Was passiert, wenn man eine Grarage hat, durch deren Zufahrt das Auto nicht passt?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

das ist völlig Hupe, sofern die Garage mit einer gültige Baugenehmigung errichtet wurde.

Denn unsere Regelungswütigen Bürokraten haben zwar fast alles geregelt, aber nirgendwo, das die Zufahrt zu einer Garage eine bestimmte Breite haben muß.

Sofern die Garage also zum Zeitpunkt der Baugenehmigung mit Fahrzeugen genutzt werden konnte (Stichwort Käfer oder Gogo passt überall durch) hat sie auch Bestandsschutz wie ein Großteil ähnlicher Garagen im ganzen Bundesgebiet.

Eben so ist es auch nciht zwingend vorgesehen, sie mit Pkw zu nutzen, auch Motorräder sind Kraftfahrzeuge und damit eine genehmigte Nutzung der Garage.

Was versucht der Nachbar damit zu erreichen?

Tatsächlich ist es so, dass in einer Garage nur Fahrzeuge, aber keine Geräte, Fahrräder, Möbel oder sonst was stehen dürfen.

Die "falsche Nutzung" trifft aber auf wahrscheinlich auf drei Viertel aller Garagen zu ;-)

Aber auch ein Motorrad ist ein Fahrzeug und mit diesem erreichst du die Garage und es steht ja auch drinnen.

Den Nachbarn einfach mal freundlich aber bestimmt darauf hinweisen.

Viele Grüße

Michael

@Fragesteller:

Den Nachbarn mal auf Nachfolgendes hinweisen bzw. ihn hierzu konkret befragen:

. lt. Fragestellung wurde die Garage vor gut 60 Jahren gebaut. Damals galten wohl völlig andere Baurechtlinien-bzw. Bauvorgaben als heute 2019. Dies mal dem Nachbarn vorhalten. Im übrigen stellt sich deshalb auch die Frage des zwischenzeitlichen Bestandschutzes des damals errichteten Bauwerks (Garage)

Vertritt er diesbezüglich eine andere Auffassung:

Ihn fragen, ob er sich am Umbau bzw. Garagenumgestaltung auf heutige "rechtlich zulässige Baumaße" finanziell beteiligt. Es ist NICHT DEINE Schuld wenn zwischenzeitliche Baurechtsänderungen in Kraft traten.

. du als Fragesteller würdest ja gerne dein eigenes Auto einstellen, was aber lt. Abmessungen nicht ohne weiteres geht. Auch das mal dem Nachbarn vorhalten und fragen, ob die Garage seiner Auffassung nach gänzlich ungenutzt bleiben soll.

. du selbst nutzt die Garage um z.B. dein Motorrad unterzustellen und als Geräteschuppen.

Allein die Tatsache daß hier ein Fahrzeug (Motorrad) untergestellt wird, erfüllt m.E. den Nutzungszweck einer Garage selbst NÄMLICH der Unterbringung von Fahrzeugen selbst.

Im übrigen: solange die Nutzung als Geräteschuppen nicht zur hoffnungslosen Vermüllung bzw. Unbegehbarkeit der Garage selbst beiträgt, UND der Nachbar nicht davon beeinträchtigt bzw. gefährdet wird, ist diese Nutzungsart zumindest meiner Meinung nach tolerabel.

. Nachbar führt diverse Punkte

- so ua. in Bezug der Garagenordnung etc. -

der Unzulässigkeit an..

ALLE diese Punkte soll er bitte rechtssicher nachweisen. Ansonsten soll er dich in Ruhe lassen. Auch das würde ich ihm so sagen, wenn andere freundliche Argumentationen fruchtlos verlaufen.

Nachbar hat lt. einem Fragesteller-Kommentar das Wegerecht:

Was jedoch NICHT dazu führen darf, daß dir die Nutzung DEINER Garage gänzlich unmöglich gemacht wird.

Wegerecht heißt u.a. sinngemäß: Das Nutzen des Weges muss zu jeder Tag-und Nachtzeit ermöglicht sein. GENAU DAS liegt ja wohl vor..weshalb dem Rechtsanspruch des Nachbarn allein deshalb Genüge getan wird.

@verreisterNutzer

Das wäre eine eigene Antwort wert gewesen ;-)

@19Michael69

Ok...eigene Antwort kommt

Als Geräteschuppen darfst du deine Garage nicht nutzen, wenn sie im Bauantrag als Garage gedacht ist.

Dafür gibt es bundeslandspezifische Regelungen, was in eine Garage darf. Meistens läuft das auf Fahrzeuge und Dinge, die unmittelbar zum Fahrzeug gehören, wie Winterrräder oder etwas Treibstoff, hinaus.

