Wenn die Einfuhrumsatzsteuer (Vorsteuer) höher ist als, die Umsatzsteuer bekommt man geld vom Fiskus

5 Antworten

Ja, Vorsteuer und MwSt werden miteinander verrechnet. Wenn Du mehr Vorsteuer bezahlt hast, als Umsatzsteuer eingenommen, dann erhälst Du eine Erstattung.

Hallo Sabrina, würde ein paar USB Sticks importieren und eine Einfuhrumsatzsteuer dafür zahlen. Neben dem Verkauf der USB Sticks würde ich ab und zu Geschäftskunden einen als Werbegeschenk mitgeben. Das Finanzamt sieht dann, dass ich weniger verkaufe als einkaufe - ergibt sich daraus ein Problem? Würde mich über Deine Antwort freuen.

Tausend Dank

Bekommt man 1 x im Monat vom Finanzamt zurück. Kannst es auch jahresweise machen. Du musst natürlich beim Finanzamt den Antrag stellen, dafür musst Du die entsprechenden Formulare ausfüllen. Gibt eigentlich keine Probleme. Das Finanzamt kommt natürlich gelegentlich und prüft Deine Unterlagen. Vor allem wenn Du das zum ersten Mal machst, sind die in Regel bald da.

Wenn die Vorsteuer niedriger als die Umsatzsteuer ist, hast du in diesem Monat einen Verlust gemacht. Wenn du das jeden Monat machst, zahlst du ja immer drauf. Wenn du Waren für 119 € verkaufst, und für 107,10 € einkaufst, machst du 11,90 € Verlust und bekommst 1,90 € Vorsteuer wieder, also insg. 10 € Verlust. Wo soll da der Sinn der Sach sein. Wenn du damit Geld verdienen möchtest, musst du auch mehr verlangen als du bezahlt hast. Oder meinst du wenn das ein paar Mal im Jahr passiert, weil du in einem Monat mehr einkaufst, als verkaufst, dafür in anderen Monaten wieder mehr verkaufst, als einkaufst.

Ja bekommst du wieder... Das sind 2 verschiedene Geschäftsvorfälle bei denen natürlich auch die USt bzw. VSt getrennt gebucht wird. Am Jahresende wird alles gegeneinader verrechnet und die Differenz musste latzen oder bekommst was zurück

Das Problem hierbei ist, dass es doch eigtl verboten ist Güter unterm Produktionswert bzw unterm Einkaufswert zu verkaufen. Von wegen unlauterer Wettbewerb und so. (Da bin ich mir aber nicht sicher

Nein verboten ist das nicht, Du kannst Verluste machen wie Du lustig bist. Solche Umsatzsteuerrückerstattungen sind nicht ungewöhnliches. Z. B. in einer Firma die exportiert, diese Leistungen sind USt frei, während Kosten (Autos, Büro etc.) USt-pflichtig sind. Diese Umsätze (Steuern) bekommt man dann zurück.

@Smash

schon klar, dass auf diese Weise Rückerstattungen entstehen. Kann mich aber an einen Fall erinner bei dem Aldi irgendwas unter dem Produktionswert verkauft hat und dafür ne dicke Strafe wegen unlauterem WQettbewerb bekommen hat

@Smash

hi, also in meinem Fall ist es ja so das die Fulfilment Firma praktisch nur eine Verlängerung des Versands ist (oder ?) und ich deshalb ja als Exporteuer (da ich in den USA lebe und mein Geschäftsitzhabe) den Fall darstelle den du gerade geschildert hast oder ? (hoffe man konnte das jetzt verstehen)

@Bryan

meinst du die USt wäre eine Verlängerung des Versands? Das wäre nicht der Fall... Habs aber nicht richtig verstanden, glaub ich

Wenn man regelmäßig weniger einnimmt für eine Ware als sie kostet, wird das Finanzamt bald fragen, ob überhaupt eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Wird das verneint, wird der Tätigkeit der Charakter eines Erwerbsgeschäftes abgesprochen. Dann liegt eine Liebhaberei vor und die daraus entstehenden Verluste einschließlich Steuern können nicht steuerlich relevant geltend gemacht werden und sind privat zu tragen.

Die Situation kann sich deshalb ergeben, da ich die Ware von den USA aus importiere mein Geschäftssitz in den USA ist und eine Fulfilment Firma es lediglich in Deutschland (bzw EU) weitervertreiben. effektiv kommt der Kauf über den Online shopzustande und ich "strecke" dem Kunden ja nur lediglich die Einfuhrumsatzstuer statt der Umsatzsteuer vor (... Unglücklicher weise will der Zoll die ja immer gleich haben ... ) Vielen Dank für die Antworten

Was möchtest Du wissen?