Was wird unter der Steuernummer gespeichert?

1 Antwort

Bekommt das JobCenter heraus wieviel ich verdiene?

Klar, denn da du selbständig bist gibst du zu Beginn jedes Bewilligungszeitraums deine Anlage EKS ab in der du deinen Umsatz und dein Einkommen schätzt.

Aufgrund der Angaben ergeht ein vorläufiger Bescheid.

Nach Endes des Bewilligungszeitraums machst du das ganze nochmal nur jetzt mit den tatächlichen Werten. Dann ergeht ein Änderungsbescheid und du musst entweder was zurück zahlen wenn dein Geschäft besser lief als erwartet oder du erhälst noch was zusätzlich wenn es schlechter lief.

Ich habe in meinem Leben noch nie eine Steuererklärung gemacht.

Dazu bist du aber verpflichtet, wenn du Einkünfte aus Gewerbebetrieb hast. Wenn du keine Erklärungen abgibst schätzt das Finanzamt dich. Und die Schätzung liegt meist WEIT über dem was du tatsächlich verdient hast.

Gegen einen Schätzbescheid ist nur eine korrekte Steuererklärung als Einspruch zulässig. Gibst du keine ab und der Schätzbescheid wird bestandskräftig wird gepfändet.

Als Hartzer kannst du dich dagegen mit einem P-Konto schützen, aber wenn du nicht vorhast für immer zu hartzen, denk dran Vollstreckungstitel sind geduldig.

Das Finanzamt hat sich bei mir auch noch nie gemeldet.

Als du dein Gewerbe angemeldet hast, hast du keinen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt? Was schreibst du denn auf deine Rechnungen? Welche Steuernummer schreibst du auf deine Rechnungen?

Steuern sind Bringschuld, wenn man keinem Quellensteuerabzug unterliegt.

Ich habe gehört sobald man eine gemacht ist man verpflichtet sie immer zu machen und erst dann steht man im Fokus!?

Nein. Das spielt keine Rolle. Du bist abgabepflichtig weil du Einkünfte hast für die es keinen Quellensteuerabzug gibt wie z.B. die Lohnsteuer bei nichtselbständiger Arbeit.

Mit meinen Rechnungen bin ich nie über dem Grundfreibetrag im Jahr gekommen sodas ich verpflichtet wäre eine zu machen.

Das hat mit der Abgabepflicht überhaupt nichts zu tun. Das Finanzamt kann nicht riechen wie viel du verdient hast, also musst du in jedem Fall eine Erklärung abgeben.

Alle Rechnungen wurden mit dem Hinweis auf Kleingewerbe gemäß § 19 UStG ausgestellt.

Es gibt keine Kleingewerbe. § 19 UStG definiert die Kleinunternehmerregelung. Heißt du weist keine Umsatzsteuer auf deinen Rechnungen aus und bist nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Dann muss auf deine Rechnungen dennoch eine Steuernummer.

Auch spielt die Kleinunternehmerregelung im Bezug auf die Einkommensteuer überhaupt keine Rolle.

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Es findet bis zu einmal pro Quartal ein Datenabgleich statt zwischen Finanzamt und Jobcentern.

Wenn du dem Jobcenter vorsätzlich Einkünfte verschweigst, ist das ein Betrug. Du hättest sofort eine Anzeige am Hals und würdest wohl zu einer Geldstrafe verurteilt (ganz unabhängig vom Rückzahlungsanspruch des Jobcenters).

Und wenn du die Geldstrafe nicht bezahlen kannst, musst du ersatzweise in den Knast und die Tagessätze absitzen oder unentgeltlich gemeinnützige Arbeit leisten für mind. 6 Stunden am Tag.

Klingt gut? Bock auf eine mögliche Vorstrafe?

Das Gewerbe war damals nur 4 Monate angemeldet (2012). Man hat mich nie aufgefordert eine Steuererklärung abzugeben. Die Steuernummer ist meine die mir damals zugewiesen wurde. 

Was wird denn nu unter der Steuernummer gespeichert? Die Höhe der Rechnung wie sie ausgestellt wurde?

@bahasa3

Du wärest aber, nachdem du das Gewerbe angemeldet hattest, die Meldung ans zuständige Finanzamt zu machen. Die Steuernummer, die du auf deine Rechnungen schreibst ist nicht die Umsatzsteuernummer sondern deine eigene, damit die falsche. Als Unternehmer bekommst du eine 2. für den Betrieb. wenn du das Gewerbe wieder abgemeldet hats, darfst du eigentlich gar nichst so arbeiten.

Irgendwann kommen sie dahinter, irgendwie passiert das immer und dann freu dich. Dann schätzt das Finanzamt dich und du darfst nachzahlen, Umsatzsteuer und Einkommenssteuer und die Geldstrafe ans Finanzamt, da du verpflichtet bist, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn du Einkommen erzielst, auch wenn keine Steuer anfällt.

Und die Sanktionen vom Jobcenter. Wenn du dich nicht noch weiter reinreiten willst, empfehle ich dir zum Jobcenter zu gehen und zu beichten. Tust du es nicht und es kommt irgendwann raus, dann wird es schlimmer.

Und irgendeiner deiner Kunden reicht deine Rechnung ganz sicher bei SEINER eigenen Steuererklärung ein. Ein gründlicher Mitarbeiter beim Finanzamt wird mal unter deiner Steuernummer schauen, wer denn dahinter steckt und warum es keine Umsatzsteuernummer ist und dann fliegst du auf.

Und von Gewerbeamt bekommst du auch noch eine Strafe, ein Gewerbe zu betreiben, was anzumelden ist und es nicht getan zu haben.

Oh Mann, da kommt was auf dich zu.

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