WEG-Recht/ Verwalter Rechte und Pflichten; hier: Schließanlage

2 Antworten

Wenn die Schließanlage auch schon 20 Jahre alt ist, hat Sie keinen gesetzlichen Schutz mehr zum Schutz der Schlüssel. Somit kann und darf man den Schlüssel kopieren lassen. Nur wenn ein technsciher Schutz auf dem Schlüssel ist, wird das verhindert. Einfach in einem Sicherheitsfachgeschäft nachfragen.

rausgeben muss er sie nicht.. er verwaltet die anlage für die gesamte eigentümergemeinschaft.. aber er darf gesetzlich nix dran verdienen.. er hat nur den verwaltungsauftrag und muss im sinne der eigentümer das günstigste angebot einholen.. höchstens bearbeitungsgebühr darf drauf.. verlange einfach das er dem schlüsselhersteller einen auftrag erteilt, rechnungsstellung und lieferung an dich.. kann er nix gegen machen.. könnte man sogar anzeigen wenn er daran geld verdient.. wer sowas macht muss es ja nötig haben..

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Natürlich könnte ich dem Verwalter einen entsprechenden Auftrag erteilen (leider ist durch sein Verhalten – nicht nur in dieser Angelegenheit – jegliches Vertrauen mittlerweile jedoch den Bach runter). Meine nicht unbegründete Befürchtung in dem Fall: Er beauftragt bewusst einen teuren Schlüsseldienst (mit der sog. Sicherungskarte kann jeder, unabhängig vom Schlüsselhersteller, einen Nachschlüssel fertigen – aber die will er ja nicht rausrücken). Außerdem habe ich dann keinen Einfluss darauf, wie lange das dauert (bisher hat er uns wegen Kleinigkeiten wochenlang ohne Begründung hängenlassen).

Wissen Sie, ob es eine gesetzl. Grundlage gibt, dass er die Sicherungskarte nicht (nicht mal gegen Quittung?) einem Eigentümer ausleihen darf? Ich kann mir nicht vorstellen, wogegen das verstoßen würde. Ein Verwalter ist z.B. sogar verpflichtet, einem Eigentümer Einsicht in die Jahresabrechnung eines anderen Miteigentümers zu gewähren, Datenschutz hin oder her …

@bodenseeigel

Wissen Sie, ob es eine gesetzl. Grundlage gibt, dass er die Sicherungskarte nicht (nicht mal gegen Quittung?) einem Eigentümer ausleihen darf?

Theoretisch könnte einer der anderen Eigentümer etwas dagegen haben weil man ja mit der Sicherungskarte Schlüssel fürs gesamte Haus machen kann.. er ist gesetzlich jedenfalls nicht dazu verpflichtet die Karte auszuhändigen.

Er beauftragt bewusst einen teuren Schlüsseldienst

Hier ist er wie gesagt widerum verpflichtet einen Hersteller zu wählen der im Sinne der Eigentümer ein günstiges Angebot machen kann und wenn er selbst etwas daran verdient macht er sich strafbar.. Die Quittungen kann man sich zeigen lassen und auch selbst bei Herstellern Preisinformationen einholen. Auch sollte das ganze in einem ertragbaren Zeitraum passieren da der Eigentümer seinem Mieter gegenüber ja auch Fristen haben kann. Ich vermute das es hier einen Vermieterschutzbund oder ähnliches gibt der einem da Rechtlich noch genaueres sagen kann..

Rechnung Eigentümergemeinschaft

In unserer Eigentümergemeinschaft wurde von einen Heizungsmonteur Gasgeruch im Keller festgestellt. Die Stadtwerke stellten das Gas ab. Der Verwalter wurde informiert und dieser hat eine Firma beauftragt . ( Nach erfolgter Instandsetzung bitten wir um Übersendung der Anlagen an die Stadtwerke, sowie Kopie an uns) hat Verwalter geschrieben. Von der Sperrung der Gasleitungen mit den erforderlichen Rep. wußten viele EG nichts und dieses knapp 3 Jahre. Nun kam in diesem Jahr eine Mahnung der Inst. Firma mit einem Betrag von knapp 10000,-€. Diese Rechnung kann kein Mensch mehr nachvollziehen, die Arbeitsstundenzettel wurden nicht unterzeichnet, es gab keine Kontrolle des Verwalters und kein Abnahmeprotokoll für die Stadtwerke. Ein Vergleichsangebot wurde erstellt, mit 4000,-€ weniger Kosten. In der Teilungserklärung steht, dass ab Zähler die Eigentümer selbst verantworlich sind. Sondereigentum Teilungserkärung § 3 Absatz 2 g Die Rechnung ist für das ganze Haus erstellt worden, doch es wurden arbeiten in verschiedenen Wohnungen durchgefürt. Man kann leider die damaligen Mieter nicht mehr fragen, was genau gemacht wurde, da sie ausgezogen sind. Der Verwalter hat uns fristlos gekündigt, obwohl die Angelegenheit mit dem Installateur nicht geklärt ist. Wieso kündigt er fristlos, was bezweckt er damit? Hatte der Verwalter das Recht eine solche Reparatur ohne unsere Zustimmung zu vergeben? ( darf bis 500,-€ ) entscheiden Er hat uns in den EG Versammlungen nicht auf eine ausstehende Rechnung hingewiesen und uns nicht mitgeteilt, das Gasleitungen abgedichtet worden sind. Wer muß die weiteren Verhandlungen mit dem Inst. führen? Muß der Verw. noch die beschlossen offenen Aufträge abarbeiten? Über eine schnelle Antwort bin ich sehr dankbar.

