Wenn unter an der Stellenanzeige steht Schwerbehinderte werden bevorzugt eingestellt, wie kann man das beweisen dass das auch so ist?

5 Antworten

Bei einer Bewerbung von jemanden der einen GdB von mind. 50 hat oder einen GdB von 30 mit Gleichstellung hat, muss (!!!) der Bewerber eingeladen werden. - Im öffentlichen Dienst -

Bei dem Vorstellungsgespräch, ist der Personalchef, Abteilungsleiter, Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte und die Schwerbehindertenvertretung anwesend. Die Letztgenannte achtet darauf, dass der Schwerbehinderte die gleiche Chance erhält wie die Menschen ohne Beeinträchtigung. Nicht mehr macht diese Person. Sie führt kein Buch darüber. Sie sitzt bei dem Gespräch und kann auch Fragen an den Bewerber stellen (habe ich aber noch nie erlebt). Nach dem Gespräch wird intern diskutiert ob der Bewerber in Frage kommt. Diese Diskussion gibt es übrigens nach jedem Gespräch.

Am Ende des Bewerbungsmarathons finde eine Diskussion über alle Bewerber statt, die noch im "Rennen" sind.

Da sich im öffentlichen Dienst leicht deutlich mehr als 100 Leute bewerben, ist die Chance recht gering hier eine Anstellung zu bekommen, wenn man nicht 100% in das Profil passt. Es gibt da leicht jemanden, der besser passt.

Der öffentliche Dienst stellt Schwerbehinderte ein, wenn sie denn genau so gut geeignet sind, wie der nicht behinderte Bewerber. Da sie zum Gespräch eingeladen werden müssen, kann kein schwerbehinderter Bewerber im vorhinein sagen, dass er bereits die erste Hürde genommen hat und in die engere Auswahl kommt. Sie müssen lt. Gesetz einfach eingeladen werden, egal wie geeignet wie ungeeignet sie auch sind.

Da kannst du noch so viel rum zetern, es hat keinen Zweck hier noch etwas machen zu wollen. Das Amt hat dich abgelehnt und braucht das auch nicht weiter zu begründen.

Wie willst du das beweisen wer besser ins Profil passt. Du kannst das doch überhaupt nicht vergleichen. du kannst nicht sagen der hat jetzt in einer Disziplin 8/10 Punkten in der anderen 6/10 und in der wieder anderen 9/10 etc.

Es ist nicht Kugelstossen, 100m Lauf. 300 Meter Zeitschwimmen etc.

Wie rechnest du das zusammen und vor allem wer rechnet das zusammen?

@duda4711

Ich als Bewerber kann es nicht beweisen.

Ja, es gibt ein Punktesystem beim Bewerberverfahren. Deshalb ist der Schwerbehindertenvertreter ja dabei. Er hat darauf zu achten, dass gerade bei subjektiven Fragen/Antworten der Bewerber gerecht beurteilt wird.

Was glaubst du denn, warum der dabei ist?-

"Zusammen rechnen" tut das die einstellende Behörde. Die Kriterien legt der Arbeitgeber fest. Da wird nach der Qualifikation/Ausbildung, der bisherige Lebenslauf (im Verhältnis zum Alter) und natürlich auch die mündliche Präsentation.

Wenn deine Qualifikation bzw. Lebenslauf schon im Vorfeld nicht ausreicht und du auch nur eingeladen wirst, weil der Öffentliche Dienst es bei dir machen muss, dann bekommst du den Job nicht. Da werden dann auch keine langen Gespräche mehr geführt. Da konzentriert man sich auf die Bewerber die da mehr in Frage kommen.

Also Moment... du bist schwerbehindert uund hast das angegeben oder du bist nicht schwerbehindert und hast fälschlicherweise angegeben du seist schwerbehindert?

Solltest du einfach so angegeben haben schwerbehindert zu sein, dann kannst du ghleich wieder gehen. Das findet kein Arbeitgeber und erst recht keine Behörde witzig gleich so angelogen zu werden, schlimmer noch, dass sich jemand versucht auf Kosten von ECHTEN Schwerbehinderten einzumogeln.

