Wer berät einen am Besten beim Thema Erbschaft?

4 Antworten

Am ehesten und sicher auch am Besten ein Notar. Aber auch ein Rechtsanwalt, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat, sollte gut beraten und damit helfen können. Andere Rechtsanwälte würde ich nicht in Erwägung ziehen.

Es kommt ganz darauf an, was mit "Thema Erbschaft" gemeint ist!!

Geht es um die Errichtung eines Testaments oder Erbvertrags kommt sowohl ein Rechtsanwalt als auch ein Notar in Betracht.

Wenn es darum geht, wie man sich bei einer bereits angefallenen Erbschaft verhalten soll (z.B. Erbauseinandersetzung, Reaktion auf geltend gemachte Pflichtteilsansprüche,...) dann ist der Rechtsanwalt der richtige Ansprechpartner, denn nur der könnte den Mandanten später auch außergerichtlich und gerichtlich vertreten und hat dementsprechende Erfahrung mit der "streitigen" Praxis.

Rechtsanwälte haben manchmal eine fatale Neigung, nämlich

  1. Recht haben zu wollen
  2. Rechnungen zu schreiben

Ein Notar berät nach Geschäftswert.

Aber beides sagt über die Qualität der Beratung nichts aus. Es gibt auch Wirtschaftsprüfer, die auf Erbrecht spezialisiert sind.

1.) Auch Rechtsanwälte rechnen nur nach dem RVG (=Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) und damit nach dem Gegenstandswert ab, es sei denn, man hat (freiwillig) eine höhere Honorarvereinbarung getroffen.

2.) Von welcher Qualität kann eine Erbrechtsberatung sein, die jemand anbietet, der nie mit der Geltendmachung oder der Abwehr erbrechtlicher Ansprüche betraut ist?

Eine Erbrechtsberatung durch Wirtschaftsprüfer verstösst m.E. zudem gegen das Rechtsberatungsgesetz!

Besser wäre nur ein Notar. Heutzutage sind aber meistens Notare beides in einem vereint:

Rechtsanwalt & Notar!

Siehe auch Fragen und Antworten zum Thema Erben und Vererben auf

http://www.wdr.de/tv/ardrecht/fragen/index.phtml?key1=937330f793433edd6c6e61ffd3b0dad8

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