Wenn die Firma mich beauftragt Elektroschrott zur Deponie zu bringen, darf ich Sachen behalten?

5 Antworten

Du musst definitiv deinen Arbeitgeber fragen.

Zum Vergleich. Wenn jemand Sperrmüll an den Straßenrand stellt, gilt es als Diebstahl wenn du dich daran bedienst.

Nur wenn der Eigentümer klarmacht, dass man den Sperrmüll mitnehmen darf, kannst du dich dran bedienen.

In Meiner Lehre damals in einem größeren Unternehmen, wurden sog. "Müllzettel" ausgestellt, wenn du irgendwelche Abfälle mitnehmen wolltest, wie Pappe oder Eimer.

Und hier ist es auch so. Du musst deinen Arbeitgeber vorher fragen.

Du solltest auf jeden Fall vorher Deinen Arbeitgeber fragen. Es ist sein Schrott, nicht Deiner. Du hast nur den Auftrag, diesen Schrott wegzubringen.

Vermutlich ist es Deinem Arbeitgeber egal, wenn Du was mitnimmst. Du bist aber auf der sicheren Seite, wenn Du vorher gefragt hast.

Ja, tatsächlich musst du den Eigentümer des Schrott fragen: Also entweder deinen Arbeitgeber oder - nach korrekter Übergabe des Schrotts - den Beauftragten des Recyclinghofes. Müll ist kein herrenloses Gut.

Das müsste du definitiv mit deinem Arbeitgeber besprechen.

Weil: Die Anweisung ist ganz klar - du musst den Elektroschrott entsorgen. Bis zur Entsorgung ist es immer noch das Eigentum von der Firma von deinem Chef. Wenn du die Sachen ohne seiner Kenntnisnahme entwendest, dann wäre das ja Diebstahl.

Nach Absprache geht das. In einer Firma für die ich gearbeitet habe konnten Mitarbeiter aus dem Schrott verschiedene Dinge erwerben, die bezahlt werden mußten. Falles der Wert unter 10 Euro lag, war der Aufwand zu groß und kostet dann nichts.

Da war es klar, dass die Monteure, die verschiedene Anlagen abgebaut haben sich bedient haben und Kollegen paketweise Dinge für unter 10 Euro bereitlegten.

Lampen und Leuchtstoffröhren, alt aber funktionsfähig waren dabei. Aber auch Metallstangen verschiedner Längen, diese wurden von einem Kollegen verbaut, der sich Pferdeboxen selbst baute, bzw eine ganze Reithalle.

Alles das mußte schnell erledigt werden, weil Regressforderungen drohten, wenn der Abbau nicht schnell genug vonstatten ging. Es war spät, aber nicht zu spät.

Mitarbeiter haben gerne geholfen und auch mal ein Auge zugedrückt.

Im Endeffekt hat sich es für die Firma gelohnt.

Andererseits ist Diebstahl ein Kündigungsgrund. Wie ein von mir sehr geschätzter Anwalt beim Arbeitsgericht verhandelt mußte.

https://www.wr.de/staedte/dortmund/halbe-broetchen-als-kuendigungsgrund-id245179.html

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