Das ist widerlich und kratzt ziemlich an deiner Glaubwürdigkeit (zudem haben Schwerbehinderte normalerweise so einen netten Behindertenausweis, in dem u.a. der Grad der Behinderung vermerkt ist).

Solltest du wirklich Schwerbehindert sein, kommt es immer auf die Umstände an. Wenn da steht, dass Schwerbehinderte oder z.B. auch Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt werden, dann muss erstmal die gleiche Eignung vorliegen, bevor da irgendetwas passieren kann. Das war bei dir eventuell nicht der Fall

Das stimmt nicht. Behörden stellen bevorzugt Schwerbehinderte ein. Deshalb haben die auch so eine tolle Quote.

In der privaten Wirtschaft wäre ich auch vorsichtig mit dieser Aussage.

Habe aber mitbekommen, dass es Banken gibt, die sich auch sehr stark für Schwerbehinderte einsetzen.

@webya

Auch Behörden stellen Schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt ein. Nicht allgemein bevorzugt.

Das ist in meinen Augen auch durchaus richtig und gerecht so. Bei gleicher EIgnung Schwerbehinderte zu bevorzugen hat einfach mehr,a ls Schwerbehinderte über Bewerber mit höherer Eignung zu stellen, einfach nur weil sie Schwerbehindert sind. In letzterem Fall würde man den Schwerbehinderten ja auch in erster Linie einstellen, WEIL er Schwerbehindert ist, Kompetenzen wären also zweitrangig.

Zudem macht das hier keinen Unterschied, denn ich vermuet aus obenstehendem Text, dass sich der Fragesteller einfach nur als Schwerbehindert ausgegeben bzw. fälschlich was angekreuzt hat. Und das findet auch die Behörde nicht lustig

@BeviBaby

Der FRagesteller ist schwerbehindert. Das hat er an anderer Stelle bereits geschrieben.

Bei gleicher Eignung ist mir bewusst. Nur weil jemand schwerbehindert ist, wird er nicht automatisch eingestellt.

Er schreibt leider nicht, um was für eine Stelle es sich gehandelt hat.

@webya

Wo hier genau rauskommt dass er behindert ist sehe ich nicht so ganz. Er schreibt lediglich er hätte das 'blöderweise angegeben'. Das hätte er eventuell in der Frage erwähnen sollen, ich nehme mir normalerweise nicht die Zeit bei sowas den Account des Fragestellers auf den Kopf zu stellen.

Wenn du um die gleiche EIgnung weißt warum kritisierst du meine Antwort dann? Die bezog sich doch in erster Linie darauf, dass er leichtfertig und fälschlich angegeben hätte d.h. dass er gar nicht schwerbehindert ist (was sich auch aus der Antwort an sich ergeben sollte)

@webya

Er ist schwerbehindert und bezieht Rente wg. psych. Problemen. Warum wird er hier bei der Polizei nicht genommen werden. .

@BeviBaby

Als Kritik an deiner Antwort sollte das nicht gelten.

Der ist hier schon länger unterwegs und will täglich einen neuen Job ausüben. Mal als Angestellter, dann als Selbstständger mit 60-80 Stunden woche.

Irgendwann stand mal, dass er anerkannt schwerbehindert ist. Das ist ja auch nicht weiter schlimm.

Er wollte mit dem Hinweis "blöderweise...." vielleicht besser klar stellen, dass er als nicht Behinderter mehr Chancen gehabt hätte. Es ist hier für alle die ihn mittlerweile kennen sicher klar, dass er bei der Polizei keine Chance hat.

@webya

Ach so... ja das kann sein. Wie gesagt, ich bin die Fragen nichtdurchgegangen als ich geantwortet habe und hab dementsprechend auch nicht wirklich einen Eindruck gehabt

Natürlich habe ich einen Schwerbehindertenausweis vorgelegt. Das Problem ist aber wer beweisen muss. Dann kann ja jeder, jeden ablehnen und das Gesetz, dass Schwerbehinderte bevorzugt eingestellt werden geht ins Leere.

