wenn man zum buddhismus übertritt,muss man da auch steuern zahlen wie z.b Kirchensteuer?

5 Antworten

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Kirchensteuer zahlt man nur für Glaubensgemeinschaften, die mit unserem Staat ein entsprechendes Abkommen geschlossen haben. Das ist beim Buddhismus nicht der Fall.

Nein, muß man nicht. Die verschiedenen buddhistischen Gruppierungen (zusammengefaßt in der Deutschen Buddhistischen Union)streben zwar die Anerkennung als Glaubensgemeinschaft wie die christlichen Kirchen an (was sie zu einer öffentlich rechtlichen Körperschaft machen würde mit vielfältigen finanziellen und rechtlichen Privilegien), eine solche Anerkennung wird aber - sofern sie überhaupt in absehbarer Zeit kommt - noch einige Zeit dauern.Solltest Du Mitglied einer speziellen buddhistischen Gruppe werden, so wird neben einem evtl. Mitgliedsbeitrag auch die Frage der freiwilligen Spenden (dana)auf Dich zu kommen. Freigiebigkeit ist eine wichtige buddhistische Tugend.

Nein, in Deutschland schon mal gleich gar nicht. Aber in Ländern, in denen der Buddhismus heimisch ist, sicherlich auch nicht.

eigentlich tritt man da nicht direkt bei, es gibt kein ritual wie die taufe, und eine steuer muss man da auch nicht zahlen

Es gibt die so genannte Zuflucht. Ein Buddhist nimmt Zuflucht zu Buddha (der Erleuchtung), zum Dharma (den buddhistischen Lehren und Mitteln) und der Sangha (der Freunde auf dem Weg zur Erleuchtung). Diamantweg-Buddhisten nehmen zudem noch Zuflucht zum Lama (dem Lehrer, der ihnen den Weg zeigt und Segen gibt). Je nach buddhistischer Schule kann diese Zufluchtnahme mit einem Ritual verbunden sein.

Hallo,

wenn Du zum "Buddhismus übertrittst" zahlst Du erst einmal Deine (deutsche) Kirchensteuer weiter. Damit du die Kirchensteuer nicht mehr zahlen musst, musst Du formell aus Deiner Kirche austreten. Den Antrag dafür gibt es bei Deiner Stadtverwaltung oder beim Ortsgericht. Dort wird dann Dein Austritt beurkundet und auch an Deine (dann bisherige) Kirche weiter gegeben.

Da die Buddhisten (deutschland- oder weltweit) nicht EINER Kirche angehören (und Buddha ja nie eine Kirche gegründet hat!) gibt es als Buddhist keine Organisation der gegenüber man finanziell verpflichtet ist.

Wenn Du aber mit dem freigewordenen Geld etwas sinnvolles und menschliches tun möchtest, dann unterstütze doch Obdachlose, alte Menschen, "Suppenküchen" oder Tierheime.Das Geld an die DBU oder an eine buddhistische Gemeinschaft zu geben wäre KEIN DANA, denn von dort bekommst Du ja eine "Leistung" wieder zurück. Aber von einem Obdachlosen wirst Du NIE MEHR etwas zurück bekommen - das ist wahres Dana!!!

grüsse[...]

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