Weiß ein verteidiger vor gericht, ob sein Mandant die Straftat begangen hat?

5 Antworten

Selbst wenn er weiß, dass sein Mandant die Straftat begangen hat, dieser aber die Tat aber leugnen will, darf der Verteidiger nichts gegen die Interessen seines Mandanten unternehmen. Sicher wird er ihm empfehlen, die Tat zuzugeben, falls dem Gericht ausreichend Beweise vorliegen. Aber wenn der Mandant nicht will, muss der Anwalt notfalls für ihn lügen.

Das kann ihn aber seine Zulassung kosten.

Der Anwalt muß nicht lügen, er muß aber im Interesse seines Mandanten eine geschickte Verteidigungsstrategie aufbauen.

Er darf nicht lügen, der Angeklagte wohl.

Der Anwalt  nur das Beste für ihn tun.

Es geht nicht darum, ob der Angeklagte schuldig oder unschuldig ist, sondern darum, dass jeder Mensch das Recht auf eine Verteidigung vor Gericht hat.

Ein Verteidiger ist auf dass angewiesen, was der Mandant ihm erzählt.

Wenn er ihn vorher fragt kommt es darauf an, ob der Mandant die Wahrheit sagt. Wenn er ihn nicht fragt, weiß er es auch nicht. Viele Strafverteidiger fragen nicht, weil sie dann unbefangener an die Sache rangehen können, so jedenfalls deren Argument.

Man muss als Betroffener immer seinem Anwalt die Wahrheit sagen.Das ist eine Frage des Vertrauens. Ansonsten kann es sein, dass der Anwalt, sofern im Prozess dann schrittweise die wahrheit ans Licht kommt, sein Mandat niederlegt.Offen sein, ehrlich sein und dann versucht der Anwalt, das ist seine Pflicht, das Bestmögliche für seinen Mandaten heruaszuholen.

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