Was zählt Erbschein oder tatsächlich geschätzter Wert des Hauses?

5 Antworten

Für den Erbschein wird der Nachlasswert nur sehr grob ermittelt, da es hier nur um den Streitwert für die Ermittlung der Gebührenhöhe des Erbscheins geht. 50000€ mehr oder weniger machen da keinen großen Unterschied.

Insoweit trifft ein Wertgutachen deutlich genauer den echten Wert.

Frage was muss meine Mutter ihr ausbezahlen? Die Hälfte des vorhandenen Erbscheines oder die Hälfte des geschätzten Wertes?

Ein Auszahlen ist nur bei Einvernehmen auch über den Preis möglich. Zwangsweise ließe sich nur die Teilungsversteigerung durchsetzen. Geht es um ein faires Aufteilen wäre der Schätzwert des Hauses maßgeblich. Letztlich ist der Preis aber Verhandlungssache.

Der Erbschein beschreibt lediglich, welchen Anteil der Inhaber an dem Reinnachlass hätte, keine Werte.

Selbstverständlich muss man Haus und Nachlasswerte schätzen oder begutachten lassen, sofern man sich nicht einig wäre, wenn man den Nachlass verteilt.

Sind eure Mutter und ihre Schwester gemeinsame Erben u. a. an der Immobilie,  kann sie sie euch ohne Zustimmung der miteigentümenden Schwester garnicht schenken oder verkaufen. Ihren Miteigentumsanteil dürfte die Schwester als Miteigentümerin bevorzugt erwerben, nicht ihr.

Wollte eure Schwester das Haus nicht, kann eure Mutter ihr ihre hälftiges Miteigetumsanrecht abkaufen. Den Wert darf die Schwestere durch Sachverständigengutachten ermittelt verlangen.

G imager761

Nun glaube den Antwortgebern endlich: Der Wert des Hauses ergibt sich nicht aus dem Erbschein, sondern nur aufgrund einer von einem Gutachter zu erstellenden Schätzung, sofern die Beteiligten (also Ihre Mutter und deren Schwester) sich nicht über den Wert einigen können und aufgrund dieses Wertes vereinbaren, welcher Betrag bei Übernehme des Hauses durch eine Beteiligte an die andere gezahlt werden soll.

Der Erbschein bestimmt die Quote am Nachlass. Er hat keine beweiskraft für den tatsächlichen Wert!

Der Geschätzte Wert.Kann für die Schwester aber in die Hose gehen.

Warum genau?

@KleineMaus2112

Wenn das Haus weniger Wert ist als alle Glaube.

@Wippich

ja das ist klar, aber wenn das Haus mehr Wert hätte, was wäre dann?

@Wippich

Und der Erbschein zählt dann nicht?

@KleineMaus2112

Was soll der Erbschein Zählen?Wenn Deine Mutter Alleinerbe ist,hat Ihre Schwester Anspruch auf den Pflichtteil.Da geht am besten zu einem Anwalt,das Thema ist zu Komplex für Normale Leute wie uns.

Meine Mutter ist nicht Alleinerbin, geht ja nur darum welchen Betrag sie auszahlen müsste, wenn wir das Haus übernehmen. Ob das der Wert ist, der im Erbschein steht oder ob es der tatsächliche Wert des Hauses ist.

@KleineMaus2112

Der Wert , der im Erbschein steht, ist nur für die Berechnung der Gebühren, die für die Erstellung des Erbscheins anfallen. Dieser hat  jedoch für die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft keine rechtliche Wirkung. Hier zählt der Wert auf den sich die Erbengemeinschaft einvernehmlich einigen kann..

@kabbes69

Jetzt fang du nicht auch noch an: Im Erbschein steht kein Wert, er weist eine Erbquote aus :-O

Ist das so schwer zu kapieren?

Nicht "Sie bekommen gegen diese Urkunde 1234567,89 EUR", sondern "Ihnen gehört 1/2 des Reinnachlasses."

Die Gebühren bemessen sich auch nicht nach 1/2 Erbanteil, sondern Geschäftswert, der gestaffelt nach Höhe eine entsprechende Gebühr gegenübersteht. Der widerum nach dem bei Antragstellung anzugebenden anteiligen Nachlasswert.

@imager761

@imager761. Ich denke der Kommentar ist für mich. Mag sein, dass sich die Abschriften, die ich von den Erbscheinen erhalte, von Orginalen unterscheiden. Hier im Fall würde der aussehen: verstorben x beerbt von  Mama Kleine Maus  zu 1/2, Schwester Mama Kleine Maus zu 1/2. Geschwärzt ist bei mir immer der Wert der Urkunde, geht mich ja auch nichts an und interessiert mich nicht. Ich habe dies immer ähnlich dem Wert meiner Dienstbarkeit gesehen, damit ich die Rechnung auf rechnerische Richtigkeit prüfen kann. Kannst mir aber gerne mal eine gute Buch Kommentierung zur GNotKG empfehlen  Lg :)

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