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Anspruch des Hausverwalters auf Sondervergütung?

Hier mal eine juristische Frage:

Meine Eltern sind Eigentümer eine Eigentumswohnung in einer größeren Wohnanlage aus den 60iger-Jahren, die sie auch selbst bewohnen. Nun müssen die Fassaden neu gedämmt werden, weil die alten Dämmungen schadhaft sind, außerdem müssen auch die Flachdächer saniert werden. Der langjährige Hausverwalter teilt dazu im Rahmen des Agenda zur Hauseigentümerversammlung mit: "Sofern die oben beschriebenen Sanierungsarbeiten beschlossen werden, entstehen uns als Verwalterin umfangreiche Mehraufwendungen in Form von Unterstützungsarbeiten und Verwaltungsleistungen bei der Vorbereitung und Durchführung dieser großen, technisch schwierigen und aufwändigen Sanierungs- und Baubetreuungsmaßnahmen. Daher bitten wir Sie, unsere Zusatzleistungen in Höhe von 2,7 % netto der Bausanierungskosten entsprechend zu vergüten. Die Grundlage hierfür besteht in der Verordnung über wohnwirtschaftliche Berechnungen (zweite Berechnungsverordnung - II. BV), § 8 Baunebenksoten, Ziffer 3. Der Verwaltungsbeirat akzeptiert dieses Ansinnen der Verwalterin. Lediglich über die Höhe der Zusatzvergütung soll ebenfalls die Eigentümergemeinschaft eine Entscheidung herbeiführen. ...."

Meines Erachtens gehören diese Arbeiten zu den Grundpflichten des WEG-Verwalters. Sie lösen keinen Anspruch auf Sondervergütung aus. Die zitierte Paragraf geht ohnehin fehl, weil der WEG-Verwalter keine Ingenieur- oder Architektenleistungen erbringt. Meines Erachtens bestätigen Urteile wie die des LG München, AZ 36 T 26007/11 oder des OLG Düsseldorf 3. Zivilsenat, AZ 3 Wx 107/98, meine Rechtsauffassung.

Liege ich mit meiner Einschätzung richtig?

Kann der Verwaltungsbeirat bereits rechtswirksam sein Ja-Wort geben und die Eigentümerversammlung darf nur noch über die Höhe der Sondervergütung entscheiden?

Darf eine Eigentümerversammlung mit einfacher oder qualifizierter Mehrheit freiwillige Leistungen für den WEG-Verwalter rechtswirksam beschließen und die Minderheit überstimmen?

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Vorleistung Rollläden Eigentum. Wie bekomme ich das Geld zurück?

Hallo zusammen,

Ich habe vor zwei Jahren eine Eigentumswohnung gekauft. Die vorigen Eigentümer haben elektrische Rollläden installieren lassen und sind in Vorleistung gegangen. Sprich haben sie selber bezahlt. Sie haben mich beim Kauf darauf hingewiesen unbedingt das Geld für die Rollläden zurück zu verlangen sobald die restlichen Wohnungen auch neue Rollläden bekommen. Nun haben dieses Jahr ALLE restlichen Wohnungen neue elektrische Rollläden bekommen. Diese wurden aus den Rücklagen finanziert.

Nun habe ich darauf bestanden die 1.100€ von meinen Rollläden zurück zu bekommen. Wir sind Selbstverwalter und eine Frau die sich als Chefin aufführt weigert sich und sagt ich bekomme keinen Cent. Das hätte mit mir nichts zutun, das seien die vorigen Eigentümer gewesen und ich hätte Pech gehabt. Dazu muss man noch sagen die Rollläden die ich drin habe sind sehr billige und dementsprechend häufiger defekt. Ich als Frau kann das selten alleine reparieren und bin somit noch mehr Geld los. Die aktuellen Rollläden sind hingegen high-tech! Sprich die Wohngemeinschaft hat ja sogar daran gespart wenn sie mir nur das Geld von den billig Rollläden zurückgeben. Neue high tech wären viel teurer.

Weiß jemand was ich noch tun könnte oder wie die Rechtsgrundlage ist?

Ich habe Rechtsschutz aber leider nicht für Eigentum.

Ich danke euch!

Es steht unter anderem im Notarvertrag/Kaufvertrag:

Der Erwerber tritt ab dem Übergabetag in alle Rechte und Pflichten aus dem Gemeinschaftsverhältnis der Wohnungs- und Teileigentümer befreiend für den veräußerer ein. Über den Inhalt der Teilungserklärung mit etwaigen Nachträgen und die bisher von der Miteigentümerversammlung gefassten Beschlüsse und die sonstigen Verpflichtungen des Veräußerers ist der Erwerber in Kenntnis gesetzt worden. Entsprechende Unterlagen sind dem Erwerber auszuhändigen.

Der Anteil des Veräußerers am Verwaltungsvermögen, an den angesammelt Instandhaltungsrücklagen und den sonstigen erbrachten Vorleistungen des Veräußerers geht in seiner gesamten Höhe mit dem Eigentum an dem Vertragsgegenstand auf den Erwerber über. Der Wert ist in der Gegenleistung enthalten. Der Veräußerer versichert, dass gegenüber dem Verwalter und der Eigentümergemeinschaft derzeit keine Rückstände bestehen.

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