Wasserschaden in Eigentumswohnungen durch defekte Badewanne, wer muss zahlen?

5 Antworten

Alle stationären Einrichtungen (dazu gehören auch stationäre Armaturen) gehören durchaus grundsätzlich zur Abdeckung von Gebäudeversicherungen dazu. Wann immer Wasser der stationären Einrichtungen bestimmungswidrig austritt. Die Abgrenzung wäre beispielsweise ein Gartenschlauch, der angeschlossen wird (also etwas nicht-stationäres - und dieser würde platzen.

Die Hausratsversicherung ist hingegen für Möbel und Inventar zuständig.

Ggf. kann auch eine Versicherung sämtliche nicht stationären Dinge abdecken, wie beispielsweise den Schlauch zum Geschirrspüler usw.

Allerdings kann das im Detail sehr kompliziert werden, denn hier spielen ggf. Teilungserklärungen mit rein (zur Abgrenzung zwischen Eigentümer und Gemeinschaft), sowie Detail-Fragen zur Fahrlässigkeit u.ä.

Auf jeden Fall ist es nicht einfach so möglich für Versicherer, abzuwinken, weil die Badewanne keine Rohrinstallation ist. Dass so etwas grundsätzlich auch dazu gehört, hat auch meine ich mal der BGH entschieden. Müsste ich bei Bedarf noch mal raussuchen.

Das ist erst einmal ein GEBÄUDE-Leitungswasserschaden. Bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswassr.

Die Gebäudeversicherung und die verschiedenen Hausratversicherer werden sich an den Verursacher wenden und Regress einfordern.

Wer dieser Verursacher ist, liegt dann daran, wer diese Wanne eingebaut hat, oder wie es zu diesem Schaden kam.

Dafür haben die Versicherer aber Spezialisten, die das heraus finden.

Schäden am Gebäude zahlt die Gebäudeversicherung.

Schäden am Hausrat zahlt die Hausratversicherung des Eigentümers des Hausrats.

Sollte der Schaden schuldhaft verursacht worden sein, können die Sachversicherungen gegebenenfalls Regress vom Verursacher verlangen. Dies ist dann ein Fall für dessen Privathaftpflicht. Bei den Gebäudeschäden natürlich nicht für sein Sondereigentum, denn das wäre ja ein Eigenschaden.

Wer muss das eigentlich zahlen?

Die Schäden am Gebäude zahlt die Gebäudeversicherung. Die Schäden am Inventar der einzelnen Wohnungen zahlen die Hausratversicherungen der einzelnen Wohnungseigentümer, wenn vorhanden, es sei denn, der Eigentümerin der schadhaften Badewanne kann ein Verschulden nachgewiesen werden. 

Hausratversicherung von der Eigentümerin von dem der Schaden kam?

Die zahlt höchstens deren Hausrat.

Die Versicherung der Hausgemeinschaft ist nur für Schäden da die im gemenschaftlichen Bereich entstehen,also wenn eine Wasserleitung im Gemeinschaftlichen Bereich platzen würde,z.B. durch Frost,aber alles was in einer Wohnung=Sondereigentum geschieht,hat mit der Gemeinschaftlichen Versicherung nichts zu tun,also muss der Eigentümer bzw dessen Versicherung die Schäden bezahlen.

verstehe ich es so, dass durch ihre undichte Badewanne, sie bzw ihre Versicherung für alle Schäden aufkommen muss, auch die der anderen wohnungen die durch ihren Wasserschaden geschädigt wurden...... und nicht die gemeinschaftliche Gebäudeversicherung? Da sie ja auch Eigentümerin ist, ist sie ja auch bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversicherung versichert.

@sunnyday1234567

sondereigentum ist wie ein eigenes haus,wenn dein haus brennt und die funken nachbarhäuser in Brand stecken ,bist du indirekt dafür verantwortlich.aber frage einfach die versicherung

,aber alles was in einer Wohnung=Sondereigentum geschieht,hat mit der Gemeinschaftlichen Versicherung nichts zu tun,also muss der Eigentümer bzw dessen Versicherung die Schäden bezahlen.

Könnte man meinen, ist tatsächlich aber schlichtweg völlig falsch. Üblicherweise gehören zum Beispiel grundsätzlich auch sämtliche Wände zum Gemeinschaftseigentum.

Das ist Unsinn, auch das Sondereigentum gehört zu den versicherten Sachen in der Gebäudeversicherung der WEG. Wie sollte man das denn sonst versichern?

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