WEG – Sind Eigenleistung bei Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums erstattungsfähig?

Das Ergebnis basiert auf 2 Abstimmungen

Der Eigetümer muss zahlen wie die anderen auch, und bekommt nix. 100%
Der Eigentümer bekommt einen Ausgleich für seine Eigenleistung. 0%
Das wird durch einen separaten Eigentümerbeschluss entschieden. 0%

2 Antworten

Der Eigetümer muss zahlen wie die anderen auch, und bekommt nix.

Wenn die Eingangstüren Sondereigentum sind, dann wird die Renovierung doch aus der Instandsetzungsrücklage bezahlt. Folglich muß sich auch der Eigentümer des oberen Stockwerkes beteiligen. Auch wenn er seine Wohnungstür selbst bezahlte.

Eigtl. hätte er vor der Kernsanierung seiner Wohnung die Eigentümergemeinschaft fragen müssen, ob seine Eingangstür aus der Instandsetzungsrücklage saniert werden kann. Ist ja Sondereigentum, gehört ihm also nicht alleine.

Naja, als der Eigentümer seine Wohung kernsaniert hatte, gab es keinen Verwalter, und der derzeit einzige Miteigetümer, von dem er das Dachgeschoss gekauft hat, hat eine Kostenbeteiligung der Türsanierung abgelehnt. Daher denke ich im Umkehrschluss müsste auch dem Eigentümer zugestanden werden eine Kostenbeteiligung an den anderen Türen abzulehnen. Gleiches Recht für alle!

Der Eigetümer muss zahlen wie die anderen auch, und bekommt nix.

Nein, das hätte er vereinbaren müssen. Aber man kann es ja mal behaupten, evtl geht die Gemeinschaft drauf ein.

Er könnte aber gegen die Sanierung der anderen Türen stimmen und einen so lautenden Beschluß wegklagen. Das bedarf der Zustimmung aller.

Treppenhaus Türen gehören zum Haus

Die Lackierung der Türen ist nur ein Teil des Gesamtauftrags der Treppenhaussanierung. Die Treppenhaussanierung bedurfte nur der einfachen Mehrheit. Seine Gegenstimme ist also wirkungslos, da der Mehrheitseigentümer dies entschieden hat.
An den Kosten der Türen in seiner Eigenleistung wollte sich die Gemeinschaft nicht beteiligen. Daher müsste es im Umkehrschluss doch ebenso aussehen, oder?

@topbaugutachter

drei viertel gilt aber nur beim Kopfprizip, oder?
Bei uns wird nach Objektprinzip abgestimmt, denn in der TE heißt es "Jedes Wohnungseigentum hat eine Stimme", was nach Auffassung des Verwalters angeblich Objektprinzip bedeuten soll.
In der TE steht außerdem, dass die Abstimmung unabhängig von der Anzahl der erschienenen Eigentümer ist.

Ferner steht in der TE, dass das Protokoll vom Vorsitzenden unterzeichnet werden muss. Der Beiratsvorsitzende bin ich selbst. Ich war nicht anwesend, und das Protokoll wurde nicht von mir unterzeichnet. Wäre es mir vorgelegt worden, hätte ich es auch nicht unterzeichnet, weil aus dem Protokoll nicht hervorgeht, dass (bzgl. eines anderen Elektro-Sanierungbeschlusses) 3 Angebote vorgelegen haben, sondern es gehen nur 2 Angebote aus dem Protokoll hervor. Der Verwalter ist mir auf meine Anfrage nach dem dritten Vergleichsangebot dieses seit 10 Tagen schuldig. ... ob das so alles rechtens ist ???

Außerdem sind in beiden beschlossenen Angeboten versteckte Kosten für einen Architekten zu vermuten, von dem die Angebote eingeholt wurden. Weil ein Architekt für ein paar Lampen anschrauben und ein paar Pinselstriche unsinnig ist, würde ich dem niemals zustimmen, denn es gab wesentlich günstigere, unabhängige Angebote. Der Architekt ist allerdings befreundet mit den Mehrheitseigentümer Eheleuten, und war bevollmächtigt einen der Eheleute auf der Versammlung zu vertreten. Mit den beauftragten Firmen arbeitet der Architekt regelmäßig zusammen, daher vermute ich, dass er daraus seine Provision bezieht, die allerdings nicht in den Angeboten aufgeführt ist.

Ganz schön schräg was da abläuft.

@topbaugutachter

Was bedeutet "Du kannst nicht aufrechnen." ??

@fohfoh
  1. Du wolltst die Gemeinschaftstür von deiner WOhnung erneuern. Erlaub und damit eledigt
  2. Die Gemeinschaft will alle "defekten" Türn tauschen. Alle zahlen mit. Auch wenn deine ja neu ist

Zwei paar Sachen die unabhängib sind.

