Wenn man unaufgefordert ein qualifiziertes Arbeitszeugnis erhalten hat, kann man dann trotzdem noch ein einfaches verlangen?


24.02.2020, 19:14

Nochmal zur näheren Erläuterung:

Mein ehemaliger Chef ist ein Choleriker, der sich regelmäßig an seinen Mitarbeitern entladen. Als Werkstudent hat man es besonders abbekommen wodurch wir nicht im guten auseinandere gegangen sind und mein Arbeitszeugnos nicht wirklich gut ausfiel. Da es sowieso nur eine Werksstudententätigkeit war, die zwar über einen Zeitraum von 5 Jahren ging, habe ich gedacht, dass es vielleicht einfacher bzw. sinnvoller ist das einfache Arbeitszeugnis zu verlangen.

6 Antworten

Hello TwisterMinister,

wie hier schon Mal erwähnt wurde, wird es eher für Zweifel sorgen, wenn du nach einer Beschäftigung von 5 Jahren nur ein einfaches Arbeitszeugnis vorzulegen hast.
Wenn dein Chef ein Choleriker ist, ist die Gefahr natürlich hoch, dass dein Zeugnis sehr ... "emotional geladen" ausfällt.
Du solltest das auf jeden Fall mal checken lassen. Bei https://www.zeugnisprofi.com/ geht das sofort online und ist wesentlich günstiger als ein Fachanwalt.
Du bekommst Teilnoten, Erklärungen, die Gesamtnote, Geheimcodes und Auffälligkeiten aufgeschlüsselt. Für auffällige Passagen kriegst du auch noch Verbesserungsvorschläge.
Mit den Verbesserungsvorschlägen kannst du dann noch mal ein überarbeitetes Zeugnis verlangen, wenn die Angaben in deinem Zeugnis nicht der Wahrheit sprechen. Alle Arbeitnehmer haben ein Anrecht auf ein wohlwollendes und Wahrheitsgemäßes Arbeitszeugnis.
Und nebenbei sind Arbeitszeugnisse mit auf dem Siegertreppchen der wichtigsten Bewerbungsdokumente beim Großteil der Personaler.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen! :)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

das muss man einfach nur analysieren. wer mehr als ein paar monate in einer firma gearbeitet hat und dann nur ein einfaches arbeitszeugnis vorlegen kann, hat mit dem teil bei der suche nach einem neuen job mehr probleme, als wie mit einem qualifizierten, dass ggf. nicht eine top-bewertung enthält.

nur wird dir das niemand direkt ins gesicht sagen, sondern du wunderst dich nur, warum du immer nur die üblichen, unpersönlichen absagen erhältst.

Hmm ok. Bei mir war es eine Werksstudententätigkeit, die über einen Zeitraum von 5 Jahren ging. Allerdings war mein ehemaliger Chef ein Choleriker, der sich regelmäßig bei seinen Mitarbeitern entladen hat und als Student hat man es dann besonders abbekommen wodurch wir nicht gerade im guten auseinander gegangen sind und ich somit kein wirklich gutes Arbeitszeugnis bekommen habe. Mein Gedanke war nun, da es eh nur eine Werkstudententätigkeit war, ist es sinnvoller das einfache Arbeitszeugnis zu fordern.

Formulier das einfache Zeugnis doch selber und bitte darum, es so auszudrucken und zu unterschreiben. Bei einem einfachen Zeugnis sollte es da kein Problem geben, da werden ja nur die Tätigkeiten neutral aufgelistet.

Da steht dann drin, dass er "stets sehr bemüht war, den Anforderungen gerecht zu werden".

Neee, entweder oder heißt, dass du 1 Zeugnis bekommst, nicht 2.

Das Problem ist aber, bevor ich die Möglichkeit hatte ein Zeugnis zu fordern, habe ich bereits das qualifizierte bekommen. Nur heißt es ja, dass ich selber die Wahl habe, welches Zeugnis ich anfordere. Wenn man in meinem Fall jetzt auch mit "entweder oder" argumentiert, heißt es ja, dass ich selber nicht die Wahl hatte sondern damit zufrieden sein muss, was mir auferlegt wurde.

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