Welche Aktienfonds oder ETFs für den langfristigen Vermögensaufbau würdet ihr für eure Kinder ansparen?

4 Antworten

Ganz allgemein würde ich auf zwei Dinge achten: Breite Streuung und relativ niedrige TER (Kosten). Der ARERO bietet sich da an, evtl. auch ein ETF, der nur den DAX nachbildet. Wenn man will, kann man dazu noch einen sehr konservativen Geldmarkt ETF (zB Eonia) mit beimischen, allerdings nicht zur monatlichen Besparung, sondern zu kurzfristigen Guthabensicherung wenns mal wieder kracht. Bei Banksparplänen unbedingt auch die weiteren Gebühren beachten! Banken versuchen idR natürlich, die teueren Fonds zu vermarkten, insofern ist gerade bei "vorgefertigten Sparplänen" Vorsicht geboten. Nur weil ETF drauf steht, müssen nicht immer ausschließlich billige ETFs drin sein. Banken sind da in Sachen Gebühren mittlerweile sehr erfinderisch geworden. Ist ja auch logisch, bei reinen ETFs verdient ja auch kaum mehr jemand dabei!

Hallo Holzjonas,

das mit dem Bankberater finde ich schon einmal ganz witzig, wobei es in diesem Fall nicht so relevant ist, ob er dir Produkte seines Hauses empfiehlt, solange diese zu dir passen und auch ordentlich funktionieren. Ich sehe das Problem bei Bankberatern immer im Bereich Fachwissen. Sie können es meistens nicht besser.

Im ersten Anlauf sollte der Fokus darin liegen das Risiko zu streuen. Das bedeutet nicht, dass man unbedingt in einen einzigen Fonds investiert, der dann über die ganze Welt in verschiedene Werte streut. Du kannst die Streuung maßgeblich beeinflussen und den Vermögensaufbau auf solide Beine stellen. In diesem Zusammenhang sollte man ähnlich wie bei größeren Anlagesummen verfahren und sich den Markt einmal vor Augen führen.

Meine Empfehlung wäre ein Mix aus Fonds und Goldsparplan, da hier ein guter Kontrast entsteht. Gold hält seine Wertigkeit, da es nicht von inflationären Risiken beeinflusst wird. Aktuell ist es darüber hinaus noch günstig zu haben, da der Goldpreis künstlich nach unten gedrückt wird. Das ist zumindest meine Einschätzung. Gold dienst aber eher dem Werterhalt in Krisenzeiten und als sichere Bank für das ersparte, da es sich im Normalfall genau gegen die Geldmärkte entwickelt. Einen Teil darin zu investieren macht also Sinn.

Im zweiten Anlauf geht es auf den breit gestreuten Fondsmarkt oder sogar zu den Einzelwerten. Die erste Frage ist: Wie aktiv willst du dein Depot verwalten? Es gibt Menschen, die verfolgen die Trends und können auf kurz- und mittelfristige Sicht Umschichten. Andere lassen 10 Jahre einen Fonds laufen und schauen dann erst was raus gekommen ist. Aktuell sind Fonds gut unterwegs, die in Nebenwerte investieren oder auf Märkte wie Biotechnologie setzen. Eine Kopplung an den DAX halte ich für nicht optimal, da sich andere Indizes weitaus besser entwickeln.

Es ist keine Anlageberatung gewünscht, also musst du selbst schauen wie die zukünftigen Entwicklungen aussehen könnten. Aktuell ist der Markt ziemlich instabil, da viele Faktoren negativ und positiv wirken. Eine konstante Richtung kann man im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht ausmachen. In der Regel ist es aber so, dass Aktienwerte beispielsweise über eine lange Laufzeit immer einen Gewinn erwirtschaften. Die Frage ist halt, wie viel Gewinn man am Ende mitnehmen will.

möglichst breit, deshalb ARERO Weltfonds (DWS0R4), db x-trackers Portfolio Total Return (DBX0BT), i-shares MSCI ACWI (A1JS9A, viel breiter als der "einfache" MSCI) oeder von SPDR (A1JJTC).

Da würde ich ganz einfach den msci World oder Ishares CoreDax nehmen. Oder beide hälftig.

Ergänzung: Wichtig dass du das bei einer Direktbank machst, sonst zehren Gebühren usw einen Großteil wieder auf. ZB Comdirect oder Ing Diba.

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