Wasserschaden durch gefliesten Boden möglich? wer zahlt?

4 Antworten

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Wenn Du den Schaden verursacht hast, dann zahlt im Normalfall Deine Haftpflichtversicherung oder Du als Verursacher.

Ansonsten wohl die Gebäudeversicherung des Vermieters.

Kann es denn möglich sein, dass das Wasser durch die Fliesen ist. Die Fugen sind evtl nicht ganz dicht. Wohnen aber erst seit 1 1/2 Jahr drin.

Für einen Wasserhahn sind eineinhalb Jahre einé sehr lange Zeit. Da kann es durchaus zu Fleckenbildung bei dem Untermieter kommen.

ein Wasserhahn, welcher richtig zugedreht ist und eine kleine Pfütze ist, kann ich mir nicht vorstellen das da ein Wasserschaden entsteht...

Eine Garantie für einen perfekt funtionierenden Wasserhahn gibt es nicht.

Hallo, der Wasserhahn hat etwas getropt (war aber zugedreht). Auf den Fliesen war max ein Lappen voll Wasser, also ganz minimal.

Nur mal ein paar Hinweise:

  • Laut BGB ist der Mieter verpflichtet Mängel an der Mietsache dem Vermieter umgegehend zu melden.

  • Sollte es Forderungen Ihrerseits geben, köpnnte es passieren, dass Sie dadurch Ihren Abspruch auf Forderungen bzw. Schadenersatz verlieren.

  • Mängel dem Vermieter schriftlich mitteilen wegen der Beweisbarkeit am Besten per Einwurfeinschreiben. ( Keine SMS oder per Telefon)

MfG

Johnny

der wasserhahnanschluss befand sich an der Waschmaschine, sodass wir es gar nicht mitbekommen hätten, wenn er getropft hätte.... Erst nach auszug haben wir es mitbekommen. Vermieter wollte Wohnung nicht schon eher übernehmen... Drum ist dort Leerstand noch.

@marie1982

Wir haben doch die Wohnung ordnungsgemäß verlassen.

Ich wüsste jetzt nicht ob Ihr ausgezogen seid oder ob Du meintest beim täglichen Verlassen der Wohnung.

Das ist jetzt noch ein ganz anderer Sachverhalt.

Fragen:

  • Hat eine Übergabe stattgefunden?

  • Habt Ihr ein Übergabeprotokoll gemacht?

Hat der Vermieter diese Mängel sofort oder in den ersten 6 Monaten beanstandet?

Bitte schildere genau was da stattgefunden hat, so kannst Du vielleicht eine sehr nützliche Antwort bekommen.

@johnnymcmuff

Wir sind ausgezogen am 26.11. Die Waschmaschine wurde ordnungsgemäß abgeklemmt und der Hahn zugedreht. Am 02. Dez waren wir nochmal kurz in Wohnung, da war noch nichts. Nun seit dem 05.12. hätten die einen Wasserfleck. Eine Übergabe hat noch nicht stattgefunden. Der Vermieter zögert das etwas hinaus. MV geht bis 31.12. Ob der Wasserhahn vorher tropfte wissen wir nicht, da ja ständig die Waschmaschine angeschlossen war. Allerdings ist im Bad auch der Untergrund nicht sehr gut, Fugen brechen aus, Fliesen reißen.

@marie1982

Rücknahmepflicht der Vermieter:

Ob der Wasserhahn vorher tropfte wissen wir nicht, da ja ständig die Waschmaschine angeschlossen war.

Ich unterstelle mal das Du es wusstest, denn Du hast doch geschrieben:

Hallo, der Wasserhahn hat etwas getropt (war aber zugedreht). Auf den Fliesen war max ein Lappen voll Wasser, also ganz minimal.

Das Dir zu beweisen steht auf einem anderen Blatt.

Jetzt zu dem Vermieter und seiner Verhaltensweise. Ich habe folgendes ergogelt:

Aus verständlichen Gründen lehnen Vermieter die Rücknahme verwahrloster Wohnungen ab.

