Welcher Zusammenhang besteht zwischen erwarteter und tatsächlicher Inflation?

1 Antwort

BWL-Studium und eine solche Frage? Das paßt nicht zusammen, weil zuerst das Modell zu benennen ist, in dem man sich bewegt, was aber erstes Semester wäre und damit jedem Studenten bekannt sein sollte, somit ein Student diese Frage nie so stellen dürfte, da sie elementare Frage hinsichtlich seines Studiums aufwürfe. So sind die Grundmodelle bei vollständiger Erwartung und ohne Inflation formuliert, also würde weder eine Inflation erwartet werden noch eine Inflation kommen. Bei vollständiger Erwartung mit Inflation würde die Inflation vollständig antizipiert werden etc. . Welche Wirkung des Geldes wird unterstellt?

Die Frage ist so allgemein gestellt, daß man über Smith, Mills, Ricardo, Keynes, Varian, Romer etc. gehen müßte, also einen Gesamtaufriß der mikroökonomischen volkswirtschaftlichen Geldtheorie erstellen müßte, um diese Frage angemessen zu beantworten. Nicht dein Ernst, oder?

Hmm also Es ist eine Teilaufgabe 1 e) die andern Aufgaben a), b)... haben aber mit e) nichts zu tun. Es ist eine 2 Punkte Frage

@cobanmuratcoban

Das ist jetzt nicht minder kryptish und beantwortet die wesentlichen Fragen nicht einmal im Ansatz. So war die Frage nach der Wirkung des Geldes besonders in den 50ern und 60ern ein Thema, allerdings hier Erwartungen nur qualitativ einführend (vorher wurde Geld als Nominator betrachtet, also die Geldmenge als unerheblich für wirtschaftliche Zusammenhänge). Später wurde der Zusammenhang immer wieder im Bezug auf die Arbeitslosenquote quantitativ im Zusammenhang mit der Phillipskurve erörtert. Damit wäre mindestens schon einmal der Rahmen, in dem die Frage steht, relevant, was auch über Vorlesungen oder Seminare im Kontext erschlossen werden könnte.

Sollte auch Arbeitslosigkeit aktuell relevant sein, schaue Dir einmal die verschiedenen erwartungsmodifizierten Varianten der Phillips-Kurve an, z.B. die Annahme adaptiver Erwartungen bei Friedman und Phelps (es gibt auch Modelle mit extrapolativer, adaptiver und rationaler Erwartung). Da es selbst für die Formulierung der Erwartungen verschiedene Ansatzmöglichkeiten gibt, kann man dies nicht unabhängig von der Modellierung der Erwartung betrachten. Das wäre die makroökonomische Betrachtung in Erweiterung um Arbeitslosigkeit.

Aber dem noch nicht genug gibt es auch Arbeiten, welche mikroökonomisch ausgerichtet sind, dann das Schwergewicht auf die Modellierung der Erwartung und die dadurch bedingte Veränderung der Nutzenzuordnungen betrachtend.

So, wie Du die Frage stellst, bedürfte es einer Kristallkugel, um sie beantworten zu können (oder eine Ausarbeitung, die für mehrere BAC-Arbeiten reichte), was aber auch erkennen läßt, daß Du noch nicht einmal im Ansatz begriffen hast, wie VWL bzw eine wissenschaftliche, modellhafte Betrachtung von Fragestellungen im allgemeinen, also wissenschaftliches Arbeiten und Denken "funktioniert".

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