Wenn man einen Ausbildungsvertrag unterschreiben hat, kann man ihn trotzdem noch absagen?

7 Antworten

Kann man (auch ohne rechtlich belangt zu werden)!

Aber anstandshalber solltest Du dort zumindest Bescheid geben.

Tritt der Auszubildende das Ausbildungsverhältnis zum vereinbarten Zeitpunkt nicht an, so kann der Ausbildende im Hinblick darauf, dass gemäß § 22 Abs. 1 BBiG in der Probezeit eine Kündigung von beiden Vertragsparteien ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich ist, von dem vertragsbrüchigen Auszubildenden keinen Schadensersatz und keinen Ersatz seiner Aufwendungen (z. B. Kosten für Zeitungsinserate) verlangen.

Aus "haufe.de"

Bei einem Ausbildungsvertrag gibt es ja eine Probezeit, in der du ohne Angabe von Gründen zeitnah kündigen kannst. Da vor Ausbildungsbeginn die Probezeit sicherlich noch nicht abgelaufen ist (rechtlich gar nicht möglich) kannst du auch hier aufgrund der Probezeit den Vertrag kündigen.

Wenn du das machst, sollte es aber möglichst zeitnah geschehen, dasmit der Betrieb einen anderen Bewerber nehmen kann.

Kannst du schon, aber der Ausbildungsbetrieb hat dann das Recht, evtl. entstehende Kosten von dir zurück zu verlangen. 

Bei einem normalen Arbeitsvertrag würde das nicht so einfach gehen, da ist die Grundlage u.a. §611 BGB

Ein Ausbildungsvertrag ist aber einem Arbeitsvertrag nur "angelehnt", das heißt es gelten nicht immer unbedingt die gleichen Regelungen.

Zwar kann ich dir nicht die Rechtsgrundlage nennen, weiß aber durch ein Gespräch mit einem Anwalt für Arbeitsrecht bei dem es genau darum ging, dass du den Ausbildungsvertrag "auflösen" kann bevor du die Ausbildung antrittst. Für den Betrieb ist das natürlich alles andere als schön und gut stehst du dann auch nicht da, aber möglich ist es.

Da du höchst wahrscheinlich eh in der Probezeit bist kannst du ohne jeglichen Grund mit einer Kündigungsfrist von 1-2 Wochen kündigen,damit hätte sich das.Dann erledigt

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