Das soll aber nach Ansicht des LG Berlin ( LG Berlin 63. Zivilkammer, Urteil vom 25. April 2003, Az: 63 S 292/02) kein Grund sein, der den Vermieter berechtigt die Rücknahme abzulehnen (ebenso schon BGH 86,210). Das LG Berlin schränkt dann noch etwas ein:

Nur wenn sich aus Art und Umfang der zurückgelassenen Gegenstände ergibt, daß dem Vermieter eine Inbesitznahme nicht möglich ist, liegt eine Vorenthaltung der Mieträume durch den Mieter vor. Bleiben nur einzelne Gegenstände in der Wohnung, ist der Mieter mithin an der Inbesitznahme nicht gehindert und darf die Rücknahme bei Meidung des Eintritts von Gläubigerverzug nicht verweigern. Quelle: Grundeigentum 2003, 880. Der Vermieter, der eine verwahrloste Wohnung zurückerhält kann natürlich Ersatzansprüche wegen des etwaigen Aufwandes für die vollständige Räumung sowie wegen Rückgabe der Räume in beschädigtem oder verschlechtertem Zustand verlangen. Daneben kann der Vermieter auch Ersatz für seinen Mietausfall bis zur Weitervermietung beanspruchen. Er darf sich aber weder mit der Renovierung oder Räumung viel Zeit lassen, alles muss zügig erledigt werden § 546 a Abs 2 BGB. Weitere Einzelheiten dazu: Die Rückgabe der Wohnung oder der Gewerberäume muss in einem ordnungsgemäßen Zustand erfolgen. Grundsätzlich erfolgt die Rückgabe der Mietsache durch Aushändigung >>>der Schlüssel und Entfernung der Sachen (Möbel, Einrichtungen und Müll) aus dem Mietobjekt.

Der Mieter muss dem Vermieter oder einem Vertreter den unbeschränkten Zutritt zu der vom ihm vollständig geräumten Wohnung ordnungsgemäß im Sinne des § 293 BGB (siehe oben) anbieten. Zur Rückgabe der Wohnung nicht nur, dass der Mieter die Wohnung räumt, sondern ebenso, dass die Schlüssel herausgegeben werden. Hierfür ist die Rückgabe der Schlüssel tatsächlich anzubieten (§ 294 BGB) siehe>>>Schlüssel.

Falls der Vermieter allerdings die Annahme zu Unrecht ablehnt, gerät er in Annahmeverzug (LG Osnabrück WM 1984, 2) (AG Hannover, Urteil vom 7. Februar 2003, Az: 535 C 8222/02).

Erscheint der Mieter bei einem Termin zur Wohnungsabnahme nicht, und ist der Mieter auch sonst nicht zu erreichen, so hat der Vermieter Anspruch auf Ersatz der Kosten eines zur Wohnungsöffnung beauftragten Schlüsseldienstes (LG Köln WM 1976, 254). Erfüllt der Mieter seine Verpflichtung zur Übergabe bzw. Räumung nicht, kann der Vermieter ihn mittels einer Räumungsklage dazu verpflichten lassen. Der Gerichtsvollzieher führt die Räumung dann durch (siehe auch >>> Gerichts-vollzieher). Selbsthilfe des Vermieters mit sog. "Roll- oder Räumkommandos" sind aber illegal (siehe auch nachstehend). Einzelheiten zur Räumung siehe auch nachstehende Fälle. Übergibt der Mieter die Wohnung an den Vermieter obwohl sie zum Beispiel beschädigt ist oder die Schönheitsreparaturen nicht durchgeführt sind, so ist die Wohnung aber dennoch "übergeben" bzw. zurückgegeben im rechtlichen Sinn.

Vermieter sollten keinesfalls die Annahme der Wohnungsschlüssel oder ähnliches verweigern! Durch die Annahme der Wohnungsschlüssel und der Rücknahme der Wohnung verliert der Eigentümer/Vermieter prinzipiell keine (er kann nur seinen Mietausfall nicht mehr auf § 546 a BGB gestützt geltend machen) gegenüber dem Mieter bestehenden Ansprüche!

