Wer bekommt das Geld aufs Konto, wenn man Pflegestufe 1 bewilligt bekommt?

2 Antworten

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Das Geld bekommt der Pflegedienst der dafür ausgesucht wurde. Der wird normalerweise auch an dem Termin mit dem MdK beteiligt. Bei diesem Termin wird festgestellt welche Dinge gemacht werden müssen, wie hoch der zeitliche Aufwand ist, wer die Aufgaben übernimmt und welche Pflegestufe das bedeutet.

Das alles wird automatisch in Gang gesetzt, wenn man den Antrag bei der KK einreicht.

Völlig falsche Antwort.

1.Wird ein ambul. Pflegedienst beauftrag, so erhält der Pflegebedürftige Kombileistung.

  1. Der Pflegedienst bekommt NICHT direkt das Geld der Kombileistung.

  2. Der Pflegebedürftige kauft sich Leistungen nach Leistungskomplexen bei ambul. Pflegediensten ein.

  3. Der Pflegedienst rechnet seine erbrachten Leistungen direkt mit der Pflegekasse ab.

  4. Wird der Betrag der jeweiligen höhe der Kombileistung nicht kompl. verbraucht, so erhält der Pflegebedürftige prozentual auf das niedrigere Pflegegeld umgerechnet, den Restanteil auf sein Konto ausgezahlt.

  5. Über steigen die eingekauften Leistungen den Höchstbetrag der jeweiligen Kombileistung so ist dieser Mehrbetrag privat zu bezahlen.

  6. Der ambul. Pflegedienst KANN auf Wunsch des Pflegebedürftigen bei der Begutachtung mit anwesend sein. Muss aber nicht.

  7. Der MDK ermittelt den Hilfe - und Pflegebedarf. Dabei ist nicht ausschlaggebend wer die Pflege erbringt, um den zeitbedarf zu ermitteln.

  8. Der Einstufungsantrag wird nicht bei der KK sondern bei der PK = Pflegekasse gestellt.

Und zum Schluss frage ich: woher habt ihr a immer diese Binsenweisheiten und das Halbwissen was hier verbreitet wird?

Die Pflegestufe wird nach Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MdK) erteilt. Die ambulanten oder stationären Leistungen rechnet der Pflegedienst oder die Einrichtung direkt mit der Pflegekasse (Krankenkasse des Patienten) ab...

Pflegefall seit November, bisher wurde kein Pflegegeld gezahlt, Beerdigungskosten

Hallo

Ich habe da ein paar Fragen, ich hoffe mir kann jemand helfen.

Mein Vater hatte Lungenkrebs, mit Metastasen etc. Es wurde die Pflegestufe 2 von der Pflegeversicherung festgestellt und zwar rückwirkend zum November 2013. Meine Mutter hat meinen Vater bis 5 Tage vor seinem Tod gepflegt. Bisher wurde kein Pflegegeld ausgezahlt, soll sich angeblich noch bis Juni hinziehen. Nun ist mein Vater bereits verstorben.

Die Situation ist so, dass meine Mutter das Pflegegeld bekommen sollte, es wurde aber nie etwas schriftlich festgehalten. Meine Eltern sind seit mehreren Jahren geschieden, aber meine Mutter wollte nicht das er ins Pflegeheim oder in ein Hospitz muss und mein Vater wollte auch lieber von meiner Mutter gepflegt werden. Bis zum Tod, hat sie sich hingebungsvoll um ihn gekümmert. Unterstützend kam ca. 12x im Monat die Sozialstation für Medikation, Infussionen etc. Die Rechnungen der Sozialstation beliefen sich auf ca. 300€ monatlich für Februar und März, Im November war mein Vater fast ausschließlich in der Klinik, im Dezember und Januar hat meine Mutter sich alleine um seine Pflege gekümmert, ebenso wie den halben April.

Jetzt ist der Sachverhalt so, dass die Pflegekasse bisher kein Pflegegeld ausgezahlt hat (es wurde ja nur anteilig die Sozialstation in Anspruch genommen). Da mein Vater verstorben ist, hat er keine Möglichkeit mehr, meiner Mutter das Pflegegeld zu überlassen.

Was das Erbe betrifft, so sind wir mit 5 Geschwistern. Da meine Eltern geschieden sind, hat meine Mutter kein Erbrecht, was auch egal ist, da wir alle überein gekommen sind, dass wir das Erbe aus den unterschiedlichsten Gründen ausschlagen möchten, ebenso für unsere Kinde, die Geschwister meines verstorben Vaters und deren Nachkommen.

Wenn jetzt die Pflegekasse irgendwann im Juni (vermutlich) endlich das Pflegegeld auszahlt, hat meine Mutter dann ein Recht darauf sich das Geld von seinem Konto zu nehmen? Sie hat eine Generalvollmacht für sein Konto, die auch über den Tod hinaus wirksam ist. Sie möchte das Geld nicht für sich verwenden, sondern die Kinder mit dem Geld unterstützen um die Beerdigungskosten zu zahlen, da wir alle nicht besonders vermögend sind. Eine Sterbeversicherung hatte er leider keine. Ein bisschen Geld konnten wir bereits auftreiben, aber leider reicht es lange nicht um die komplette Rechnung für den Bestatter, das Krematorium und die Friedhofsgebühren zu begleichen.

Ist man dazu berechtigt, Geld aus der Erbmasse für die Beerdigung zu verwenden, selbst wenn man nicht erbbrechtigt ist, oder das Erbe ausschlagen möchte und wie lange hat die Pflegekasse Zeit, nach Feststellung der Pflegestufe das Pflegeggeld auszuzahlen?

Ich hoffe es hat jemand Rat. Ich möchte nicht, dass meine Mutter sich evtl. strafbar macht indem sie uns das Geld für die Beerdigung überlässt und es eigentlich nicht dürfte.

Herzlichen Dank im Voraus,

Asinda

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