Was muss ich tun, wenn ich eine Lebensversicherung vorzeitig kündigen bzw. auszahlen lassen will?

5 Antworten

Das Problem ist nicht, das beim Auszahlen eine Menge Geld verloren geht. Das ist ein Trugschluss. Das ist schon passiert, als ihr die Versicherung abgeschlossen habt. Ihr könnt jetzt nur noch das verbleibende Geld retten und nicht mehr einzahlen. Sehr informativer Artikel steht hier http://www.wissensmanufaktur.net/kapitalvernichtende-lebensversicherung

Du schreibst ein Kündigungsschreiben an den Versicherungsträger. Es ist nicht unbedingt der Makler. Adresse und Kündigungsfrist entnimmst du dem Vertrag. I.d.R. lohnt sich aber die Vorzeitige Kündigung einer Kapitallebensversicherung überhaupt nicht! Lass dir also vorher ausrechenen, was das bringt, indem du nach dem aktuellen Barwert fragst. Zum Vergleich lass dir auch die "garantierte Auszahlungssumme" am Vertragsablauf sagen. Oft ist ein Bankkredit zur Überbrückung eines Engpasses günstiger als die Gündigung einer KLV.

Bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrags wird ein recht großer Teil des bereits eingezahlten Geldes nicht wieder ausbezahlt werden. Wie viel das genau ausmacht, solltet ihr euch von der Versicherung erst mal unverbindlich errechnen lassen. Danach könnt ihr abwägen, ob ihr kündigen wollt (mit hohem Verlust) oder aber doch lieber weiter einzahlt. Fragt am besten auch gleich nach einer Hochrechnung der auszuzahlenden Versicherungssumme.

es brauch nicht weiter eingezahlt werden! Beitragsfrei stellen lassen!

Nach den ganzen Antworten mal noch ein Tipp: Prinzipiell könnst Ihr kündigen, beitragsfrei stellen lassen oder die Lebensversicherung verkaufen (oder beleihen). Letzteres kommt wohl kaum in Frage, bei 4,5 Jahren Laufzeit wird nicht die Summe vorhanden sein als das sich der Verkauf gegenüber einer Kündigung rechnet (bzw. wird der Vertrag für den Zweitmarkt nicht so interessant sein). Am besten Ihr fragt nach dem derzeitigen Rückkaufswert, den Ihr bei jetziger Kündigung ausgezahlt bekommt. Und Ihr fragt parallel dazu nach dem Rückkaufswert, wenn Ihr den Vertrag ruhen lasst (beitragsfrei stellt). Der zweite Betrag (also der bei Beitragsfreistellung) wird höher sein, allerdings müsst Ihr dann auch bis zum Vertragsende warten, eh es das Geld gibt. Und immer daran denken: Die Inflation ist nicht auf Eurer Seite! Deshalb lohnen sich Beitragsfreistellungen auch nicht so wie angepriesen. Und: In den 4,5 Jahren habt Ihr vorrangig den Versicherungsvertreter und die alle Kosten "rundherum" bezahlt. Von Eurem eingezahlten Geld werdet Ihr zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel sehen. So viel zum Thema Verluste. Und Deine Eltern sollten sich auch fragen, wieso ein Kind eine (Kapital-)Lebensversicherung braucht.

nicht kündigen sondern beitragsfrei stellen lassen. Bei der Kündigung bekommt man noch nicht mal die eingezahlten Beiträge heraus. Bei Beitragsfreistellung endet sie dann automatisch zum Versicherungsende und man bekommt dan alles ausgezahlt einschließlich der gewinne für die zeit der Beitragszahlung.

Genau! DH!

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