Der Mieter bleibt auch nach der Rückgabe verpflichtet, seine vertraglichen Verpflichtungen im vollem Umfang zu erfüllen. Er hat nur eine seiner Pflichten - nämlich die Rückgabepflicht - erfüllt. Mieter sollten nicht der irrigen Meinung sein, mit der Rückgabe der Wohnung sei für Sie alles erledigt. Erledigt ist die Sache erst dann, wenn alle vertraglichen Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis erfüllt sind.

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/beendigung.htm


Meine Empfehlungen:

  • Falls Du eine Haftpflicht hast, vorsorglich über den Schaden informieren, die Schuldfrage festzustellen ist eine andere Sache, erst mal bist Du generell verpflichtet einen möglichen von Dir verurscachten Schaden umgehend zu melden

  • Hole Dir Rat vom Mieterbund oder Anwalt, wie Du schnellstens aus der Sache rauskommst.

MfG

Johnny

100 % dicht sind Fußböden nie. Wasser sucht sich seinen Weg. Wenn die Ursache bei euch lag, seid ihr auch dafür verantwortlich. Der reine Gebäudeschaden wird von der Wohngebäudeversicherung getragen. Das Inventar des unteren Mieters ist über dessen Hausratversicherung abgedeckt. Aber beide Versicherungen werden euch in Regress nehmen, wenn ihr diesen Schaden zu verantworten habt.

Hilfreich wäre für euch jetzt eine private Haftpflichtversicherung, die abgrenzen würde, inwieweit ihr "Schuld" habt. Diesen Schaden würde sie übernehmen.

Wenn das ganze durch eine undichte Installation passier ist, ist es, jedenfalls teilweise, Sache des Vermieters.

ob die Ursache bei uns lag ist fraglich.... ob wir es auch waren oder ob der Wasserfleck schon älter ist ist ebenfalls fraglich.... ein Wasserhahn, welcher richtig zugedreht ist und eine kleine Pfütze ist, kann ich mir nicht vorstellen das da ein Wasserschaden entsteht...Wir haben doch die Wohnung ordnungsgemäß verlassen.

@marie1982

Das ist Deine Meinung, aber offensichtlich will der Mieter unter euch Geld für die bei ihm entstandenen Schäden. Wenn Du also eine private Haftpflichtversicherung hast, kannst Du den Sachverhalt einfach dort melden: Diese Versicherung kommt dann für begründete Forderungen auf und lehnt ebenso unbegründete Forderungen gegenüber dem anderen Mieter ab.

In jedem Fall bist Du raus aus der Nummer, außer der Vermieter weigert sich deswegen, Deine Kaution zurückzugeben...

Es gibt da einen Spruch, der lautet "Wasser hat einen sehr kleinen Kopf". Probiers doch einfach mal aus. Lass den Wasserhahn so tropfen, wie er getropft hat und stelle einen Behälter drunter. Dann wirst du gleich sehen wieviel Wasser in 24 Stunden so wegtropft. Du wirst dich wundern. Fliesenböden sind nie dicht. Das kann schon die Ursache für so einen Wasserfleck sein. Bezahlen müsste dann deine Haftpflichtversicherung oder die Gebäudeversicherung deines Vermieters. Machen die Versicherungen meistens unter sich aus.

Hi

Wie groß die Pfütze bei dir ist, ist eigentlich egal. Wo der Rest geblieben ist kann man nur ahnen. Wenn du deinem Nachbarn das nicht erzählt hast, dann wird er sich den Wasserfleck kaum ausdenken und an die Decke malen.

Normal ist dafür eine Hausratversicherung zuständig, wenn du eine hast.

Vielleicht ist die Pfütze auch nur ein Zufall und die Wasserleitung leckt irgendwo anders?

Gruß Nino

Seineihre Hausratversicherung hat damit überhaupt nichts zu tun. Die kommt nur für ihre eigenen Schäden auf.

@DerHans

aber wenn der Boden nicht dicht ist und der Wasserhahn ganz minimal tropft.... Ich kann mir das nicht vorstellen...

@marie1982

Mag ja sein, aber wo soll sonst das Wasser bei deinem Nachbarn herkommen? Das Tropfen kann ja schon über mehrere Wochen gehen. Irgendwann ist die Zwischendecke nass wie ein Schwamm und kann´s nicht mehr halten.

Gruß Nino

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