Welche Einkunftsart liegt bei den folgenden Beispielen vor?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

zu 2)

nicht eindeutige Aufgabenstellung - die Erbschaft selbst ist nicht steuerbar in der Einkommensteuer - nur die Erträge/ggf. Veräußerung (Wertpapiere und ggf. Vermietungseinkünfte)

zu 3)

RA Listig ist selbständig (etwas anderes läßt sich nicht aus der Aufgabe entnehmen) - Trinkgelder sind nur bei Angestellten steuerfrei:

§ 3 Nr. 51: "Trinkgelder, die anlässlich einer Arbeitsleistung dem Arbeitnehmer..."

Daher sind die 5.000 € als Einkünfte aus selbständiger Arbeit zu versteuern, da zwischen "Schenkung" und Tätigkeit ein unmittelbarer Zusammenhang besteht - sozusagen eine freiwillige Bonuszahlung.

zu 4)

ncht steuerbar - Gewinne aus Glückspielen, Lotterien etc. können keiner der 7 Einkunftsarten zugerechnet werden (nur die Erträge aus dem Gewinn sind steuerbar - z. B. § 20 EStG)

zu 5)

nicht steuerbar - der Betrag ist aber schenkungsteuerpflichtig - Freibetrag aber nicht überschritten, daher im Rahmen der Erbschaft- und Schenkungsteuer steuerfrei - das spielt aber hier keine Rolle, da es sich in der Aufgabe um Einkommensteuerfälle handelt.

Fazit aus Deinen Überlegungen:

Du mußt genauer unterscheiden zwischen "steuerfrei" und "nicht steuerbar".

Steuerfrei kann nur etwas sein, daß auch vorher steuerpflichtig war - die steuerfreien Einkünfte sind in § 3 EStG aufgeführt..

Nicht steuerbar sind alle Einnahmen, die nicht den 7 Einkunftsarten der Einkommensteuer zuzuordnen sind.

Eine Verwechslung der Begriffe führt in einer Prüfung zum Punktabzug.

vielen dank für den Hinweis. eine tolle Antwort!

Ich bin kein Steuerberater sondern nur Unternehmer, daher versuche ich mein Glück.

  1. Würde ich zustimmen
  2. Erstmal wäre das Thema Erbschaftssteuer zu klären. Erbschaften sind keine Einkünfte i.S.d. EStG. Wenn aus den Kapitalanlagen Dividenden bezogen werden gilt § 20 EStG und für Mieteinnahmen aus geerbten Häusern § 21.
  3. Könnte sein.
  4. Glücksspielgewinne sind keine sonstigen Einkünfte nach § 22. Sie sind gänzlich steuerfrei.
  5. Schenkungen fallen wie Erbschaften nicht unter die Einkommensteuer. Der Freibetrag ist aber durch die 10.000,- € nicht ausgeschöpft, so dass der Beschenkte keine Erbschaftssteuer zahlen muss.
  6. Sehe ich ähnlich. Übungsleiterpauschale und so.
  7. Korrekt. Diese unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt nach § 32b EStG.

Vielen Dank für die großartige Mühe. Da muss man kein Steuerberater sein!

Lotteriegewinne fallen unter keine Einkommensart und sind somit steuerfrei.

Spekulationsgewinne beziehen sich auf Geldanlagen (Wertpapiere, Immobilien).

Geschenke sind schenkungssteuerpflichtig. Allerdings liegt der Neffe von Krösus noch im Freibetrag.


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