum Anwalt gehen. Dies verursacht erstmal keine weiteren Kosten für dich. Wichtig ist, dass man innerhalb der 2 Wochen Widerspruch einlegt, dass der Gegner keinen Vollstreckungsbescheid erhält. Denn wenn er diesen VB hat, kann er in die Zwangsvollstreckung gehen. D.h. die könnten jederzeit Pfänden. Nun zum Ablauf, wenn es sich um eine Firma handelt, muss er dich anmahnen die Zahlung zu bezahlen. In der Regel hat der Bürger 30 Tage Zeit eine Rechnung zu bezahlen (außer was anderes ist vereinbart), danach muss er gemahnt werden. Dies muss dann natürlich schriftlich erfolgen. In der Mahnung setzt man dann eine Frist (meist z. B. 14 Tage ab Eingang). Sofern min. eine Mahnung erfolgt ist, macht der Antragsteller den MB. Er muss die Gerichtskosten von min 32 Euro verauslagen. Weitere Kosten verursacht nur noch der Rechtsanwalt. Sonst bleibt es für dieses Verfahren bei den min. 32 Euro. Legst du Widerspruch ein, geht es gleich ins Klageverfahren. Nun muss man nochmal 2 Gerichtskosten zahlen (bisher hat man nur 1 von 3 gezahlt.) Dies bedeutet also wieder min 64 Euro. Hast du die Ware also nicht bekommen oder die  Mahnung, dann lege einfach Widerspruch ein. Er muss dann beweisen, dass er die Ware geschickt hat und du es auch wirklich angenommen hast. Kann er dies nicht nachweisen, muss er nachweisen, dass du angemahnt wurdest. Dann ist sowieso nicht fraglich wieso er 2 Jahre mit einem Mahnbescheid wartet. Die Zinsen sollten aufjeden Fall nicht bezahlt werden. Sofern noch Hilfe benötigt wird, kannst du mir gerne schreiben.

Wenn du die Ware bekommen hast ja musst du sie zahlen muss ja in der mahnung stehen was du wo gekauft hast in der mahnung wenn das nicht drinne steht lass die mahnung von einem der ahnung hat auf echt heit prüfen es laufen auch genug rum die sowas fälschen und verschicken als trick betrug

In diesem Fall ist keine Rechnung gekommen und auch keine Mahnung, wie gesagt das ist 2 Jahre her und wir sind sicher, dass da nichts offen ist. Das wird aber noch geprüft. Die Frage war halt allgemein, ob man etwas Liefern kann ohne Rechnung und ohne Mahnung und dann dem Kunden irgendwann mal nen Mahnbescheid zustellen kann, ohne vorherige Fristsetzung oder Erinnerung. Vielen Dank

@Verheugen

die rechnung kann weggekommen sein. aber als käufer frage ich da dann im normallfall schon mal nach wenn keine kommt.

Ohne Rechnung, keine Forderung.

@Seelenkuenstler

Eine Forderung gründet sich nicht auf eine Rechnung sondern auf einen Vertrag. So wird ein Schuh draus:

Ohne Rechnung bzw. Mahnung keine Fälligkeit.

Grundsätzlich kann in Deutschland jeder gegen jeden einen Mahnbescheid beantragen, wegen was auch immer. Das Gericht prüft das nicht. Es ist ein vereinfachtes Vorab-Verfahren ohne Prüfung. Allerdings: wenn Du nicht widersprichst, kann die Gegenseite den Vollstreckungsbescheid beantragen, und nach 2 Wochen (wenn Du dann immer noch nicht widersprichst) hat die Gegenseite einen gerichtlichen Vollstreckungstitel.

Bei einer unberechtigten Forderung muss man innerhalb von 14 Tagen dem Gericht das Widerspruchsformular zustellen. Es reicht, auf dem Formular anzukreuzen: "Ich widerspreche der Forderung insgesamt", begründen musst Du das nicht, aber unterschreiben. Dann am besten mit Einschreiben ans Gericht zurckschicken.

Danach ist dann das weitere Mahnverfahren blockiert, die Gegenseite kann Dir dann auch nicht den Gerichtsvollzieher schicken.

Wenn jetzt die Gegenseite immer noch was will, kann sie (aber sie muss nicht...) die "Überleitung ins streitige Verfahren" beantragen, d.h. im Prinzip, sie verklagt Dich dann auf Zahlung vor dem Amtsgericht. Dann muss die Gegenseite aber ganz konkret beweisen können, dass Du (und niemand sonst) die Ware XXX am yy.yy.yyyy bestellt hat und dass die Ware am zz.zz.zzzz geliefert wurde. Es ist nicht Deine Aufgabe, das Gegenteil beweisen zu müssen.

In so einem Fall nimmst Du Dir einen Anwalt, der schreibt Dir eine Klageerwiderung. Die Gegenseite verliert (weil sie nichts beweisen kann), und zahlt alle Rechtskosten, auch Deine Anwaltskosten. Sehr oft wird in solchen Fällen von der Gegenseite nach Klageerwiderung schon die Klage zurückgezogen, schon vor dem Prozesstermin. Auch in dem Fall muss die Gegenseite alles zahlen, es kommt sie aber billiger als mit einem Urteil gegen sie.

In den allermeisten Fällen kommt es aber gar nicht erst zur Klage. Manchmal kommen dann noch ein paar blödsinnige Mahnbriefe, und das war es dann.

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