Dein Motorrad ist aber ein Kraftfahrzeug, wenn du das darin parken kannst, weicht deine Nutzung im Kern nicht ab. Kannst ja nichts dafür, dass deine Garage nicht mit modernen Fahrzeugen mitwächst, ständig umbauen verlangt von dir auch keiner.

Wenn dein Nachbar dich aber auf den Kerbholz hat, darf er die Geräteschuppensache zur Anzeige bringen, damit hätte er dann sogar erstmal Recht.

Wenn du deiner Garage eine anderen Nutzung als einer Garage zuführen willst, musst du mit deinem zuständigen Bauamt Kontakt aufnehmen bezüglich einer Umwidmung.

okay, verstanden. Die Garagengröße ist okay, man kann nur vom Platz her mit dem Auto nicht hineinfahren. Sie ist zu nah an das Wohnhaus drangebaut worden

@aljo1956

Kraftfahrzeug muss nicht Auto sein. Motorrad, Traktor, seit kurzem sogar E-Scooter, alles okay. Ich komme mit einem LKW auch nicht in meine Garage rein, weil das Eck und der Querschnitt dafür zu eng wäre, bleibt trotzdem eine Garage.

Wenn du reinlaufen kannst, kommt der E-Scooter rein und deine Garage könnte weiter als Garage für Kraftfahrzeuge dienen und dein Nachbar kann da nicht grundsätzliches anzweifeln.

Ob du ein Auto da nun reinfahren kannst oder nicht ist irrelavt. Dein Motorrad steht ja drin und wird somit als Garage genutzt. Auch wenn du sie nicht aktiv nutzen würdest, wäe die Garage dennoch in Ordnung, sofern sie nicht rechtswidrig damals errichtet wurde, wobei ggf. Bestandsschutz greifen könnte.

Was will dein Nachbar denn konkret erreichen??
Eine Garage stellt keinen Schuppen dar und wenn die Garage als Garage errichtet wurde (also damals im Bauantrag als Nutzung Garage definiert wurde) müsstest du bei einer Nutzungsänderung einen entsprechenden Bauantrag auf Nutzungsänderung stellen.

Generell werden aber die meisten Garagen bedingt auch anderweitig mitgenutzt. Ich frag mich nur, was sich euer Nachbar drum kümmert...
...bzw. was er davon hat??

@Fragesteller:

Den Nachbarn mal auf Nachfolgendes hinweisen bzw. ihn hierzu konkret befragen:

. lt. Fragestellung wurde die Garage vor gut 60 Jahren gebaut. Damals galten wohl völlig andere Baurechtlinien-bzw. Bauvorgaben als heute 2019.

Dies mal dem Nachbarn vorhalten. Im übrigen stellt sich deshalb auch die Frage des zwischenzeitlichen Bestandschutzes des damals errichteten Bauwerks (Garage)

Vertritt er diesbezüglich eine andere Auffassung:

Ihn fragen, ob er sich am Umbau bzw. Garagenumgestaltung auf heutige "rechtlich zulässige Baumaße" finanziell beteiligt. Es ist NICHT DEINE Schuld wenn zwischenzeitliche Baurechtsänderungen in Kraft traten.

. du als Fragesteller würdest ja gerne dein eigenes Auto einstellen, was aber lt. Abmessungen nicht ohne weiteres geht. Auch das mal dem Nachbarn vorhalten und fragen, ob die Garage seiner Auffassung nach gänzlich ungenutzt bleiben soll.

. du selbst nutzt die Garage um z.B. dein Motorrad unterzustellen und als Geräteschuppen.

Allein die Tatsache daß hier ein Fahrzeug (Motorrad) untergestellt wird, erfüllt m.E. den Nutzungszweck einer Garage selbst NÄMLICH der Unterbringung von Fahrzeugen.

Im übrigen: solange die Nutzung als Geräteschuppen nicht zur hoffnungslosen Vermüllung bzw. Unbegehbarkeit der Garage selbst beiträgt, UND der Nachbar nicht davon beeinträchtigt bzw. gefährdet wird, ist diese Nutzungsart zumindest meiner Meinung nach tolerabel.

. Nachbar führt diverse Punkte

- so ua. in Bezug der Garagenordnung etc. -

der Unzulässigkeit an..

ALLE diese Punkte soll er bitte rechtssicher nachweisen. Ansonsten soll er dich in Ruhe lassen. Auch das würde ich ihm so sagen, wenn andere freundliche Argumentationen fruchtlos verlaufen.

Nachbar hat lt. einem Fragesteller-Kommentar das Wegerecht:

Was jedoch NICHT dazu führen darf, daß dir die Nutzung DEINER Garage gänzlich unmöglich gemacht wird.

Wegerecht heißt u.a. sinngemäß: Das Nutzen des Weges muss zu jeder Tag-und Nachtzeit ermöglicht sein.

GENAU DAS liegt ja wohl vor..weshalb dem Rechtsanspruch des Nachbarn allein deshalb Genüge getan wird.

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