Wie soll ich das beweisen. Schreiben kann man viel, Papier ist geduldig.

Wie soll ich die gleiche Eignung beweisen. Entweder es wird transparent oder ich kann darauf pfeifen.

@duda4711

Ganz im Ernst? Lass es doch sein. Slebst wenn du dich da jetzt reinklagst bleibt die Frage ob du dir damit dort wirklich Freunde machst

@duda4711

Dafür ist die Schwerbehindertenvertretung da. Du hast aber ja auch gar keine Ausbildung in diese Richtung. Von daher kannst du davon ausgehen, dass da viele geeigneter waren.

Gerade bei der Polizei sind da locker 100 Bewerbungen auf eine Stelle.

Der Knackpunkt ist: "bei gleicher Eignung". Ist ein anderer Bewerber fachlich weitaus besser geeignet, hilft Dir die Bevorzugung wegen Schwerbehinderung nichts.

Dass Du keine Einsicht in die Unterlagen erhältst, ist mit dem Datenschutz leicht nachzuvollziehen.

Ach, duda schon wieder. Der Fertighaus-via-DHL-Verkäufer-Troll.

Leider erst jetzt gesehen, sonst hätte ich mir die Antwort gespart.

@RobertLiebling

Er ist ein Manager! (Wenn auch ein Manager ohne Basiswissen.)

Sich als angeblicher Schwergeschädigter" auszugeben zeugt allerdings von ganz anderen Qualitäten.

Und wie kann man das beweisen. Ich meine dass es ein Gesetz gibt, wenn man es nicht beweisen kann, so ist das Gesetz wertlos.

Du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen, die Schwerbehindertenvertretung war dabei. Somit war dem Gesetz Rechnung getragen.

Wahrscheinlich wurde das Vorstellungsgespräch abgebrochen, weil klar war, dass es nicht passt. Einsicht erhältst Du aus Datenschutzgründen nicht.

Du kannst nur gegen das Einstellungsverfahren klagen, wenn Du der Meinung bist, dass Du genauso oder besser geeignet warst als der, der die Stelle bekommen hat.

Moment mal, moment. ich musste am Anfang sehr lange warten was mich nervös gemacht hatte und hatte dann zu wenig Zeit und aufgrund dieser Vorstellung wurde abgesagt. Nicht dass es nicht passt, das wusste man schon vorher aus meinen Bewerberunterlagen.

@duda4711

Wenn Dich schon ein wenig warten nervös macht, dann warst Du wohl für den Job nicht geeignet.

Ob es fachlich passt, sieht man in den Unterlagen, ob es menschlich passt, das sieht man erst im Vorstellungsgespräch. Und bei Dir passte es eben nicht.

@salome77

Nö, als Social Media Manager müsste ich nicht warten. Da wäre ich bestens geeignet gewesen.

@salome77

Du bist ja auch ein Unmensch

@duda4711

Gerade in einem solchen Beruf musst Du mit unvorhergesehenen Situationen umgehen können. Wenn Dich schon Warten völlig aus dem Konzept bringt, was willst Du dann machen?

@salome77

Was sind denn unvorhergesehene Situationen? Im Rettungsdienst gibt es viel mehr unvorhergesehene Situationen. Jeden Tag ein anderer Einsatz und man weiß nicht was als nächstes kommt. Es geht um Menschenleben und bei Social Media Manager geht es um nichts.

Schwerbehinderte haben in der regel dafür einen staatlichen Ausweis. Die brauchen das nicht zu "beweisen"

Wenn du das fälschlich angegeben hast, kannst du sofort wieder gehen.

Da wird dir niemand glauben, dass du sonst ehrlicher bist.

Wie bitte? Ich habe nicht behauptet, dass ich das fälschlich angegeben habe. Du hast das behauptet. Ich habe einen Ausweis mit 70 Schwerbehinderung. Es geht ums beweisen, weshalb ich nicht berücksichtigt wurde, nicht um den Ausweis.

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