Was passiert mit der Asche, wenn man ein Urnengrab auflöst?

5 Antworten

Auch die Urnen zersetzen sich, da bleibt nichts über. Ansonsten wird das einfach untergegraben.

Dein Wort in Gottes Ohr: es gibt Urnen, die zersetzen sich so gut wie gar nicht.

@gerd47

Hab letztens mit einem Friedhofsgärtner gesprochen: wenn Gräber "zugemacht" werden, also die Miete abläuft, werden alle beim Neu-Ausheben noch erkennbaren Teile wieder beigesetzt. Sprich, sie bleiben entweder in dem Grab oder werden in einem Sammelgrab begraben. Es wird aber selten ein neues Grab an genau der selben Stelle ausgehoben.

@Blindi56

D'accord - einverstanden. Das ist auch mein Kenntnisstand.

also erstens verrotten sarg und leiche sehr schnell und die "wohndauer" ist lang genug, damit es verrotten kann.

Urnengräber sind erstens genauso lang gemietet und zweitens sind die aus einem leichten metall(wenn überhaupt) und zersetzen sich teilweise auch. Die urnen, die man sich hinstellen kann, sind nmlich noch andere als die, die in die erde kommen :)

somit ist normalerweise keine urne mehr vorhanden wenns grab neu ausgehoben wird. und es wird nicht exakt an der gleichen stelle gegraben und nicht exakt gleich tief. Sprich: wer da damals begraben wurde, liegt da immer-der kommt da nichtmehr weg außer er wird frühzeitig exhumiert-aber das geschieht bei natürlichen todesfällen eigentlich nicht :)

ich hoffe ich konnte dir somit deine frage beantworten :)

@JolieBambi: Offensichtlich verfügst du nur über eine sehr eng begrenzte Kenntnis dieser Materie.

1. Dass Sarg und Leiche sehr schnell verrotten ist möglicherweise für den Friedhof deiner Heimatstadt /-gemeinde zutreffend - aber leider nicht überall. Wie schnell sich diese Teile zersetzen hängt weitgehend von der geologischen Beschaffenheit des Bodens ab. Es macht einen riesengroßen Unterschied, ob der Boden wasser- und luftdurchlässig ist oder nicht. Die Friedhofsverwaltung meiner Heimatgemeinde hat das Problem, dass die Särge mit den Toten selbst nach der bei uns üblichen Ruhezeit von 40 (!) Jahren noch fast so aussehen wie bei der Beerdigung. Die Erde bei uns, unter der oberflächlichen dünnen Humusschicht, heißt "Lettenkeuper", ist stark tonhaltig und läßt weder Wasser noch Luft durch. Erst vor wenigen Jahren sollten auf dem Jahrhunderte alten Teil des Friedhofs Gräber aus dem 19.Jahrhundert ausgehoben werden - weder die Särge geschweige denn die Leichen waren vollständig verrottet. Ich habe die Totengräber nicht um ihre Arbeit beneidet.

2. Für Urnenbestattungen, zumindest in der Erde, gilt sinngemäß dasselbe. Urnen werden aus ganz unterschiedlichem Material hergestellt. Dieses Material richtet sich offensichtlich nach der Bodenbeschaffenheit oder ob die Urnen in trockenen Kammern und Nischen beigesetzt werden. Nicht alles, was nach Metall aussieht, ist auch Metall. So manche metallisch aussehende Urne ist aus einem Material, das man nicht im Freien stehen lassen könnte, weil es sich beim nächsten Regen in Wohlgefallen auflöst. Daneben gibt es Urnen aus echtem Marmor, die sich im Boden, wenn überhaupt, dann erst nach Jahrhunderten zersetzen. Dazu müßte der Boden dann einen sehr niedrigen pH-Wert haben. Und dann gibt es wirklich metallische Urnen aus einem Kupfer-Eisen-Gemenge. Das Eisen verrostet mit der Zeit und die Urne zerfällt.

Lange Rede - kurzer Sinn: bevor du so eine "allgemein gültige" Antwort abgibst ist es angebracht, dass du dich erst mal ausgiebig über die geologischen Gegebenheiten informierst. Deine vorstehende Antwort kann ich so nicht stehen lassen. Sie ist in dieser pauschalen Form unzulässig, weil du die speziellen Eigenschaften der jeweiligen geologischen Formation überhaupt nicht berücksichtigst. Eine fundierte Kenntnis dieser Prämissen wäre dringend angebracht.

Hallo,

Vor der Beisetzung in einem Urnengrab erfolgt das Verbrennen des Leichnams im Krematorium. Die Asche des Toten wird in eine Aschenkapsel gefüllt, die der reinen Sicherung der Asche dient. Diese Kapsel besteht zumeist aus Keramik oder aus Eisenblech. Diese Stoffe werden gewählt, damit sich die Aschenkapsel in der Erde zersetzen kann. Andere Materialien, wie etwa Stahl oder Kunststoff, überstehen problemlos die Ruhezeit der Urne im Grab und müssen nach Auflösung der Grabstelle gesondert entsorgt werden.

Lg

Die Asche wird dich nicht verteilt, das ist verboten. Die wird wegen dem kohlenstoffinhalt bzw. Calciumcqrbonat Anteil als hunerfutter verwendet

Sag mal, bist du noch ganz bei Trost? Zum einen ist in der Asche kein Kohlenstoff mehr vorhanden, der ist im Krematorium längst verbrannt. Und das bißchen Kalziumkarbonat aus den Knochen hat sind in der Hitze im Ofen längst in Kalziumoxid rückgebildet und ist als "Hühnerfutter" überhaupt nicht verwendbar, weil höchst gefährlich. Chemie ist wohl nicht so deine Stärke?

Ein bißchen mehr Pietät und Respekt vor den Toten wäre wirklich angebracht.

Die Urnen verfaulen zwar nicht, korrodieren aber sehr schnell. Da ist nach 2 Jahren schon nichts mehr von übrig.

Wohl keine blasse Ahnung, aus welchem Material Urnen bestehen? Es gibt sehr viele Urnen aus metallisierter Biomasse (die sehen ganz toll metallisch aus), die verfaulen biologisch gesehen zwar nicht, verrotten aber recht schnell, ein Vorgang wie auf dem Kompost. Das dauert trotzdem länger als 2 Jahre. Dann gibt es teure Urnen aus einem gepressten Kupfer-Eisen-Gemenge (also keine homogene Legierung). Dem Kupfer passiert so schnell nichts, aber das Eisen verrostet im Laufe der Zeit und die Urne zerfällt. Wie lange dieser Vorgang dauert hängt von der Bodenbeschaffenheit ab, aber in 2 Jahren siehst du da im Allgemeinen nicht viel. Und dann existieren noch Urnen, die praktisch gar nicht oder erst nach Jahrhunderten oder noch länger verrotten. Ein Verwandter von mir wurde in einer Urne aus Granit (!) beigesetzt. Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht könnte man die mit Sicherheit in ein paar tausend Jahren noch bestaunen.

Die Bestattungsunternehmen bieten in aller Regel Urnen an, die der jeweiligen geologischen Formation angepaßt sind und sich nach einigen Jahren auflösen. Ausnahmen gibt es - s.o.

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