Wer ist im Recht? Auto beim Fußballtraining getroffen

5 Antworten

Das Fußballspielen auf dafür vorgesehenen Plätzen (Sportplätzen oder auch so genannten Bolzplätzen) ist als solches erlaubt und damit rechtmäßig. Ein solcher Platz ist nämlich dazu bestimmt, Fußballspiele auszutragen.

Wegen der Eigenart dieses Sportes ist es nicht zu vermeiden, dass Bälle über das Spielfeld hinausfliegen, jede in der Nähe befindliche Person muss sich hierauf einstellen. Auch der Spieler muss zwar, sei es im Spielbetrieb, sei es im Training seine Spielweise grundsätzlich so einrichten, dass an den Rechtgütern anderer kein Schaden entsteht.

Bestünde allerdings hier eine Vorrichtung, die den Schutz von Fahrzeugen gegen abirrende Bälle bezweckt, also Bälle, die neben oder über das Tor oder die Torauslinie geschossen werden, darf der Spieler auch Torschüsse ausführen, die ihr Ziel möglicherweise verfehlen können.

Dabei kann es aber auch passieren, dass Bälle derart abirren, dass sie den eigentlich hiergegen errichteten Ballfangzaun überfliegen. Ein derart abirrender Schuss hält sich im Rahmen des sozialadäquaten erlaubten Risikos, für dessen Verwirklichung der Beklagte nicht einzustehen hat (LG Trier NJW-RR 2000, 1117; Palandt/Heinrichs, § 276 Rdnr. 21 m.w. Nachw.).

Ob das verkehrsrichtige (sozialadäquate) Verhalten die Haftung mangels Rechtswidrigkeit ausschließt oder ob in Einzelfällen die adäquate Kausalität fehlt (Palandt-Sprau, a.a.O., § 823 Rdn. 36 m.w.N.), kann dahinstehen.

Fahrlässigkeit wäre nur dann gegeben, wenn der Beklagte den Eintritt des schädigenden Ereignisses vermeiden konnte und musste. Wenn sich der Spieler in seinem Verhalten im Rahmen des erlaubten Risikos hielt und von ihm nur ein sachgerechter Umgang mit der Gefahr gefordert war, muss er nicht sein Spielverhalten dahin einschränken, dass abirrende Bälle von vornherein ausgeschlossen sind.

Wenn kein Ballfangzaun vorhanden ist, ist u. U. der Eigentümer aufgrund seiner Verkehrssicherungspflicht (teil-)haftbar.

Wer im "Recht" ist, entscheidet am Ende /wenn es wirklich zu einer Anzeige kommen sollte) der Richter. Möglich, dass er eine Anzeige macht, wenn er wirklich deinen Namen rausfindet, dann aber sofort dagegen gehen. Im Endeffekt steht bei der Anhörung Aussage gegen Aussage und wirklich nachweisen, dass du des absichtlich gemacht hast, bzw. sogar Schäden wie eine kaputte Scheibe etc. entstanden sind muss er erst mal beweisen. Jedoch kann gesagt werden, dass der Besitzer eines PKWs in der Nähe eines öffentlichen Sportplatzes selbst dazu verpflichtet ist, sein Fahrzeug in einem angemessenen Sicherheitsabstand abzustellen, da es immer mal wieder zu solch einer Situation kommen kann. Dies werden höchstwahrscheinlich auch die Beamten so sehen. Und mal ganz ehrlich, wenn der wirklich rechtlich dagegen vorgeht und sich bei der Polizei genauso aufführt, wie du des hier schilderst, kann er des so oder so vergessen.

Danke, das war bisher die hilfreichste Antwort von allen :) So sehe ich das auch, es steht Aussage gegen Aussage. Wenn er behauptet das wir eine Delle gemacht haben, dann können wir behaupten das wir gesehen haben das die Delle vorher schon da war. Ich denke wir sind im Recht.

@Eddcapet

das war bisher die hilfreichste Antwort von allen :)

Wenn du die Antworten danach bewertest, welche deine vorgefasste Meinung am besten bestätigt, kannst du dir das Fragen hier sparen.

Die Antwort ist leider von wenig Sachkenntnis geprägt.

@Ratirat

Dann machen Sie es doch besser! Anstatt hier rumzupöbeln könnten Sie mal Argumente bringen.

ich denke es kommt darauf an ob das auto beschädigt worden ist und wenn ja, wie doll

Nehmen wir mal an das Auto wurde beschädigt. Wer ist schuld? Ich, mein Bruder oder Er?

Da ist es gut wenn die Eltern einem eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hatten, denn die ist im Streitfall die Hilfe, die nichts viel kostet.

Gut zu wissen :), wir sind zum Glück voll Versichert, aber mir geht es vielmehr um die Frage wer im Recht ist.

Wenn an seinem Auto durch den Ball ein Schaden entstanden ist, müsst ihr ihn ersetzen.

Er kann von euch weder verlangen, euch zu "verp*ssen" noch habt ihr irgendeine Straftat begangen, so dass ihr einer Anzeige gelassen entgegensehen könnt.

Wenn es um ihr geliebtes Blech geht, setzt bei vielen Menschen der Teil des Hirns, der für Logik und Vernunft zuständig ist, leider regelmäßig komplett aus.

Hmm ich bezweifle das wir den Schaden ersetzen müssen. Ich meine das er selbst schuld ist wenn er hinterm Tor parkt.

@Eddcapet

Ihr müsst beim Fußballspielen darauf achten, dass kein fremdes Eigentum beschädigt wird. Tut ihr das nicht, müsst ihr den Schaden ersetzen.

Selbst wenn das Parken dort verboten gewesen wäre, müsst ihr das!

§ 823 I BGB: http://dejure.org/gesetze/BGB/823.html

@Ratirat

Dort steht: (1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Ich habe ganz normal Fußball trainiert, was war daran fahrlässig. Der Ball ist rund und muss ins eckige und selbst Fußballprofis schiessen mal übers Tor... Er hat doch fahrlässig gehandelt indem er sein Auto dort abgestellt hatte.

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