Welcher Ausdruck ist gerechtfertigt , Hausfriedensbruch oder sogar Einbruch ?

5 Antworten

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. Den Straftatbestand "Einbruch" existiert in Deutschland nicht. Es gibt nur den Tatbestand "Einbruchdiebstahl", der hier nicht gegeben ist.

Somit handelt es sich hier um Hausfriedensbruch.

Der  Ableser gab zu das er nach einem eventuell aufgelegten Schlüssel
gesucht , gefunden & sich damit Zutritt zur Wohnung verschafft hat
😡.

Der Ableser weiß aus vielen Jahren seiner Tätigkeit, und reicher Erfahrung die er gesammelt hat, dass viele Wohnungsinhaber "für ihn" als Ableser einen Schlüssel "bereit" legen. Wenn er einen solchen freundlicherweise bereit gelegten Schlüssel findet, wird er stets ohne weitere Frage die Wohnung betreten und seine Arbeit machen.

Ein "aufgelegter" Schlüssel darf auch aus Sicht jeder Versicherung als Einladung an alle verstanden werden, in die Wohnung zu kommen. Dementsprechend auch als Einladung, mitzunehmen, was den "Besuchern" gefällt. Eine Hausratversicherung würde dementsprechend auch keinen Schadensersatz leisten, wenn was fehlt.

Man kann es auch anders ausdrücken: Wer einen Schlüssel für jedermann griffbereit - selbst wenn man suchen muss - auflegt, ist selbst schuld und darf sich nach so einem Vorfall überhaupt nicht beschweren. Wozu sperrt man überhaupt ab, wenn man dann den Schlüssel bereit legt?

Deshalb meine Meinung: Weder Hausfriedensbruch, noch Einbruch, sondern einfach einer freundlichen Einladung Folge geleistet.

Du weißt nicht wo der Schlüssel war , er war nicht in dem Gebäude in dem die Wohnung ist

@ingwer16

Wer einen Schlüssel für jedermann griffbereit - selbst wenn man suchen muss - auflegt, ist selbst schuld

Selbst, wenn man suchen muss und - jetzt hinzu gefügt -, auch wenn man außerhalb des Gebäudes suchen muss und man fündig wird.

Es ist völlig egal, wo der Schlüssel aufgelegt wurde, solange der Schlüssel nicht versperrt oder bewacht war, sondern für jedermann zu erreichen war, egal ob absichtlich gesucht oder zufällig gefunden, es kommt immer aufs gleiche raus:

Es ist eine Einladung!

Ein Hausfriedensbruch, da er einen Schlüssel verwendet hatte. In jedem Fall hat er sich widerrechtlich Zugang zur Wohnung verschafft, Anzeige wäre möglich. 

Ja ok er hat nen Schlüssel " verwendet "
Aber der war versteckt , nicht ihm " zugewiesen " .

@ingwer16

Trotzdem ist es kein Einbruch - da steckt ja schon im Wort, daß es sich um etwas gewaltsames handelt. Einbruch bedeutet, sich gewaltsam Zugang verschaffen. Z.B, indem man ne Tür aufbricht.

Ok , das ist verständlich , danke . So hab ich das noch gar nicht bedacht .

Meiner Meinung nach handelt es sich um Hausfriedensbruch, denn er ist ja nicht gewaltsam in die Wohnung eingedrungen.

Das ist nur einhausfriedensbruch. Ein einbruch setzt voraus, dass er etwas in der wohnung gestohlenen  hat. Das war aber nicht der fall.

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