Was passiert mit den Gläubigern bei Privatinsolvenz des Schuldners?

2 Antworten

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Zuerst einmal wird die Forderung des Insolvenzverwalters befriedigt. Dann bekommen nach dem Gießkannenprinzip die Gläubiger etwas. Das Meiste jedoch müssen die Gläubiger i.d.R. als Verlust abschreiben.

Der Steuerzahler und zwar über die Landesregierung, dort können die Gläubiger nach Ablauf des inso.Verf. ihre Forderungen anmelden.

Wie putzig - das würde die Gläubiger erfreuen.

Wäre schön, wenn dem so wäre. Nach Ablauf der Insolvenzzeit ist der Schuldner frei von jeglicher Verpflichtung, an Gläubiger zu zahlen.

Sinn und Zweck der Insolvenz ist doch, dass der Schuldner nach der Insolvenzzeit wieder die Möglichkeit hat, sich etwas aufzubauen, seine Existenz neu zu gestalten.

Was mit den Gläubigern passiert interessiert niemanden. Ob da ein Gläubiger selber Insolvenz anmelden muss, weil die Summe zu hoch ist die er zu fordern hat, er aber kein Geld bekommt, das nennt man ironischerweise Lebensrisikio.

Wer es schlau anstellt, der beschafft sich Geld, macht Schulden mit der Absicht diese nie zurückzuzahlen. lässt die Dinge eben unauffindbar verschwinden und meldet Insolvenz an. Das aber wäre Betrug. Man müsste ihm das aber erst nachweisen können.

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