Wer muss Grundsteuer und Gebäudeversicherung zahlen?

5 Antworten

Ich bin Mieter in München

Gruß aus München ;-)

und habe einen Brief bekommen um die Grundsteuer und Gebäudeversicherung zu zahlen.

Von wem kamen denn diese Schreiben? Denn der Grundsteuerbescheid ergeht durch die Stadtkämmerei zu Lasten des Eigentümers (und zwar immer desjenigen, der zum 1.1. im Grundbuch steht), und die Prämienberechnung der Versicherung ebenfalls. Allerdings sind beide Kosten umlagefähig im Rahmen der Nebenkosten, aber eben nur anteilig je Mietpartei. Handelt es sich bei der Mietsache um ein EFH?

Ich würde eher vermuten, der Adressat der beiden Schreiben ist der Eigentümer, jedoch irrtümlich zugestellt an deine Wohnadresse. Ich würde daher beide Schreiben an den Vermieter respektive Eigentümer weiterreichen. Das ändert zwar nichts an deiner letztlichen Zahllast, ist aber der korrekte Weg.

Der Eigentuemer hat es an uns weitergeschickt.

Du hast einen Brief für beides bekommen. Grundsteuer verlangt normalerweise die Stadt (=1 Rechnung) und Gebäudeversicherung geht an eine Versicherung (=2. Rechnung). Somit gehe ich davon aus, dass der Vermieter Dir den Brief geschrieben hat.

Beides sind Posten, die als Betriebskosten auf Mieter umgelegt werden können, wenn das so im Mietvertrag vereinbart wurde. Schau Dir Deinen Mietvertrag mal genau an.

Allerdings zahlt man i. d. R. monatliche Vorauszahlung auf die Betriebskosten, die dann einmal jährlich abgerechnet werden.

Insofern wundert es mich, dass Du einen separaten Brief erhalten hast.

Übrigens: Auch in Amerika zahlt das am Ende doch der Mieter, dann sind die Posten eben in die Miete eingepreist.

Das sind Posten die auf Mieter anteilig umlegbar sind und dann in den Nebenkostenabrechnungen auftauchen.

Schicke dem Vermieter die Rechnungen und teile ihm mit er möge den Aussstellern der Briefe seine Adresse mitteilen.

Gebäudeversicherungen und Grundsteuer gehören zu den umlagefähigen Betriebskosten, muss allerdings vertraglich vereinbart sein.

Hier reicht es schon aus, wenn im Mietvertrag steht, dass der Mieter die Betriebskosten trägt.

Gibt es eine solche Vereinbarung, musst Du diese Kosten auch zahlen.

Woher ich das weiß:Beruf – Immobilienfachwirt

Ich habe einen Vertrag unterschrieben wo draufstand:

2850€ Miete + 150€ Nebenkosten

=3000€ Monatlich

Unter Nebenkosten fallen anscheinend nicht Strom, Wasser, Heizung, und Müll. Was er als Nebenkosten bezeichnet sind die Grundsteuer, Gartenpflege, Gebäudeversicherung, Heizungswartung und Kaminkehrer. Das steht nirgendwo im Vertrag. Ist das überhaupt legal?

@Anastusia

Wenn das dort so geschrieben steht, kann der Vermieter die Grundsteuer und die Gebäudeversicherung im Zuge einer Betriebskostenabrechnung anteilig umlegen.

Wenn Du hier die gesamte Rechnung zahlen musst, wäre das nicht ok

@Anastusia

Was genau steht denn im Vertrag zu Nebenkosten? Am stellt Du die entsprechende Vertragsseite mal als Bild ein. Und auch den "Brief" den bzgl. der Grundsteuer und Gebäudeversicherung bekommen hast. Bitte ohne persönliche Daten.

@Anastusia
Unter Nebenkosten fallen anscheinend nicht Strom, Wasser, Heizung, und Müll.

Das hängt u.a. davon ab, ob hier ein einzelnes Gebäude insgesamt vermietet wurde, oder ob es sich um eine Wohnung handelt, respektive, welche Heizungstechnik zum Einsatz kommt. Üblicherweise schließt der Mieter auf jeden Fall einen Vertrag mit dem Energieversorger ab; bei der Frage der Heizung käme das (bei einer Wohnung) hingegen nur dann vor, wenn die Wohnung eine separate Heizungsanlage (Gastherme) besitzt. Ansonsten werden die Kosten zentral erfasst und im Folgejahr abgerechnet. Die Abfallgebühren wiederum obliegen dem Eigentümer, der sie dann auf die Nutzer umlegt.

Was er als Nebenkosten bezeichnet sind die Grundsteuer, Gartenpflege, Gebäudeversicherung, Heizungswartung und Kaminkehrer. Das steht nirgendwo im Vertrag. Ist das überhaupt legal?

Sofern im Mietvertrag ein Verweis auf die Betriebskostenverordnung enthalten ist, ja. Diese Positionen sind explizit umlagefähig.

Es wäre ggfs. hilfreich, den Mietvertrag (entsprechende Stellen mit pers. Daten geschwärzt) einzuscannen und als Bild hochzuladen.

Gegenüber der Versicherung oder dem Finanzamt ist zunächst einmal der Besitzer/Vermieter in der Pflicht.

Beides sind jedoch sog. umlagefähige Kosten. Sie können im Rahmen der Nebenkosten (Anteilig) an die Mieter voll weiterbelastet werden.

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