Wer haftet bei verspäteter Zustellung?

5 Antworten

Da muesste dann wohl die Post haften, allerdings tut sie das nur bis zu einem Hoechstbetrag von 50 Euro.

Ich habe eine Bekannte, die hat wichtige Originalunterlagen mit Einschreiben mit Rueckschein verschickt, das nicht ankam und ihr waere dadurch ein Verlust von ca. 2000 Euro entstanden. Die Post haette dann mit 50 Euro gehaftet, der Rest ginge auf ihre Kappe. Sie hat dann einen Nachforschungsantrag gestellt und gluecklicherweise tauchte das Einschreiben nach weiteren 4 Wochen wieder auf und konnte doch noch zugestellt werden.

Meine Schwester hat am 12.12.14 ein Einwurfeinschreiben abgeschickt, dass von der Post erst am 10.1.15 zugestellt wurde.

Super.

Wer haftet denn nun? Hat meine Schwester das nachsehen (obwohl sie es rechtzeitig abschickte)

Für die Rechtsfolgen der nicht rechtzeitigen Zustellung haftet der Auftraggeber. Die Post haftet für den Verlust der Sendung bis € 20.--, nicht aber für die Folgekosten. In den AGB wird ja auch keine Fristzustellung zugesichert, sondern nur, dass die bei Einwurfeinschreiben ein Versand (Einlieferungsschein) stattgefunden hat, sowie der Zeitpunkt der Zustellung in den Empfängerbriefkasten. Nirgends steht, wie lange das dauern wird.

da man nicht damit rechnung muß, dass eine Zustellung vier Wochen dauert?

Damit rechnet sicher niemand, aber das entbindet den Mieter nicht von seinen Pflichten, zu denen eben auch die Einhaltung der Kündigungsfristen gehört. Um fristgemäße Zustellung zuzusichern, hätte hier ggfs. (gerade ab Mitte Dezember!) besser ein Bote geschickt werden müssen. Zudem kann man bei der Post den Status jederzeit online bzw. per Telefon mittels der auf dem Einlieferungsschein angegebenen Sendungsnummer nachverfolgen. Das hätte man halt mal bis 23.12. tun sollen...

Hat meine Schwester das nachsehen (obwohl sie es rechtzeitig abschickte)

Ja: Tatsächlich haftet die Post gemäß den AGB BRIEF NATIONAL nur bei Sendungsverlust oder bei Beschädigungen mit 20 (Einwurfeinschreiben) bzw. 25 EUR :-(

Sie hätte nun leicht fristgerechten Zugang über die Sendungsverfolgung kontrollieren und ggf. entsprechend reagieren können :-)

G imager761

Dazu müsste man mal die AGBs der Post prüfen, vermute aber, die haben sich da nen "Freibrief" verfasst. Mein Einwurf-Einschreiben vom 15.12.14 kam auch erst am 2.1.15 an, bist also nicht alleine, nur hatte ich zum Glück keinen Schaden daraus.

Da sollte Deine Schwester noch einmal den Vetrag, den sie gekündigt hat, durchlesen und hierei insbesondere auf die Formulierung achten, mit der die Vertragskündigung angesprochen ist. "Fristgerechte Absendung" ist naturgemäß etwas anderes als "Vorliegen der Kundigung beim Vertragspartner".

Ob ein Rechtsanwalt in diesem Fall helfen kann, weiß ich leider nicht.

"Fristgerechte Absendung"

Es müßte schon ein sehr blonder Vertragspartner sein der so etwas in den Vertrag schreib.

@anitari

Ich meine ja auch nur.....

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