Welche Strafe bei 1,6 Promille in Folgetat und bereits 3 Punkten?

5 Antworten

Ich gehe mal davon aus, dass das beim letzten Mal noch keine Straftat war?

Bei 1,6 Promille bist du absolut fahruntauglich und hast dich damit strafbar gemacht (§ 316 StGB). Je nach Vorliebe des zuständigen Staatsanwalts bekommst du einen Strafbefehl oder musst vor Gericht. Kommt beides aber aufs Gleiche raus. Wenn es die erste Verurteilung der Art ist, bekommst du wohl 30-40 Tagessätze, bei der zweiten um die 60. Zudem wird die Fahrerlaubnis entzogen und eine Führerscheinsperre angeordnet. Diese kann zwischen 6 Monaten und 5 Jahren dauern. Beim Ersttäter wird meistens eine Sperre von einem Jahr angeordnet. Eine Freiheitsstrafe mit Gefängnis ist sehr unwahrscheinlich.

Nach Ablauf der Sperrfrist kann dir die Fahrerlaubnis wieder erteilt werden. Im Regelfall musst du vorher aber durch eine MPU durch. Im Ausnahmefall kann es sein, dass du nochmal Fahrstunden machen musst.

Wenn du ansonsten noch eine weiße Weste hast, dann landet diese Straftat wohl nicht im Führungszeugnis, zumindest nicht in dem das du bei „normalen“ Arbeitgebern vorlegen musst.

Zwar beruht die Feststellung der BAK auf einem Atemtest, die meist aber weniger als der Bluttest ergeben. Ich gehe davon aus, dass er - da mehr als 1,6 Promille - als alkoholkrank eingestuft wird und zur MPU auch einen Abstinenznachweis über mindestens 6 Monate liefern muss.

Die Straftat dürfte m.E. auch im Führungszeugnis landen, da mehr als 1 Straftat.

@furbo

Bin mir nicht sicher ob das erste auch ne Straftat sein. Muss nicht zwingend sein bei 1,08

@uni1234

Ach, stimmt ja... irgendwie war ich bei 1,18.. Dann dürfte es nicht drinstehen.

weiß jemand mit was ich rechnen muss bei 1,6 Promille (gepustet, Blutergebnis noch nicht da) wenn ich bereits vor 1,5 Jahren mit 1,08 Promille erwischt worden bin

Ab 1,1 Promille im Blut gilt man als absolut fahruntüchtig. Den Wert wirst du also mit Sicherheit überschreiten und demnach kommt alleine vom Bußgeldkatalog folgendes auf dich zu:

  • 3 weitere Punkte in Flensburg
  • Ent­ziehung des Führer­scheins für mind. 6 Monate
  • Freiheits­strafe oder Geld­strafe

Quelle: Bußgeldkatalog.org - Alkohol und Drogen am Steuer

Da es dein zweiter Verstoß ist, wird dein Bußgeld sich wohl auf 1.000€ belaufen. Das wäre auch der Fall, wenn du weniger als 1,1 Promille im Blut hättest. Demnach würde ich mal sagen: Da kann noch was auf dich zukommen.

Wie die Sperre ausfällt, wird der Richter noch entschieden. Da wir den genauen Wert sowieso noch nicht kennen, ist das jetzt auch unnötig, da großartig zu spekulieren. Alleine weil dein Wert aber deutlich höher ausfallen wird und du Wiederholungstäter bist, wirst du garantiert eine längere Sperrfrist als 6 Monate bekommen, das ist dir hoffentlich klar. Dümmer hättest du gar nicht handeln können. Wie kann man nach einer Trunkenheitsfahrt mit gemessenen 1,08 Promille und entsprechenden Strafen dann schon wieder sowas dummes und gefährliches machen, wobei man 1,6 pustet? Was willst du den Psychologen denn jetzt bei einer MPU erzählen? Den Führerschein siehst du so schnell nicht wieder, und das ist auch gut so. Aus deinem ersten Fehler hast du ganz offensichtlich nichts gelernt. Zumal das ja nur die Fälle sind, wo du erwischt wurdest. Du solltest selbst einsehen: Wenn du dich nicht im Griff hast und vor allem Unbeteiligte in solche Gefahren bringst, hat der Führerschein bei dir nichts verloren.

Das Gute daran ist dass du jetzt den Unterhalt fürs Auto sicher ein Jahr lang sparst, desweiteren wirste feststellen wie gesund das Laufen ist.

Deine Mitmenschen werden sich auch freuen gibt es doch eine potentielle Gefahr weniger auf der Strasse.

Wiederholungstäter: Alkohol am Steuer

Wiederholungstäter, die mit Alkohol am Steuer erwischt werden, können eine MPU erwarten

Werden Sie 2-mal geblitzt, droht ein Fahrverbot für Wiederholungstäter. Beim Delikt Alkohol am Steuer muss der Wiederholungstäter auch mit dieser Maßnahme rechnen.

Die Promillegrenze liegt derzeit bei 0,5 in Deutschland. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkten in Flensburg und bereits einem Monat Fahrverbot rechnen.

Kommt es wieder zum Genuss von Alkohol hinter dem Steuer, muss der Wiederholungstäter dieses Mal mit einem verdoppelten Bußgeld rechnen.

Die Staffelung existiert laut Bußgeldkatalog für Wiederholungstäter mit Alkohol oder Drogen hinter dem Steuer:

  • 1. Verstoß: 500 Euro, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
  • 2. Verstoß: 1.000 Euro, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
  • 3. Verstoß: 1.500 Euro, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

Besitzen Sie einen Promillewert von 1,1 im Blut, gilt dies als Alkoholfahrt, bei dem Wiederholungstäter mit der Entziehung des Führerscheins sowie einer Freiheits- bzw. Geldstrafe rechnen müssen. Der Führerscheinentzug gilt nicht nur für Wiederholungstäter. Auch Ersttäter sind davon betroffen.

Eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) droht dem Wiederholungstäter so gut wie immer. Dies kommt aber immer auf den individuellen Fall an. Wer mit 1,6 Promille am Steuer kontrolliert wird, muss in der Regel mit einer medizinisch-psychologischen Untersuchung rechnen.

HOFFENTLICH WIRST DU NIE WIEDER FAHREN.... DU LERNST ES JA NIE

Abwarten was mit der Post kommt. Alles andere sind Mutmaßungen - zumal der genaue Wert ja noch gar nicht bekannt ist (wie du selbst schreibst).

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