Wenn jemand gegen die Auflagen in einem Testament verstoßen hat, das aber erst mehrere Jahre später bekannt wird, wird ihm dann das Erbe nachträglich entzogen?

6 Antworten

Wenn ein Dritter aus der Auflage Ansprüche ableiten kann (z.B. wenn gegen die Auflage des Erblassers verstoßen worden ist, aus der Erbschaft 10 Jahre lang eine Spende von X Euro zugunsten des DRK zu machen, kann der Begünstigte das im Klageweg durchsetzen. In der Regel führt das aber nicht dazu, dass etwa die Erbenstellung des gegen die Auflage Verstoßenden entfällt, es sei denn, der Erblasser habe das testamentarisch verfügt.

Nein, wenn die sogenannten "Neiderben" den Verstoß oder Nichterfüllung feststellen, können sie zwangsweise Verpflichtung beim Nachlassgericht beantragen mit Anordnung von Zwangsgeld bis hin zur Erzwingungshaft.

Fröhliches Erben.

Dann muss ja zunächst jemand da sein, der dies feststellt und entsprechend auf irgendwas klagt. Also fällt diese Entscheidung ein Richter.

Wenn es so ist den Klageweg bestreiten. Ein Urteil fällt der Richter.

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