Meiner Veralterin riet mal ein Amtsrichter sich ein kleines Büchlei zu kaufen: 123 Wohnungseigentumsgemeinschaft oder so. Da steht alles din.
Wichtig ist: Man muss klagen, wenn einem der Beschluss nicht gefällt

@topbaugutachter

Ja, klagen. Ich habe ja reichlich zu beklagen, aber vor Gericht komme ich da ohne RS nicht weit. Werde mich für zukünftige Probleme mal nach einer RSV erkundigen ... LG

@fohfoh

Da brauchst du keinen Anwalt. ISt ein Beschluss undgültig, dann klagt man. Ist in einer Abrechnung war falsch, dann klagt man gegen den BeEschlüss an dem die Abrechnung anerkannt wurde

Das geht wunderbar auch ohne Anwalt, und wenn man im Recht ist, zahlt der Rest der WEG die Anwaltskosten.

Ich hatte man ein Verwalter (große Bank) den hat der Richter in den ersten 5 Minuten platt gemacht. Da brauchte ich gar nix zu sagen. Das war der mit dem Buch für den Verwalter.

MACHT MAN NIX, wars das dann auch für immer.

@topbaugutachter

Wenn man sich 100% sicher sein kann, dass man Recht hat, kann man auch den Schritt wagen ohne Anwalt, und ohne RS zu klagen.
Sicher kann man sich aber nur selten sein.
Z.B. in diesem Fall ist der Ausgang völlig ungewiss-> https://www.gutefrage.net/frage/hausverwaltung-wendet-stimmrecht-nicht-nach-atp-an-wie-ist-der-rechtsweg-um-dagegen-anzugehen
Das Verfahren könnte mich 5stellige Summen kosten.

Im jüngsten Fall sieht es für mich ebenso unklar aus ...
Es wurde für einen Elektroauftrag abgestimmt, zu dem lt. Versammlungseinladung nur 2 Angebote vorlagen. Auch das Versammlungsprotokoll gibt keine Auskunft über ein drittes Angebot. Vorschrift sind 3 Angebote. Liegen keine 3 Angebote vor, ist die Abstimmung nichtig.
Ich war auf der Versammlung nicht anwesend. Meine Anfrage beim Verwalter ergab, dass er behauptete, es hätte ein drittes Angebot bei der Versammlung vorgelegen. Dieses hat er mir aber trotz 3maliger Nachfrage innerhalb von 14 Tagen bis heute nicht zugesendet. Letzte Antwort des Verwalters vor 10 Tagen: "Ich muss das Angebot nur noch einscannen".

Nun ist die Frage, blufft der Verwalter, oder gibt es das dritte Angebot tatsächlich?!
Wenn ich mir sicher sein könnte, dass es das dritte Angebot nicht gibt, oder dass nur die Informationen der Einladung und des Versammlungsprotokolls ausschlaggebend sind, dann könnte ich auf Nichtigkeit des Beschlusses klagen, und könnte mir sicher sein, dass ich die Klage gewinne.
Wenn der Verwalter aber plötzlich tatsächlich bei der Gerichtsverhandlung ein drittes Angebot vorlegt, und die Versammlungsprotokolle nicht ausschlaggebend sind, dann habe ich die Klage verloren.
Ohne RS und ohne wissenden Anwalt, sieht es also sehr risikoreich aus.

@fohfoh

Nicht kommen aber meckern, wegen so nem Sch.... Was erwartest du gewinnst du bei dem Fall. NIC aber auch gar NIX. Es sei denn das dritte Angebot ist 50 Mark billiger, dann holt der ein 4 tes ein und erklärt den 3 für unseriös.
Und was sollrauskommen 5 Millionen zu teuer, Bestechung und Betrug. So unterschiedlich arbeiten Handwerker kaum

Ok gehen wir davon aus das es statt 50000 Euro nur 45000 Ero wären. Dir gehören sagen wir man 100/1000tel. Dann bekommst du 500 Euro zurück. Dein Risiko ist aber so gewaltig. Denn der Verwalter kennt genug Handwerker die gefällig sind.

Man geht zur Versammlung und klärt da direkt. Nicht hinterher unken

Ich hab mal als Verwalter gearbeitet. Da hatten wir auch so Spinnen die schrieben: "Vor 20 Jahren fehlten 20 Pfennig Wassergeld, wann kümmert sich der Verwalter darum. Und Frau Meier pupst immer vor meiner Tür im Treppenhaus"

@topbaugutachter

Die Leute, die den Verwalter verklagen wollen, nur weil sie nicht fähig sind die Nebenkostenabrechnung nachzuvollziehen, und sich daher betrogen fühlen, gibt es auch in unserer WEG. So banal liegt der Fall hier aber nicht.

