Wenn durch einen krieg etwas beschädigt wird muss dann der verursacher eines angriffskriegs haften?

5 Antworten

Im Allgemeinen ist es so, dass bei einem Krieg der Gewinner den Verlierer Reputationskosten zahlen lässt. Man hat aber gelernt, dass es nicht sinnvoll ist, den Verlierer ausbluten zu lassen. So musste DE nach dem WWI sehr hohe Reputationskosten zahlen, was für Unmut in der Bevölkerung sorgte, Armut begünstigte und somit auch Hitler bei der Machtergreifung half. Heute werden, glaube ich keine hohen Reputationskosten eingefordert. Aber die Amerikaner werden sicherlich keine Entschädigungen an den Irak/Iran/Afghanistan zahlen und umgekehrt wohl auch nicht. Allerdings geht es heute auch mehr um Hoheitsgebiete. Die Krim war ein Beispiel. Da es nicht mehr salonfähig ist Gebiete zu erobern und zu annektieren, macht man es so ein bischen "Unter der Hand"/"Man hilft doch nur der Bevölkerung". Man "demokratisiert"/"kämpft gegen Atomwaffen" oder ähnliches. Dann kann man aber auch keine Reputation einfordern. Also früher musste der Verlierer zahlen, heute wohl nicht mehr.

Aber da bräuchte es einen Experten für Politik + Geschichte. Spannende Frage auf alle Fälle.

Im Allgemeinen ist es so, dass bei einem Krieg der Gewinner den Verlierer Reputationskosten zahlen lässt.

Reputation ist etwas anderes als Reparation. Das, was du meinst, sind Reparationen.

@PatrickLassan

Hört auf Patrick - Reputation ist das Ansehen einer Person und hat damit nichts zu tun. Hatte wohl einen geistigen Aussetzer (in-die-Ecke-stell-und schäm) - Tut mir sehr Leid. @PatrickLassan - Vielen Dank für die Korrektur

Bis auf deiner falschen Wortwahl, hast du hier vernuenftig geschrieben.

Gezahlt wird immer noch, denn wenn das Erdoel z.B. jetzt im Irak von den USA genutzt wird, ist das nichts anderes.

https://www.kas.de/web/ddr-mythos-und-wirklichkeit/kriegsschaeden-reparationen-und-demontagen

So lief das in DE sehr unterschiedlich ab, die DDR zahlte an die Sowjetunion 15 Milliarden $ (nach heutiger Rechnung sind das 150 Milliarden $)

Den Westzonen wurden zum groesten Teil die Reparationskosten erlassen.

Der Wettlauf der Systeme war beendet, denn die DDR hatte dem einsetzenden Marshallplan in der BRD, nichts entgegen zu setzen.

Kriegsentschaedigungen haben somit verschiedene Ablaeufe, der Sieger bestimmt, wie damit umgegangen wird, es gibt darueber keine Bestimmungen, die herangezogen werden koennten.

Woher ich das weiß:Recherche

Im Prinzip enthält die Frage einen Widerspruch an sich.

"Haftung"ist eine Rechtsfrage. Recht funktioniert aber nur in Friedens- und Ordnungszeiten, wenn sich alle Beteiligten darüber einig sind, sich diesem Recht zu unterwerfen.

Krieg setzt sich immer über Recht und Ordnung hinweg und ersetzt das geschriebene Recht durch das Recht des Stärkeren. Genau deshalb entscheidet am Ende auch immer der Sieger, also der Stärkere, welches Recht gelten soll. Das ist auch völlig unabhängig davon, wer den Krieg begonnen hat.

In der Regel ja. Siehe Reparationszahlungen Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg.

Den Preis zahlt der Verlierer und nicht der Angreifer ..

@W4hrheitsf1nder

Logisch. Trotzdem waren die Reparationszahlungen als Haftung des Angreifers Deutschland gedacht.

@W4hrheitsf1nder

Im diesem Fall waren Verlierer und Angreifer identisch.

@PatrickLassan

und wo ist das relevant? Die Antwort dass der Angreifer zahlt ist falsch und fertig.

In der Regel zahlt der Verlierer, nicht der Verursacher.

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