Wegen Scheidung kein Geld zum Leben

3 Antworten

Bei der Ermittlung des "unterhaltsrelevanten Einkommen" werden alle jährlichen Zahlungen mit einberechnet (Weihnachts-/ Urlaubsgeld, Sonderzahlungen, Steuerrückerstattungen etc...), dürfte somit korrekt sein.

Abzüglich des Kindesunterhaltes (ca. 257 Euro) und des Trennungsunterhaltes (250 Euro) müssten dir von deinen Monatsnetto noch knapp 1200 Euro zur Verfügung stehen, das ist etwas mehr als der "Selbstbehalt" (1100 Euro gegenüber der Frau).

In diesem Selbstbehalt ist eine "Wohnpauschale" von 460 Euro integriert.
Du wohnst sozusagen mietfrei in der Eigentumswohnung... und deshalb könnte dein Selbstbehalt um diesen Betrag herabgesetzt werden bzw. um die Differenz zu den von dir allein getragenen Kosten wie Grundsteuer, Raten etc. für diese Wohnung.
Würden die tatsächlichen Kosten die Pauschale übersteigen, könnte der Selbstbehalt entsprechend angehoben werden, wenn dir eine Kostensenkung nicht möglich wäre (z.B. durch Auszug in eine preiswerte Wohnung und Vermietung der Eigentumswohnung etc....)

Nachehelicher Unterhalt wird nur noch in "Ausnahmen" zugesprochen und vermutlich wirst Du nichts zahlen müssen (kurze Ehe, kein Kind unter drei Jahre zu betreuen, Frau somit voll erwerbsfähig...).

Wenn ihr keinen Ehevertrag geschlossen habt, so wird nach dem "Zugewinnprinzip" aufgeteilt, wobei berücksichtigt wird, was jeder "mit in die Ehe gebracht" hat (wenn also jemand mehr Ersparnisse, Vermögen... vor der Ehe hatte als der andere...).

Eine finanzielle Unterstützung würde dir bei deinem Einkommen vermutlich nicht zuteil.
(Wohngeld könntest Du zwar beantragen, aber vermutlich ist die Wohnung nicht "angemessen" für dich allein, wenn ihr vorher zu dritt darin gewohnt habt...., so dass dieses nicht gewährt würde...)
Du musst einfach durchhalten bis zur Scheidung......

Hey,

zum Unterhalt: deine Ex-Frau wird nach dem Trennungsjahr keinen Unterhaltsanspruch mehr gegen dich haben, dafür war die Ehe zu kurz!

Zu der finanziellen Unterstützung: Hast du selber einen Anwalt für die Scheidung? Oder habt ihr nur einen? Falls du noch einen suchst, hier kannst du dir super ausrechnen lassen, ob du für das Scheidungsverfahren schonmal Prozesskostenhilfe bekommst: https://www.online-scheidung-deutschland.de/scheidungskosten/prozesskostenhilfe

Grundsätzlich hast du einen Anspruch auf einen Selbsterhalt von ca. 1.100 €, eigentlich kann das nicht sein, dass bei dir lediglich 40 € zum Leben bleiben. Bzw. was hast du für enorme Fahrtkosten? Iwie geht die Rechnung nicht ganz auf, wenn du 1.700 verdienst, 250 an deine Frau zahlst und wo bleibt der Rest?

Wenn es gar nicht so weiter geht, würde ich mal zum Anwalt gehen, dafür kannst du dir auch einen Beratehilfeschein holen, dann werden die Kosten dafür vom Staat übernommen.

LG

wir haben einen gemeinsame Tochter (4J.). .. na das ist doch klar, die soll & will leben, deswegen mußt Du da vorrangig deren Unterhalt zahlen, ggf. auch für Deine Ex, falls die zuwenig verdient... mindest mußt du sie mindestens ein Jahr lang nach der offiziellen Scheidung unterstützen..

vieviel Std. arbeitest Du denn, Du darfst bis zu 48Std.regelmäßig wöchentlich aktiv sein, evtl. hilft Dir ein zweit-job über die Durststrecke.

Euer ehelich bedingter Zugewinn wird vom Gericht exakt ausgerechnet & gerecht geteilt, ggf. auch die Schulden, sowie der Rentenausgleich.

Ich weiss nicht für was?!... für Dein Kind :))

"...mindest mußt du sie mindestens ein Jahr lang nach der offiziellen Scheidung unterstützen...."

Nein.

Wenn bei der Scheidung kein "nachehelicher Unterhalt" zugesprochen wird, muss auch nichts mehr für die Frau gezahlt werden...

@DFgen

Liebe/r DFgen... stimmt nicht ganz was Du schreibst, sollte die gem. Tochter z.Bsp. von Ex betreut werden und Frau kann nicht Vollzeit arbeiten steht ihr sehr wohl ergänzenden Unterhalt zu, ggf. auch länger als nur das erste Jahr nach Scheidung...

was Du meinst ist Scheidung einer Kurzzeitehe ohne Kinder.... wenn gem. Kinder vorhanden sind kann bei Bedürftigkeit sogar im Nachhinein Unterhaltsanspruch entstehen und gerichtlich angeordnet werden.

m.l. G. ;)h

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