Die Mehrheitseigentümer, Eheleute, haben einen "befreundeten" Architekten als Stellvertreter auf der Versammlung eingesetzt. Dieser hat auch die Angebote eingeholt, für die er, und EIN weiterer Miteigentümer abgestimmt haben. Der Architekt führt dann auch die Bauleitung, kostenlos, aus reiner Freundschaft zum Mehrheitseigentümer. Da fällt mancher vor Dankbarkeit glatt auf die Knie.

Das günstigere Treppehausrenovierungsangebot lag ca. 7000-9000 Euro unter dem Angebot für das abgestimmt wurde. Mich betrifft das mit ca. 800 Euro Mehrkosten. Den Haupteigentümer betrifft das mit ca. 5000 Euro Mehrkosten. Zumal der Haupteigentümer nicht einmal die Wasserkosten zahlen kann (von WEG gestundet) ist es sehr unglaubwürdig, dass er freiwillig, und ohne Vorteile daraus zu ziehen, 5000 Euro Mehrkosten alleine für die Treppehausrenovierung investiert. Bei dem Angebot der Hauselektrik sieht es ähnlich aus. Ebenfalls ein Angebot, das von dem Architektenfreund eingeholt wurde.

Es gibt noch weitere Details, die darauf hindeutet, dass die Sache bis in den Himmel stinkt. Das wäre an dieser Stelle aber zuviel zum erwähnen.

Der Verwalter müsste im Sinne ordentlicher Verwaltung begründen können, wieso für das wesentlich teurere Angebot gestimmt wurde. Er antwortete mir aber nur, das müsse ich die Eigentümer fragen, die dafür abgestimmt haben. Der Mehrheitseigentümer (Restaurantbesitzer) antwortet: "Ein gutes Stück Fleisch ist eben teurer als ein Schlechtes."

Mit deutschen Worten … ich werde freundlichst verarscht, und kann nichts wirksames dagegen tun.

Wer nicht checkt, dass da einige Verbindlichkeiten im Hintergrund beglichen werden, muss jedenfalls schon arg blauäugig sein.

@fohfoh

Dir steht der Rechtsweg offen ???

@topbaugutachter

Wie schon gesagt, ohne RS sehr risikoreich. Du sagtest ja selber "der Verwalter kennt genug Handwerker die gefällig sind." ... und die Firmen des Architekten sowieso.

Für das Treppenhaussanierung lagen 3 Angebote vor. Das kann ich also nicht wegen Nichtigkeit beklagen. Den Elektrobeschluss könnte ich nur wegen Nichtigkeit beklagen, wenn die Protokolle ausschlaggebend wären.
Alle weiteren mündlich vereinbarten Absprachen zwischen Architekt, Handwerksfirmen und Haupteigetümer sind nicht beweisbar, und daher steht dazu auch kein Rechtsweg mit Aussicht auf Erfolg offen.

@fohfoh

mündlich vereinbarten Absprachen zwischen Architekt, Handwerksfirmen und Haupteigetümer ???

Das würde ich bei der Polizei anzeigen, das ist organisirtes Verbrechen. Die sollen die Häusser und Büros durchsuchen. Wenn du schon um 5000 betrogen wirst, dann machen die das überalls so . Somom und Gomerra.

@topbaugutachter

Aber nein, ganz im Gegenteil. Ich werde den Architekten für seine hingebungsvolle Selbstlosigkeit mit Blumen überfluten, täglich ein Loblied singen und seine Füße lecken.

Ohne Architekt würde die Malerfirma bestimmt nicht wissen wie man eine Wand bepinselt, und die Elektrofirma wüsste nicht wie man eine Lampe an die Wand schraubt. Das würde in einem Disaster enden, und ich müsste wieder in einer Höhle wohnen. Und dass der Architekt Firmen gewählt hat, die mal eben 10.000 Euro teurer sind, finde ich auch völlig richtig, denn Lohndumping sollte man auf keinen Fall unterstützen. Die Arbeiter müssen schließlich auch saufen. Deshalb darf man nie die günstigsten Firmen wählen, denn sie würden noch auf der Leiter verdursten.

Wenn die Firmen allerdings genau so toll und selbstlos wären wie der Architekt, dann würden sie, genau wie er, völlig kostenlos ihre Arbeit erledigen. Das ist der einzige Punkt der mir noch zu denken gibt … und ich denke, ich werde der Merkel mal einen Brief schreiben, dass sie das ändern muss.

Vielen Dank für deine Hilfe, lieber Topbaugutachter, Du hast mich auf den rechten Weg gebracht :-)

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