Welche Möglichkeiten kennt Ihr um weniger Abgeltungssteuer zu bezahlen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

über die Eurex kann man den Gewinn zumindest ins nächste Jahr verschieben, allerdings hat man dann übers Jahresende eine offene Position, die bei Kursänderungen auch Geld kosten kann.

das klingt interessant. kannst du mir sagen wo ich etwas mehr darüber erfahren kann. Eine google suche mit "eurex gewinn ins nächste jahr verschieben" hat mir leider nicht weitergeholfen.

@Eduard379

an der Eurex kannst Du z.B. den Dax auf verschiedene Termine handeln. Das sind Optionen auf den Dax (Odax). Wenn Du zwei langfristige gegenläufige long Positionen machst am Jahresanfang 1 call und 1 put wird am Jahresende eine davon normalerweise unter Wasser stehen. Die kannst Du verkaufen und realisierst einen Kursverlust. Der ist verrechenbar mit Gewinn. Im neuen jahr verkaufst Du die andere Position mit Gewinn.

Sofern Kursänderung im Dax erfolgt ist auch der Gewinn an der offenen Position anders, höher oder niedriger. Bei einem Langläufer sollte die Veränderung aber nicht so stark sein, es sei denn der Dax ändert sich mit 1000 oder mehr Punkten, ist aber natürlich sehr unwahrscheinlich.

@korruptepolitik

Im 2. Absatz geht es um die Kursänderung der offenen Position an dem 1 Arbeitstag über den Jahreswechsel

wenn Du das wirklich machst sollten die Odax am besten 2 Jahre Laufzeit haben bis Endfälligkeit. Am besten nicht zu früh kaufen, max 6 Monate vorher, da die sonst zuviel Optionsprämie verlieren. Du wirst Dich entscheiden zwischen dem zeitraum der Dir die nötige Kursbewegung bringt, der aber nicht zu lang sein darf, wegen des Verlustes an Optionsprämie. Deshalb die 2 Jahre und max 6 Monate vorher kaufen.

@korruptepolitik

die richtige Seite für die Odax erreicht man über die Eingabe Eurex Odax. Da kommen dann die Preise für call und put. Ich habe das mal durchgespielt mit einer Option Juni 21, die man ein halbes Jahr später veräußert. Da fallen dann für call und put schon 13 % der Prämie jeweils weg. Da ist man bei 26 % und kann dann auch normal versteuern. Der Zeitrahmen muß also kürzer sein, höchstens 3 Monate vor jahresende kaufen und mind 2 Jahre Restlaufzeit. Je kürzer umso besser, aber es braucht auch Zeit für eine Kursbewegung. Allerdings kommt meist am Jahresende ohnehin etwas Bewegung in den Dax.

Vorab:

Es heißt Abgeltungsteuer nicht Abgeltungssteuer.

Bzw. eigentlich "gesonderter Einkommensteuertarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 32d EStG)".

Um deine Frage zu beantworten:

  • Verlustverrechnung
  • Günstigerprüfung
  • thesaurierende Anlagen statt ausschüttenden

Kennst du den Spruch: Hin- und Her macht Taschen leer?

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

thesaurierende, na dann viel Spaß. Die schlimmsten Antworten kommen hier auf dem Portal von Community "Experten"

@korruptepolitik

Wo ist denn dein Beitrag zu der Frage? Nirdgens zu sehen.

Also Ruhe auf den Amateurplätzen der Republik.

@kevin1905

Was n Scherzbold hier. Bei wieviel Fonds hast Du denn schon die Preisermittlung durchgeführt, das Du meinst, Du wüßtest zu sagen, wie sich die Thesaurierung auswirkt. Streich den Teil mal besser, bei Deinen Ratschlägen zur "Steuerersparnis". Hab aber bitte Verständnis dafür, das ich Dir nicht erkläre was sich im Fonds nach der Thesaurierung abspielt und warum der Kunde später sogar mehr Steuern bezahlt, als er Kursgewinne an dem voll thesaurierenden Fonds hat.

@kevin1905

erzähl doch mal. Für welche Fonds hast Du denn schon die Fondspreisermittlung durchgeführt ?

Was genau meinst du mit Verlustverrechnung? Wenn ich in einem Jahr insgesamt positive Einkünfte aus Wertpapieren habe kann ich diese soweit ich weiß nicht mit Verlusten aus anderen Einkünften gegenrechnen. Oder kennst du dafür eine Möglichkeit?

@Eduard379

Nein da hast du Recht, es sollten auch nur Denkanstöße sein.

Wenn du keine Verluste gleicher Anlageklasse hast, Pauschbetrag voll ausgeschöpft ist, dein Steuersatz > 25% hast du keine Möglichkeiten mehr deine Steuerlast zu senken.

Außer du verzichtest auf ein Realisieren der Gewinne und auf den Zufluss der Dividenden.

Denk bei ETFs aber an die Vorabpauschale.

Klage auf allerhöchstem Niveau. Das ist sehr leicht verdientes Geld, an dem du die Allgemeinheit beteiligen musst. Du lebst schließlich auch hier und genießt die Vorzüge.

Das Geld das in diese Investitionen geflossen ist war hart erarbeitet und hoch versteuert. Außerdem trage ich das gesamte Risiko selbst und liege im Alter (hoffentlich) nicht der Allgemeinheit auf der Tasche. Aber ich glaube das wäre jetzt ein anderes Thema, oder?

@Eduard379

Schade, dass du so wenig über unser Steuersystem weißt.

Mit der normalen Einkommensteuererklärung aufrechnen lassen !

Geht nicht, es sei denn der pers. Steuersatz unterschreiter die 25%.

Ja du liegst richtig. Mein persönlicher Steuersatz liegt über 25%.

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