Welcher Beruf ist geeignet (analytischer Denker, strukturiert, autistisch, hochsensibel)?

2 Antworten

Der Kontakt zu anderen Menschen sollte so gering wie möglich sein bzw.
es sollte nicht um Konfliktsituationen oder schwierige Verhandlungen
gehen, weil ich soziale Ängste habe

Alleine dieser Punkt schließt ein Studium im Grunde schon aus.

Du wirst weder eine Ausbildung noch ein Studium finden das all deine genannten Punkte beinhaltet. Da kannst du in der Verwaltung bleiben, dich im Keller einsperren und Akten sortieren. Du solltest deine Punkte nochmal überdenken und flexibler werden. Der 1. Arbeitsmarkt orientiert sich nicht an Benachteiligten mit Sonderwünschen. Klingt vielleicht hart ist aber so.

Du schreibst in deinen letzten Punkt, dass du Verbessungsideen hast, das sollte im neuen Beruf nicht ungern gesehen sein. Das widerum schließt sich aber mit deinen ersten Punkten aus. Denn das beinhaltet Verantwortung und mit Menschen in einem Team zusammenarbeiten.

Alleine dieser Punkt schließt ein Studium im Grunde schon aus.


Kannst du das näher erläutern?
@verreisterNutzer

Ich habe selbst jahrelang studiert (mit AS) und ein Studium beinhaltet Praktika, Referate, Gruppenarbeiten, ua auch mündliche Prüfungen, Druck und Stress... Mir ist unklar wie du studieren möchtest und gleichzeitig den sozialen Kontakt so gering wie möglich halten willst und auch Konfliktfähigkeit und schwierige Situationen umgehen willst. Wenn man sich als ganz simples Beispiel mit einer Proseminararbeit beschäftigen muss die nach ein paar Wochen abzugeben ist, hat man nicht die Zeit sich akribisch in Details zu verlieren. Du musst den Überblick bewahren und in der Lage sein dir aus vielen Seiten Text in ein paar Sätzen das Wesentliche herauszusuchen. Wer studiert wird hinterher in entsprechende Positionen eingestellt die Verantwortung mit sich ziehen, Konfliktfähigkeit im Job beinhaltet (was auch ohne Studium notwendig ist), Teamfähigkeit erfordert, Stressresistenz... alles was du in deinen Punkten ausschließt. Ich habe als Ergotherapeutin gearbeitet (und damals studiert) und studiere mittlerweile Sozialwissenschaften. Würde ich das alles ausschließen was du auflistest könnte ich mich morgen exmatrikulieren.

Auch ein Ausbildungsberuf beinhaltet Berufschule 1-2 mal die Woche, wo du wiederum mit Gruppen konfrontiert wirst und mit der Doppelbelastung Schule und Arbeit fertig werden musst.

Du musst ja für dich irgendeine Idee haben was dich interessiert und ob das mit deinen "Anforderungen" an einen Arbeitsplatz zu vereinbaren ist.

Software-Tester wäre eine Tätigkeit, bei der die beschriebenen Fähigkeiten nützlich wären.

Es gibt zudem Unternehmen wie auticon.de, die sich auf die Vermittlung von Menschen im Autismus-Spektrum im IT- und Finanz-/Versicherungsumfeld spezialisiert haben.

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